Azzuro, Un'estate italiana oder Bella Italia: Benvenuto!

Azzuro, Un'estate italiana oder Bella Italia: Benvenuto!

Zum mittlerweile vierten Mal waren in der vergangenen Woche italienische Austauschschülerinnen und -schüler vom Istituto Bazoli Polo zusammen mit zwei Deutsch-Lehrkräften zu Gast an der FOSBOS Amberg. Mit selbstgemachten Leckereien und eigens gebastelter Dekoration erwarteten 21 Schülerinnen und Schüler der elften Klassen der FOS ihre Austauschpartner am Montagabend. Während die erste Begegnung noch etwas schüchtern ausfiel, war die Stimmung schnell gelöst, nachdem sich alle am Büffet gestärkt hatten und der stellvertretende Schulleiter Josef Eckert alle auf Italienisch begrüßte.

Am Dienstag erhielten alle Teilnehmer des Austausches einen Einblick in das Schulleben am BSZAM: Die Italiener nahmen am Unterricht teil, durften beim Schulradio mitmachen und wurden durch das Schulgebäude geführt. Besonders interessant waren die verschiedenen Fachräume wie die Werkstätten oder Friseursäle, die es so an der Partnerschule nicht gibt. Am Nachmittag wurde die gesamte Gruppe von Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny im Rathaus herzlich empfangen. Er betonte in einer kurzweiligen Ansprache, wie wichtig der Schüleraustausch für die persönliche Entwicklung der Teilnehmer, aber auch für den Zusammenhalt zwischen europäischen Ländern sei. Bevor die Schülerinnen und Schüler in gemischten Gruppen den historischen Stadtkern Ambergs kennenlernten, durften sich alle ins Gästebuch der Stadt eintragen.

Auch am Mittwoch standen für alle Teilnehmer zunächst Unterrichtsbesuche an. Nach der Pause war das Wetter dann wie bestellt für einen Spaziergang auf den Mariahilfberg. Dort bot sich ein toller Ausblick über Amberg und Umgebung.

Für Donnerstag war ein Ausflug in die nahegelegene Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberpfalz geplant. Zunächst wurden die Teilnehmer durch das BMW-Werk in Regensburg geführt. Die Besichtigung beeindruckte nicht nur die italienischen Gäste, denn man erhielt einen detaillierten Einblick in nahezu alle Werksbereiche und die darin durchgeführten Produktionsschritte. Gegen Mittag begab man sich in die geschichtsträchtige Altstadt, wo deutsche Schülerinnen und Schüler über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten informierten. Zu dem gelungenen Ausflug trug maßgeblich das traumhafte Wetter mit frühlingshaften Temperaturen bei. Auf dem Rückweg nach Hause machte der Bus noch einen letzten Halt, um den Gästen einen Einblick in die Schwandorfer „Unterwelt“ – die Felsenkeller, die hauptsächlich als Bierkühlung dienten – zu gewähren.

Am letzten Tag stand das mittelalterlich geprägte Nürnberg auf dem Programm. Weil es trotz sonniger Aussichten morgens noch Minusgrade hatte, begann die Gruppe ihren Tag mit der Besichtigung des Museums im Dokumentationszentrum, in dem über den Aufstieg und Niedergang des Nationalsozialismus in Deutschland informiert wird. Später erkundeten kleinere, deutsch-italienische Schülergruppen selbstständig die Nürnberger Altstadt im Rahmen einer Stadtrallye. Dabei war es zum Teil auch erforderlich, sich mit Einheimischen zu unterhalten, was aber alle ohne Scheu meisterten. Die Gruppe mit den meisten richtig gelösten Aufgaben erhielt als Preis eine kleine, lokale Spezialität. Vor der Heimfahrt wurde noch der steile Weg zur Kaiserburg erklommen, wo man eine atemberaubende Aussicht auf ganz Nürnberg hatte. Zuhause angekommen, verbrachten die italienischen Schülerinnen und Schüler noch einen gemeinsamen letzten Abend in ihren deutschen Familien und fuhren schließlich am Samstagmorgen nach Desenzano am Gardasee zurück.

Der Abschied der neugewonnenen Freunde fiel einigen bereits nach dieser einen Woche schwer und so fiebern wir bereits auf den Gegenbesuch in Italien Anfang Mai hin.

Mehr zum Schüleraustausch erfahren Sie auch in der Amberger Zeitung sowie in der Mittelbayerischen Zeitung.

Andrea Wittmann

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