Klimaschutz, Populismus - Was tut die EU?

Klimaschutz - Was tut die EU?

Ismail Ertug, Abgeordneter des Europäischen Parlaments (Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament), besuchte vor kurzem das BSZ Amberg. Einerseits, um den Schülerinnen und Schülern seine Arbeit als Parlamentarier des Europäischen Parlaments näher zu bringen, andererseits, um mit ihnen über aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen zu diskutieren.

Die Schülerinnen und Schüler der Verkäufer- und Einzelhandelsklasse WEH 10b, des Berufsvorbereitungsjahres und der FS12b (FOS) stellten dabei kritische Fragen an den Abgeordneten. Die Themenschwerpunkte wurden über eine live-Abfrage per Smartphone zu Beginn der Diskussionsrunde ausgewählt, wodurch das mehrheitliche Interesse und eine hohe, aktive Gesprächsbeteiligung bei den Jugendlichen gesichert werden konnte.

Auf der Basis der Umfrageergebnisse bezog Ertug dann - natürlich aus seiner Sicht und aus der Sicht seiner Partei - Stellung zu den Themen „Greta Thunberg – Klimaschutz geht uns alle an, was tut die EU?“ sowie „Populismus in der Politik als Gefahr für die Demokratie“. Dabei kamen praktische Beispiele aus seinem politischen Alltagsgeschäft nicht zu kurz.

Doch so eindeutig und unumstritten die Zielsetzung in vielen politischen Bestrebungen - beispielsweise hinsichtlich der Beschränkung des CO2-Ausstoßes - auch definiert sei, gibt es in Zeiten starken Wandels, neben den Gewinnern eben auch Verlierer des Umbruchs. Auf diese muss bei politischen Handlungen Rücksicht genommen werden, gab der Abgeordnete zu bedenken. So lässt es sich auch erklären, weshalb Veränderungen oftmals nur langsam vorangetrieben und somit von der Gesellschaft kaum wahrgenommenen werden können.

Einigkeit zwischen dem Abgeordneten und den Schülerinnen und Schülern bestand vor allem darin, den demokratiefeindlichen Kräften in Deutschland sowie der EU entgegenzutreten, Wahlbeeinflussungen durch soziale Medien zu bekämpfen und den Populisten in den Medien keine Plattform zur Verbreitung ihrer Propaganda zu bieten.

Um dies alles zu erreichen, forderte Herr Ertug die junge Generation auf, Politik aktiv durch Wahlbeteiligung mitzugestalten und so eine lebendige Demokratie zu gewährleisten.

Daniel Hagn, Nils John und Johannes Mehringer

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