Mit Rollstuhl und Augenbinde durch einen Behindertenparcours

Mit Rollstuhl und Augenbinde durch einen Behindertenparcours

„Inklusion“ und „Behinderung“ sind ein großes Thema in unserer Gesellschaft. Für unsere Schülerinnen und Schüler im Fachbereich Sozialwesen gehört dieser Schwerpunkt u.a. zum Lehrplan der 13. Jahrgangsstufe und stellt zudem ein übergeordnetes Prinzip der fachpraktischen Vertiefung (FpV) in der 11. Klasse dar.

Denn was für Probleme und Bedürfnisse behinderte Menschen haben, können die Gesunden nicht immer nachvollziehen.

Daher nahmen unsere Schülerinnen und Schüler der 13. und 11. Klassen des Sozialzweiges an einem „Inklusionsparcours“ des Arbeitskreises der Offenen Behindertenarbeit des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth (AKOBA) teil.

So stellte Frau Grüner, Sozialpädagogin und Leitung der Offenen Hilfen Irchenrieth, gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin, Frau Gallitzendörfer, Rollstühle, extra gebaute Hindernisse sowie für einen Sinnesparcours typische Übungen zur Verfügung und führte die Schülerinnen und Schüler - gemeinsam mit vier eingewiesenen 11. Klässlern - durch die einzelnen Aufgaben.

Nach einer Einführungsrunde im Sitzkreis, bei der sich das Expertenteam vorstellte und das Thema „Behinderung“ mit den Schülerinnen und Schülern thematisiert wurde, ging es dann an die Praxis. Während eine Gruppe mit dem „Rollstuhlparcours“ beschäftigt war, begaben sich die anderen Schüler an die Tische mit den Sinnesaufgaben, an denen sie zum Beispiel Dinge erfühlen mussten, Gerüche erschnuppern sollten oder ihnen durch „Schreibübungen im Spiegel“ Wahrnehmungsstörungen erfahrbar gemacht werden sollten.

Sie navigierten sich „blind“ durch einen Zickzackkurs, überwanden Treppen und begriffen dabei durchaus, welches Gut es doch ist, mit gesunden Beinen im Leben zu stehen und die Welt mit allen Sinnen wahrnehmen zu können.

Ingrid Auer

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