Technik im Klinikum Amberg

Technik im Klinikum Amberg

Anfang Juli besichtigten wir, die Klasse FT11b, das Klinikum St. Marien, um die im Unterricht gelernten Techniken im Alltag zu begutachten. Schwerpunkt der Betriebsführung war die Technik, wie z.B. die Klimaanlage, die Wasseraufbereitung, die Heizung oder der Notstrom, die den Alltag im Klinikum möglich macht.

Herr Lorenz führte uns u.a. zum neuen Hubschrauberlandeplatz. Der Rettungshubschrauber landet dort durchschnittlich dreimal in der Woche. Der Landeplatz selbst besitzt eine eigene Löschanlage. Auch den dazugehörigen Tank mit 8.000 Litern Wasser durften wir begutachten, der zudem 200 Liter Schaum lagert.

Jeder Trakt im Klinikum hat eine Klima- bzw. Belüftungsanlage. Damit werden pro Stunde 20.000 m3 Luft bewegt. Anschließend begutachteten wir den V12-Notfallgenerator des Klinikums, der bei einem Stromausfall nach einer Zeit von 4 bis 8 Sekunden sofort anspringen soll. Der Generator kann so viel Leistung bringen, dass das Klinikum eine Woche lang ohne Strom von außerhalb sich selbst versorgen könnte. Dabei wird jeden Monat an einem gewissen Tag der sogenannte „Blackout-Test“, welcher 2 Stunden andauert, durchgeführt. Hier werden alle Geräte und Maschinen, die zur Versorgung dienen, überprüft, ob diese in solch einem Fall anspringen bzw. funktionieren würden.

Darüber hinaus besichtigten wir drei große Motoren zur Strom- und Wärmeerzeugung. Die hier erzeugte Wärme kann durch eine chemische Reaktion in Kälte umgewandelt werden, wodurch das Krankenhaus auf die gewünschte Temperatur gekühlt wird.

Danach ging es weiter zu einem speziellen Raum, indem die Gas- und Sauerstoffversorgung der Patienten geregelt wird. Dort werden nicht nur Sauerstofffalschen für die stationäre Versorgung der Patienten, sondern auch kleinere Flaschen für den Transport der Patienten gelagert. Des Weiteren besitzt das Krankenhaus einen ca. 30.000 Liter großen Sauerstofftank, der regelmäßig aufgefüllt wird. Anschließend sahen wir uns die Wasseraufbereitungsanlage an. Mit Hilfe dieser wird das Wasser gefiltert und auf 70 Grad erhitzt um Bakterien und Keime abzutöten.

Da das Krankenhaus rund 5.000 Telefone und Fernseher besitzt, muss für diese eine Verbindung hergestellt werden. Dabei kann auch eingestellt werden, für welche Bereiche und Entfernungen die Telefone verwendet werden können. Da in fast jedem Zimmer Druckluft entnommen werden kann, stehen im Keller drei Kolbenkompressoren, welche abwechselnd Druckluft produzieren.

Leonhard Gmey und Simon Meister

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