Wie wichtig ist der gute Ton?

Wie wichtig ist der gute Ton?

Zwei Experten von der Barmer Krankenkasse, Herr Spießl und Frau Betzolt, hielten vor kurzem vor den Schülerinnen und Schülern der Klassen WBA11 und WBA12 der Berufsschule einen Vortrag zum Thema "Etikette".

„Erfinder“ der Etikette war Adolph Freiherr von Knigge (1752 – 1796). Dabei wurde von den beiden Referenten erläutert, welche Vorteile es beruflich und privat hat, die Benimm-Regeln zu beachten: Zum guten Ton gehören demnach Rücksicht, Höflichkeit, Pünktlichkeit, Zivilcourage, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Grußregeln und Tischmanieren.

Durch das Einhalten der Benimm-Regeln wird nicht nur das Zusammenleben und Zusammenarbeiten erleichtert, vielmehr wird auch die Stimmung verbessert.

Die Schülerinnen und Schüler diskutierten dabei lebhaft mit: Wie begrüßt man die Kundschaft? Wie wichtig ist Pünktlichkeit? Andere Länder, andere Sitten! Wann ist Zivilcourage gefragt?

Dabei berichteten die Auszubildenden über ihre Erfahrungen mit unhöflichen Kunden und diskutierten über richtiges Verhalten in solchen Situationen. Wichtig für gutes Benehmen ist aber auch das Einhalten der Distanzzonen. So konnten die Schülerinnen und Schüler selbst erproben, wie es sich anfühlt, wenn diese nicht eingehalten werden. Demnach sollte im Kontakt mit Kunden immer eine Distanz von zwei Armlängen eingehalten werden.

Leider werden die Benimm-Regeln nicht immer eingehalten. In einer Umfrage wurde ermittelt, welche Eigenschaften die Deutschen am meisten nerven. Das Ergebnis: 90 % mangelnder Respekt, 85 % Unhöflichkeit, 83 % Aggressivität, 82 % Intoleranz, 77 % Unzuverlässigkeit, 70 % Schlamperei, 70 % Spucken, 66 % Nörgelei, 66 % Getratsche, 65 % Handys, etc.

Wichtig ist also, immer den guten Ton zu wahren. Die Grundlagen des Gesprächs sind dabei: Blickkontakt, aber nicht starren; nicht von hinten ansprechen; nicht ungefragt duzen; die „Zauberworte“ Bitte, Danke, Entschuldigung benutzen.

Im Geschäftsleben wird der erste Eindruck zu 55 % durch Kleidung und Körpersprache, zu 38 % durch die Stimme und zu 7 % durch den Inhalt des gesprochenen Wortes bestimmt.

Fazit am Ende des Vortrages: Sowohl im Kundenkontakt in der Bank als auch im Privatleben wird den Schülerinnen und Schülern gutes Benehmen und die Einhaltung der Etikette zugutekommen.

Claudia Fröhlich

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