Feierliche Verabschiedung der Medi­zini­schen Fach­ange­stell­ten in Regens­burg

Medizinische Fachangestellte sehr gefragt

Sprechstunden- und Arzthelferin sind Begriffe früherer Jahre. Das betonte Dr. Wolfgang Knarr, der Vorsitzende des Ärztlichen Kreisverbands Am­berg-Sulzbach, bei der Zeugnisübergabe an die Medizinischen Fachan­gestellten, die sich als solche schon in ihrer Ausbildung mit fundiertem Fachwissen, Organisationstalent und Einfühlungsvermögen beweisen hätten müssen. Bei der Abschlussfeier des Examenslehrgangs 2016 in der Aula der Berufsschule informierte Knarr, dass von den 44 Teilnehmern 38 junge Damen und ein männlicher Fachangestellter die Prüfung bestanden haben. 25 Absolventen könnten an ihrer Ausbil­dungs­stelle bleiben, jeweils fünf würden in eine andere Arztpraxis wechseln oder eine weitere Berufs­ausbildung anstreben; zwei weitere junge Damen entschlossen sich zu einer weiterführenden Schule.

Knarr betonte, dass der Beruf bei Frauen beliebt sei, in der Rangliste der Ausbildungen liege er auf Platz sieben in den alten Bundesländern. Damit könnten sich die Praxen über Nachwuchsmangel nicht beklagen. Die Medizinischen Fachangestellten seien Bindeglied zwischen Patient und Arzt und damit die Ersten, die über kleinere oder größere Beschwerden unterrichtet würden. Der Patient erwarte Verständnis, Trost und soziale Kompetenz.

Fortbildung sehr wichtig
Immer mehr Praxen würden heute auch auf über die rein medizinische Ver­sor­gung hinausgehende Zusatzangebote setzten, die in den Auf­ga­benbereich der Fachangestellten fielen, etwa die Erinnerung an Impf­termine, Vorsorgeuntersuchungen oder Kontrolle der Laborwerte. Praxisinterne Vorträge über Diabetes, Bluthochdruck, gesunde Ernährung und Gewichtsreduzierung und mehr seien überdies Angebote, die die Patienten schätzten.

Um den geänderten Anforderungen gerecht zu werden, sei also ständige Fort- und Weiterbildung notwendig. Den Fachangestellten eröffnet sich laut Knarr auch der Aufstieg zum Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung oder zum Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen.

Oberstudiendirektor Martin Wurdack betonte, dass es vor zehn Jahren oft die Eltern waren, die über die Bildung ihrer Kinder entschieden, heute sei­en es die Absolventen, die ihren Weg je nach Neigung, Vorlieben oder Interessen eigenständig einschlagen müssten. Die duale Ausbildung, die Kooperation zwischen Praxen und Berufsschule, habe sich bewährt und leiste einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft.

Als Kammerbeste wurden Lisa Fruth (Klinikum St. Marien), Sabrina Hoff­mann (Augenarzt Jean-Paul Op de Laak, Amberg) und Madlen Gradl (Dres. Martin Pöllath und Michael Scherer, Sulzbach-Rosenberg) geehrt. Schulbeste mit einem Notenschnitt von 1,0 wurden Katrin Löckert (St. Anna-Krankenhaus, Sulzbach-Rosenberg) und Anna Stache (Praxis J. Schlenker, Hirschau).

ausbildung, berufsschule, medizinische-fachangestellte, zeugnisübergabe
Das sind die Kammer- und Schulbesten der Medizinischen Fachan­ge­stell­ten mit (von links) Sabrina Hoffmann, Katrin Löckert, Lisa Fruth, Anna Stache und Madlen Gradl, dahinter (von links) Dr. Wolfgang Knarr, Stadtrat Hans-Jürgen Bumes (Vertreter der Stadt), Schulleiter Martin Wurdack und Prüfungsausschussvorsitzender Studiendirektor Karl Püttner. (Bild: gf)

Quelle des Artikels: www.onetz.de/amberg-in-der-oberpfalz

 

 

Feierliche Freisprechungs­feier der Innung der Friseure

Witzige Begebenheiten bei Freispre­chungs­feier der Innung: Landrat neidisch auf Cernys Frisur

Zu kurz? Zu lang? Friseurinnen müssen immer das richtige Augenmaß haben. Neun von ihnen erhielten am Montag bei der Freisprechungsfeier der Innung im Haus des Handwerks bei der Lehrabschlussfeier ihren Gesellenbrief. Innungsobermeisterin Claudia Rubenbauer sagte, dass sich drei Jahre Zielstrebigkeit und Leistungsbereitschaft nun auszahlen. Den jungen Frauen riet sie, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu nutzen.

Oberbürgermeister Michael Cerny sagte, dass Friseurin durchaus ein Traumberuf sei, aber auch ein Job mit Verantwortung, denn beim "so wie immer" sollte man schon sicher sein, welcher Kunde gerade auf dem Stuhl sitzt. Landrat Richard Reisinger beneidete den OB um seinen korrekten Haarschnitt. Denn er sei längst überfällig, da seine Haus- und Hof-Fri­seurin derzeit im Krankenstand sei. Und fremdgehen wolle er nicht.

Friseure sind für den Landrat wahre Ästheten, aber auch ein Stück weit Seelsorger und Psychologen, die immer abwägen müssen, ob der Kunde zum Reden aufgelegt ist oder den Haarschnitt schweigend über sich ergehen lassen will. Der Leiter des Beruflichen Schulzentrums, Ober­studiendirektor Martin Wurdack, warf bei der Feier die Frage in den Raum, ob sich mit der Freisprechung etwas ändere. Sicher sei das Lernen für die Gesellenprüfung vorbei, aber so richtig auslernen werde in einem handwerklichen Beruf niemand.

"Ich schneide keine Haare, ich rette nur das nächste Date", diesen Werbespruch des deutschen Handwerks zitierte Kreishandwerksmeister Hans Weber und betonte, dass die jungen Friseurinnen verschiedene Schnitttechniken erlernt haben. Sie seien auch Typ-Beraterinnen. Wichtig sei, dass die Kundin beim Verlassen des Salons glücklich ist, weil sie sich schön fühlt.

Im Namen aller Prüflinge bedankte sich Verena Strobel bei Lehrbetrieben und Berufsschule und meinte, die Lehrzeit sei nicht immer leicht gewesen. Nach der Übergabe der Gesellenbriefe und der Ehrung der Prüfungs­besten wies Christl Flierl, die Vorsitzende des Prüfungsschusses, darauf hin, dass mit der abgeschlossenen Berufsausbildung das Fundament für den weiteren Berufs- und Lebensweg gelegt worden sei.

Prüfungsbeste sind Jennifer Moffitt (Sigi Renner Friseure Amberg) und Tessa Hollweck, die das Handwerk im Salon Gimpl bei Inhaberin Mariella Kellner gelernt hat.

Jetzt wissen sie, wer bei den Prüfungen am besten abgeschnitten hat (von links): Oberstudiendirektor Martin Wurdack, OB Michael Cerny, Ober­meisterin Claudia Rubenbauer, Prüfungsausschuss-Vorsitzende Christl Flierl, Jennifer Moffitt, Kreishandwerksmeister Hans Weber, Landrat Richard Reisinger, Fachlehrer Volker Meyer, Tessa Hollweck und stell­vertretende Obermeisterin Susanne Schaller. (Bild: gf)
 
Quelle des Artikels: www.onetz.de/amberg-in-der-oberpfalz
 
 
 

Feierliche Verabschiedung der Zahn­medi­zini­schen Fach­ange­stell­ten in Regens­burg

Viktoria! Viktoria! Der kleine weiße Zahn ist da!

(nach einem Gedicht von Matthias Claudius, 1740 – 1815)

Die Zahnmedizinischen Fachangestellten der Klasse GZH 12 des BSZAM erhielten am 28.07.2016 im Prüfeninger Schlossgarten zu Regensburg zusammen mit den Auszubildenden aus Cham, Neumarkt, Regensburg und Weiden ihre Abschlusszeugnisse und Urkunden. Der Zahnärztliche Be­zirks­verband Regensburg lud dabei zu Kaffee und Kuchen ein.

Herr Dr. Ingo Lang, 2. Vorsitzender des Zahnärztlichen Bezirksverbandes, begrüßte alle Anwesenden und stellte weitere Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung dar. Die vielfältigen Aufgaben einer ZFA, z. B. das Aufbe­reiten der Instrumente, das Röntgen, Assistenztätigkeiten beim Zahnarzt und vieles mehr sollen einen möglichst angenehmen Zahnarztbesuch begleiten.

Nach den Grußworten folgten mehrere humorvolle Gesangsstücke des Vokalquartetts ehem. Regensburger Domspatzen (in Gesangsform: Ve­ronika, Veronika, der Lenz ist da; in Gedichtform: Viktoria, Viktoria ...).

Anschließend wurden die Schulbesten der Berufsschulen geehrt.

Frau Christine Pemsel, Beauftragte der Arbeitnehmer im Prüfungsaus­schuss, angestellte ZMF und ZMV sowie unterrichtende Fachlehrerin am BSZAM, stellte die unterschiedlichen, auch oft schwierigen Aufgaben­be­reiche der ZFA vor und ermunterte gleichzeitig zu Erfolg durch Fort- und Weiterbildung. Ein stetiger reibungsloser Praxisablauf sei dabei immer das Ziel. 

Zwei ehemalige Schülerinnen der Berufsschule Regensburg Sarah Schiegl und Linda Lang berichteten kurz über ihre Ausbildungszeit und bedankten sich für die Ausbildungsbegleitung.

Herr Dr. Ingo Lang ehrte nun die Kammerbesten und Frau Dr. Elke Um­höfer-Weigert, Ausbildungsberaterin und Referentin für Praxismitar­bei­ter/Innen des ZBV Oberpfalz überreichte mit Unterstützung von Frau Weigert vom zahnärztlichen Bezirksverband die Zeugnisse.

Für das BSZAM
Schulbeste im Kammerabschluss ist Franziska Beer (90,66 Punkte): Praxis Dr. Eichenseer & Kollegen, Schmidmühlen; Berufsschulbeste sind Nina Pförtsch (Note 1,12): Praxis Dr. Krammer & Kollegen, Amberg; Franziska Beer (Note 1,5): Praxis Dr. Eichenseer & Kollegen; Evelyn Eichenseer (Note 1,57): Praxis Dr. Jan Lexmann
 
1. Reihe: von links Klassenleiterin, OStRin Elfriede Schwab, Evelyn Eichenseer, daneben Franziska Beer (mit Blumenstrauß, Schulbeste Kammerzeugnis), daneben Nina Pförtsch (Berufsschulbeste)
2. Reihe rechts außen Fachlehrerin, Zahnärztin Dr. Cosima Rücker
3. Reihe: rechts außen Fachlehrerin, Christine Pemsel

Elfriede Schwab