Technikwelten im Bayerischen Wald

Studienfahrt „Technik­welten im Baye­rischen Wald“ - Wasserkraftwerk Höllenstein und Arber-Bergbahnen

Die Abschlussklasse der Fachschule der Mechatronik- und Elektrotechnik unternahm vom Mittwoch den 26.10. bis Freitag den 28.10.2011 eine dreitägige Studienfahrt mit dem Thema „Technikwelten im Bayerischen Wald“. Die Ziele waren das Wasser­kraft­werk Höllenstein und die Arber-Bergbahnen. Auch eine Wanderung auf den Großen Arber unternahm man.

Bei der Besichtigung des Wasserkraftwerkes erklärte der Werksleiter den angehen­den Technikern, dass bereits 1895 eine Großkraftquelle am Schwarzen Regen geplant war, aber man erst 1923 mit dem Bau der Talsperre begonnen hatte und 1926 die Stromproduktion aufnahm. Hauptabnehmer des regenerativ erzeugten Stromes war die Stadt Straubing. Beim Rundgang durch das Wasserkraftwerk konnten die Studierenden die drei eingesetzten Drehstromsynchrongeneratoren (je 5250V, 1250 kVA) mit einer Gesamtkraftwerksleistung von 3400 kW und die dazu notwendigen Steuergeräte in Augenschein nehmen. Aufkommende Fragen beantwortete der Werksleiter kompetent und ausführlich.

Eine weitere technische Anlage, die von den Studierenden besichtigt wurden, waren die Arber-Bergbahnen (Sechser-Gondelbahn, Sechser-Sesselbahn). Der stellver-tretende Werksleiter erläuterte, dass die Sechser-Gon-delbahn die Besucher im Sommer in ca. vier Minuten zur Bergstation transportiert und im Winter noch zusätzlich zwei Sechser-Sesselbahnen die Skifahrer auf den Großen Arber befördern. Er führte weiter aus, dass ca. 100 Mitarbeiter beschäftigt sind, um den Skibetrieb zum Laufen zu bringen und aufrecht zu erhalten. Hauptbesichtigungspunkte waren die Pistenraupen, die Schneekanonen und die Antriebseinheit der Sesselbahnen. Hierbei wurde deutlich, wie energieintensiv das Betreiben eines Skigebietes ist. Bei der ca. zwei stündigen Führung bekamen die Studierenden einen Einblick über die Arbeiten und die Sicherheitseinrichtungen der Arber-Bergbahnen.

Die Wanderung auf den Großen Arber von der „Selbstversorger-Hütte“ aus, ermöglichte es den Studierenden ihre bei den Führungen gewonnenen Eindrücke auszutauschen und die technischen Ausführungen zu diskutieren.

B. Mikuta