Betriebsbesichtigung BHS tabletop

In zwei Tagen vom Pulver zum fertigen Teller

Im Rahmen der fachpraktischen Anleitung besuchte die Klasse FW11d gemeinsam mit den beiden Lehrkräften – Frau Heinritz und Frau Selch-Witt – die Firma Bauscher in Weiden.

Bauscher Weiden gehört, wie Schönwald und Tafelstern, zum Mutter­konzern BHS Tabletop AG. Bereits 1881 gründeten die Gebrüder Bauscher die heutige Porzellanmanufaktur in Weiden. Ziel war, Porzellan speziell für Pilgerstätten zu fertigen.

Heute werden am Standort Weiden ausschließlich Flachteile (Teller) und Obertassen gefertigt, am Standort Schönwald alle weiteren Hohlteile wie Kännchen und Schüsseln. Am Standort Selb befinden sich das Deko- und Logistikzentrum.

Bauscher Weiden produziert für den Hotel- und Gastronomiebereich, für Krankenhäuser und die Gemeinschaftsgastronomie. Sehr bekannte Kunden sind beispielsweise die Deutsche Fußballnationalmannschaft oder das weltbekannte Luxushotel Burj Al Arab.

Beim Betreten der Produktionshalle fielen uns als Erstes die vollauto­matischen, über WLan gesteuerten, Transportschlitten auf. Steht man im Weg, warten sie, bis man die Fahrbahn wieder frei gemacht hat. Täglich werden 70.000 Teller und 50.000 Tassen produziert; Bauscher Weiden ist dank seines vollauto­matisierten Lagerwesens innerhalb von 48 Stunden lieferbereit.

Herr Dietz, bis vor Kurzem Werksleiter, führte uns zunächst in die Produk­tionshalle. Hier zeigt er uns wie Maschinen die bereits fertig gemischte und angelieferte Porzellanmischung in die von Designern angefertigten Formen pressen; diese werden sogleich vollautomatisch in den 72 Meter langen Ofen geschoben. Während des 1. Brennvorgangs – der ca. 18 Stunden dauert – wird eine maximale Temperatur von 920°C erreicht.

Anschließend, nachdem alles abgekühlt ist, werden noch der Boden­stempel und die Glasur aufgebracht. Alle Teller und Tassen erhalten nun – beim zweiten Brennvorgang (1420°C) – den so genannten Glattbrand. Bevor das Geschirr jedoch verkauft wird, wird jeder einzelne gebrannte Gegenstand noch einmal von Hand qualitätsgeprüft und sortiert.

Zusammenfassend dauert somit die Fertigung eines Tellers vom Pulver bis zum fertigen, weißen Teller etwa 2 Tage.

FW11d

 

Betriebsbesichtigung Hueck Folien

Wie kommt der Joghurt zu seinem Deckel? High-Tech-Verpackungen bei Constantia-Flexibles in Pirk

In der vergangenen Woche hatten die beiden Klassen FW11a und FW11c die Möglichkeit, einen der modernsten Verpackungsherstellungsbetriebe Europas zu erkunden.

Das Unternehmen Constantia Hueck Folien in Weiden-Pirkmühle hatte die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Amberg mit ihren Lehr­kräften – Herrn Fischer und Frau Selch-Witt - eingeladen, den Produk­tions­prozess von flexiblen Verpackungen und Labels zu besichtigen.

Die technisch anspruchsvolle Herstellung von unscheinbar anmutenden Platinen begeisterte die Teilnehmer, zumal diese den meisten nur als Joghurtdeckel bekannt sind. Anhand von verschiedenen Produktions­mustern wurden Unterschiede und Anforderungsprofile der diversen Kunden aus der Lebensmittelbranche erläutert. Namhafte Firmen wie beispielsweise McDonalds, Philadelphia oder Danone lassen dort ihre Verpackungen bzw. Foliendeckel produzieren. Zum Zeitpunkt des Werkbesuches wurden bereits die Verpackungen für die Ostersaison 2017 vorbereitet, so z.B. für den Lindt-Hasen oder das Ferrero Kinder-Osterei - zum Leidwesen mancher fehlte der „Inhalt“. ;-)

Darüber hinaus produziert Hueck Folien unter besonderen Sicherheits­standards - in sterilen Hallen (Reinräumen) - die bedruckten Rückseiten der Tablettenblister oder Kontaktlinsenbehälter für die Pharmaindustrie.

Angesichts der hohen Qualitätszertifizierungsnormen in der Entwicklung, der Forschung und der Produktion müssen alle Besucher Sicherheits­schuhe, einen weißen Kittel sowie ein Haar- und/oder Bartnetz tragen.

Gerd Fischer

 

Besuch der OTH Amberg

Einmal real-life – Studienfeeling…

Monopole gelten gemeinhin nicht unbedingt als volkswirtschaftlich vorteil­haft, für Bachelorabsolventen des Studienganges Patentingenieurwesens in Amberg bietet sich indes eine Option für ein berufliches Alleinstellungs­merkmal.

Zur Erkundung dieser Möglichkeiten boten Prof. Dr. Koch und Prof. Dr. Tiefel den Schüler/innen der Klassen FW11A und FW11C mit ihren Lehrkräften Frau Selch-Witt und Herrn Fischer eine Exkursion an die OTH Amberg an.

Eindrucksvoll präsentierte Prof. Dr. Tiefel eine für den Laien ungeahnte Fülle an rechtlichen Randbedingungen rund um die Gewährung von Patenten, Marken- und Schutzrechten, Geschmacksmustern und Urheberrechten.

Prodekan Prof. Dr. Koch ging auf die Fragen der Schüler/innen zum Ablauf dieses OTH-Studiums ein. Neben den inhaltlichen Aspekten und der zeitlichen Struktur des Bachelorstudiums erläuterte eine Kommilitonin des 4.Semesters aus der Perspektive einer Studierenden – eine ehemalige FOS-Schülerin des Wirtschaftszweiges.

Hervorzuheben ist der intensive Theorie-Praxis-Bezug des Studiums, der durch die Lehrbeauftragten unterstützt und durch die Praktikumsbetriebe gefördert wird, die teilweise zusätzliche Stipendien zur finanziellen Unter­stützung der Studenten anbieten.

Die Schüler bzw. Schülerinnen der beiden Wirtschaftsklassen zeigten sich bei den anschließenden Führungen durch die Labore der OTH von den technischen Möglichkeiten beeindruckt und diskutierten lebhaft über die Ausgestaltung ihres optimalen Traumstudienganges. „Einmal real-life – Studienfeeling“ zu erleben, bringt mehr als Internet oder Beratung, so das ermutigende Resümee einer Schülerin. Wir wünschen viel Erfolg bei der individuellen career choice.

 Gerd Fischer

 

Vortrag Bundesbank

0% Zinsen, 100% Bundesbank und eine historische Entscheidung der EZB

Die zwei Vorträge der Deutschen Bundesbank an der Beruflichen Oberschule Amberg gruppierten sich terminlich günstig um die historische Entscheidung der Europäischen Zentralbank vom 10. März 2016, den Refinanzierungssatz für Banken auf 0,0 % zu senken.

Schulartübergreifend waren dazu die Schüler und Schülerinnen von insgesamt neun Klassen der FOS/BOS Amberg sowie die zukünftigen Bankkaufleute der Berufsschule mit ihrer Lehrkraft Frau C. Fröhlich eingeladen.

Als Referent konnte der stellvertretende Leiter der Bundesbankfiliale Nürnberg gewonnen werden. Herr Johann Rebl informierte die Oberstu­fen­schüler jeweils in einer 2-stündigen Präsentation mit anschließender Fragerunde zum Thema: Die Geldpolitik des Eurosystems.

Schwerpunkte des Vortrags waren die derzeit in allen Medien präsenten Fragestellungen, insbesondere die Positionen der Bundesbank innerhalb des Systems der Europäischen Zentralbanken (ESZB) sowie die zahlreiche Maßnahmen der EZB, über die Leitzinsen die Preisstabilität zu gewährleisten und trotzdem das Wirtschaftswachstum mit dem Ziel einer Inflationsrate von 2% anzuregen. Kritische Fragen der Zuhörer zu den Themen verdeckte Staatsfinanzierung, neue Börsenblase und Bargeldabschaffung wurden durch den Referenten inhaltlich ausge­leuchtet und die Position der Deutschen Zentralbank dazu klargestellt.

Die Diskussion mit dem Referenten ließ die Zeit schnell verstreichen. Tagesaktuelle Fragen der Schülerinnen und Schüler könnten aufgrund der Lehrplaninhalte im Fach Volkswirtschaftslehre im Unterricht noch genauer erörtert werden, versicherte Herr Fischer, der sich im Namen der Schülerschaft und der anwesenden Kolleginnen und Kollegen bei Herrn Rebl für sein Engagement und seinen tollen Vortrag bedankte.

Gerd Fischer