„Politik geht auch mich an!“ - Lernort Staatsregierung

Fahrt nach München

Am 08. März machten wir - die Klasse FT12a - uns bereits um 05.45 Uhr auf den Weg nach München, in das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. Im Rahmen des Programms "Lernort Staatsregierung" hatten wir in Begleitung von Herrn Hagn und Frau Heid die Möglichkeit, einen Einblick in die Politik Bayerns zu erhalten. Als wir nach einigen Stunden Schlaf - während der sehr frühen Busfahrt - das Ministerium mitten in München erreicht hatten, erwartete uns bereits Frau Beate Michl, die uns herzlich begrüßte und uns eine Brotzeit servierte.

Nachdem alle gesättigt waren, hielt Frau Bettina Horvat einen Vortrag über die Aufgaben und die Organisation des Staatsministeriums. Sie selbst arbeitet in der Abteilung A, im Referat A 5, welches sich mit der Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit auseinandersetzt.

Es gibt insgesamt sieben Abteilungen, die sich vom Haushalt des Ministeriums bis zur Generationspolitik beschäftigen. Jede Abteilung hat mehrere Referate, die sich genauer mit dem Thema der Abteilung befassen. An der Spitze des „Sozialministeriums“ steht Staatsministerin Emilia Müller aus dem Landkreis Schwandorf.  Staatssekretär Johannes Hintersberger ist ihr untergeordnet. Durch spielerisches Lernen brachte uns Frau Horvat das Organigramm des Ministeriums näher. So lernten wir in einem Ratespiel die Organisation der 447 Beschäftigten des Hauses kennen. Einige Schüler lasen dazu Zeitungsartikel vor und die restlichen Mitschüler mussten dann das dazu passende Referat finden.

Auf den informativen Vormittag folgte das Mittagessen in der hauseigenen Kantine, für welches das Ministerium die Kosten übernahm. Im Vortrag über Jugendmedienschutz klärte uns Herr Dr. Markus Reipen über die Arbeit der FSK auf. Ziel dieser ist es, Kinder und Jugendliche vor unangemessenen Filmen zu schützen. Hierzu wird in Wiesbaden mit Hilfe von mehreren Ausschlussverfahren die Altersfreigabe bestimmt. Seit 2004 gibt es die USK, die für Unterhaltungsmedien sowie Videospiele zuständig ist. Doch hier bestimmt der Herausgeber anhand eines selbstausgefüllten Fragebogens die Altersfreigabe. Anschließend wurden uns Filmausschnitte gezeigt, über deren richtige Altersfreigabe wir abstimmen und diskutieren konnten.

Ein Highlight der Exkursion war das Treffen mit dem Staatssekretär, Herrn Hintersberger, der extra einen Termin verschoben hat, um uns zu empfangen und einige Fragen zu beantworten.

Danach verließen wir das Bayrische Staatsministerium für Arbeit und Soziales und Frau Michl führte uns nach einem kurzen Spaziergang durch München in die Bayerische Staatskanzlei. Das eindrucksvoll restaurierte Kriegsmuseum ist jetzt der Arbeitsplatz des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Glücklicherweise wurde uns der Eintritt in den Ministerratssaal gestattet. So saßen wir an dem Tisch, welcher auch jeden Dienstag für die Kabinettssitzungen genutzt wird. Durch die Panoramaglaswand hat man einen wundervollen Ausblick über München. Zum Abschluss durften wir einen Blick in den Kuppelsaal werfen, in welchem wir einen architektonischen Stilbruch aus Tradition und Moderne bewundern durften.

Anschließend hatten wir noch eineinhalb Stunden Zeit, in denen wir selbstständig die Innenstadt Münchens besichtigen konnten. Der Tag war wirklich interessant und sehr gelungen! So klärte uns die Exkursion u.a. über die Exekutive in Bayern auf und brachte uns die Politik auf anschauliche Art und Weise näher.

Melissa Martin und Valentin Tuschl, FT 12a

 

Medienrecherche mit gesunder Skepsis

Vortrag über den Journalismus

Auf Einladung von Herrn Irl berichtete Gerhard Schiechel, Leiter des Studios des Bayerischen Rundfunks in Regensburg, an der FOS/BOS Amberg über den Journalismus im Allgemeinen, sein Berufsbild aber auch über die Verantwortung der Branche gegenüber der Gesellschaft.

Herr Schiechel, der selbst FH-Absolvent ist und nach seinem Studium einen Abschluss an der Journalistenschule in München machte, stellte zu Beginn das Modell einer Nachrichtenpyramide dar, mit welchem Journalisten ihre Meldungen konzipieren. Darüber hinaus betonte er die Wichtigkeit des Journalismus in seiner Rolle als vierte Gewalt. Diese stelle die Kommunikationsbrücke zwischen der Öffentlichkeit und der Politik her und dient somit als Plattform zur freien Meinungsäußerung.

Zwischendurch pflegte er in seine Darstellungen unterhaltsame Anekdoten aus dem eigenen Berufsalltag ein und erläuterte unterhaltsam, wo die Grenzen des investigativen Journalismus lägen, wie seriöse von unseriösen Quellen unterschieden werden könnten und wie wichtig die Neutralität eines Journalisten sei.

Er beantwortete zahlreiche Fragen der Zuhörer. Beispielsweise inwiefern sich der massive Einsatz der sozialen Medien - wie Facebook oder Youtube - auf die Branche auswirke. Hierzu erklärte er, dass im Gegensatz zu früher - wo es für ein Millionenpublikum üblich war, nur ein Hauptmedium (z.B. das Radio) zu nutzen - nun viel mehr Menschen die Möglichkeit hätten, ihre eigenen „Nachrichten“ über diese neuen Plattformen an ein ebenso großes Publikum zu richten.

Auf die Frage, wie er mit dem populären Generalverdacht der „Fake News“ umgehe, antwortete er, dass auf der einen Seite die Branche selbst Fehler gemacht hätte und sich beispielsweise in der Flüchtlingsdebatte unprofessionell verhalten hätte. Er wies aber auch auf den stellenweise enormen Druck der Autoren hin, einen Artikel abliefern zu müssen, was zu Ungenauigkeiten in der Berichterstattung geführt habe.

Ganz grundsätzlich gab er den Schülerinnen und Schülern den Rat, bei jeglicher Art von Nachrichten eine gesunde Skepsis an den Tag zu legen. Nach der Verabschiedung durch Herrn Irl konnte jeder, der mochte, noch ein Manuskript zum Pressekodex mitnehmen. An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an Herrn Schiechel für seinen sehr interessanten Vortrag!

Felix Blume, BTS 11

 

„Einfach menschlich“ – von Menschen und Süchten

Rennomierte Wanderausstellung zu Gast am BSZAM

Kaum ein Mensch, den das Thema Sucht nicht in irgendeiner Weise beschäftigt und betrifft: Als selbst Betroffener oder als sich Sorgender um Arbeitskollegen, Mitschüler, Freunde, Familie, Eltern.

Im März gastierte die suchtpräventive Wanderausstellung „Einfach menschlich“ erstmals am BSZAM. Sie macht erfahrbar, was Sucht eigentlich ist, wie jemand in eine Sucht geraten kann, aber auch wie Betroffenen begegnet und geholfen werden kann.

Diese etwas andere Wanderausstellung will für die Krankheit Sucht und ihre Mechanismen sensibilisieren. Sie ist eine Erfahrungsausstellung – nicht in erster Linie von Ärzten, Psychologen und Wissenschaftlern, sondern ist von Menschen für Menschen gemacht. Diese Menschen haben erlebt, wie es ist, süchtig zu sein und haben Wege gefunden, das Ausleben ihrer Sucht zu beenden.

Davon lebt „Einfach menschlich“: keine Belehrungen, kein pädagogischer Zeigefinger, sondern Erfahrungen, die berühren, zum Nachdenken anregen und die Gefühle und Erfahrungen der Besucherinnen und Besucher ansprechen.

Insgesamt über 400 Schülerinnen und Schüler des BSZAM – Berufsschule und FOS/BOS - hatten die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen. Nach einer kurzen Einführung durch Klaus Haschberger von der S.u.G (Suchtprävention und Genesung e.V.) aus Regensburg, wurden die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, sich an den verschiedenen Stationen intensiver mit dem Thema Sucht auseinander zu setzen.

Eine Station beschäftigt sich beispielsweise mit den verschiedensten Erscheinungsformen von Sucht: Medikamentensucht, Fernsehsucht, Alkoholismus, Esssucht, Sexsucht, Arbeitssucht etc. In den weiteren Stationen geht es dann etwa um die sog. Co-Abhängigkeit und die krankmachenden und typischen Verhaltensmuster von Angehörigen Süchtiger und deren viele, meist ja gut gemeinte Fehler. Besucher finden aber auch Möglichkeiten aus diesem Kreislauf auszusteigen.
Besonderen Eindruck machte auf viele Schüler die begehbare, immer enger werdende Suchtspirale, die den schleichenden Weg in die Abhängigkeit zeigt, bis hin zum Tiefpunkt und Entzug.
An einer anderen Station ließen Zitate und Erfahrungstexte von Süchtigen und Angehörigen die Ausstellungsbesucher deren Empfindungen und Verhaltensweisen nachempfinden. Darüber hinaus konnten die Schüler und Schülerinnen in Informationsmaterialien und Broschüren stöbern, Selbsttests ausfüllen und Flyer mitnehmen.

Im Anschluss an die Ausstellung hatten die Jugendlichen noch einmal die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Klaus Haschberger - Organisator und Referent vor Ort - erzählte von seiner persönlichen Betroffenheit hinsichtlich der Abhängigkeit. Gerade diese Offenheit und das hohe Maß an Authentizität des Referenten machten großen Eindruck auf die Zuhörerinnen und Zuhörer und wird den Klassen im Gedächtnis bleiben.

Melanie Fromm
Jugendsozialarbeit am BSZAM

 

„Super-Mario“ Draghi und die Geldpolitik der EZB in bewegten Zeiten

Vortrag über die Geldpolitik der EZB

Brexit, Negativzinsen, die Neuausrichtung der US-amerikanischen Wirtschaftspolitik und die Folgen der Nullzinspolitik sind polarisierende Themen, die seit etwa zwölf Monaten die finanzpolitischen Diskussionen maßgeblich bestimmen. Zur Interpretation der aktuellen Ereignisse und der beschriebenen Entwicklungen konnte der Leiter der Bundesbankfiliale Regensburg, Bundesbankdirektor Reinhold Pfaffel, als Referent gewonnen werden.

An jeweils zwei Veranstaltungsterminen informierte der Bundesbankdirektor die Schülerinnen und Schüler zum Thema „Die Geldpolitik der EZB in bewegten Zeiten“. Neben den acht Klassen der FOS/BOS nahmen auch die zukünftigen Steuerfachangestellten der Berufsschule mit ihren Lehrkräften, Herrn Prietzel und Herrn Hefner, teil.

Schwerpunkte des Vortrags waren die Anstrengungen der EZB, über die Leitzinsen die Inflationsrate in Richtung von nahe zwei Prozent anzustoßen, das Wirtschaftswachstum anzuregen sowie die Positionen der Bundesbank innerhalb des Systems der Europäischen Zentralbanken (ESZB). Darüber hinaus ging der Referent auf viele kritische Fragen der Zuhörer zu den Themen „Staatsanleihen-Ankaufprogramm“, „Immobilien- und Aktienkurshause“ und „quantitative easing“ ein, erläuterte und bewertet diese - immer auch aus dem Blickwinkel der Deutschen Bundesbank.

Ferner wies Reinhold Pfaffel auf die Möglichkeit hin, einen Studienabschluss bei der Hochschule der Deutschen Bundesbank zu erwerben. Dazu wird ein duales Studium des „Zentralbankwesens/central bankings“ angeboten, das in sechs Semestern zu einem Bachelor-Abschluss führt und monatlich bis zu 1.480 Euro durch die Bundesbank unterstützt wird.

Zum Ende der Veranstaltung versicherte der Organisator, OStR Gerd Fischer, die aktuellen finanz- und wirtschaftspolitischen Diskussionen später im Unterricht, in den Fächern Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftslehre zu vertiefen und bedankte sich im Namen der Schülerschaft sowie der anwesenden Kolleginnen und Kollegen bei Herrn Pfaffel für seinen sehr interessanten Vortrag.

Gerd Fischer

 

16 Stunden bei 1.420°C im Ofen!

Zu Besuch bei Bauscher Weiden

Am 14. Februar besichtigte die Klasse FW11a mit ihrem Praktikumsbetreuer, Herrn Kleylein, die Firma Bauscher in Weiden. Der Betrieb wurde 1881 von den Brüdern August und Conrad Bauscher gegründet und ist heute auf die Herstellung von Hotel- und Gastronomieporzellan spezialisiert, welches eines der qualitativ hochwertigsten und der gefragtesten Produkte auf dem Weltmarkt ist.

Die speziell angepassten Maschinen ermöglichen es dem Unternehmen, eine Vielzahl von verschiedenen Modellen aus Porzellan in kurzer Zeit und hoher Qualität herzustellen. Im Werk werden 800 verschiedene Teller und Tassen aus Porzellan produziert. Jedes Stück durchläuft denselben Weg bei der Herstellung: Zunächst wird ein Pulvergemisch, bestehend aus Kaolin, Quarz und Feldspat in eine Form (des jeweiligen Tellers oder Tasse) mit Kunststoffbeschichtung gegeben und von einer Maschine mit einem Druck von 280 Bar zusammengepresst. Der Hauptbestandteil des Pulvers, das Kaolin, wird nicht aus unserer Umgebung, sondern aus Tschechien, England und Spanien gekauft. Dieses Kaolin ist viel feiner bzw. sauberer und eignet sich daher besser zur Porzellanproduktion. Quarz und Feldspat werden hingegen direkt aus der Region gekauft.

Im nächsten Schritt werden die Kanten der gepressten Teller abgeschnitten und für acht bis zehn Stunden zwischengelagert um Risse in der gepressten Tellerform zu vermeiden. Anschließend gibt es zwei Porzellanbrände: Der erste Brand, auch der Glühbrand genannt, dauert ungefähr 18 bis 20 Stunden. Die Teller befinden sich hier in einem 74 bis 76 Meter langem Ofen bei einer Temperatur von circa 950°C. Nach dem ersten Brand wird das Porzellan mit einer Glasur überzogen um Risse leichter zu erkennen. Im zweiten Brand befinden sich die Teller 16 Stunden lang bei 1420°C im Ofen.

Im zweiten Fertigungsbereich werden Tassen hergestellt. Die Produktion der Tassen ist etwas anders als bei Tellern. Hier wird das Porzellangemisch in eine Gipsform gegossen. Diese Gipsformen können 100 bis 150 Mal benutzt werden.

Am Ende der Produktionskette werden nochmals alle Teller und Tassen durch Mitarbeiter auf Risse beziehungsweise Beschädigungen kontrolliert. Anschließend werden sie zum Transport vorbereitet um in Hof mit Mustern verziert zu werden. Das Unternehmen stellt von Montag bis Samstag rund 70.000 Teller her. Früher dauerte es noch ca. drei bis vier Wochen, um einen Teller herzustellen, was heute durch moderne Technik in zweieinhalb bis drei Tagen machbar ist. Bei den Tassen ergibt sich eine Tagesbilanz von 5.000 Tassen pro Tag.

Heute kann jeder Mitarbeiter bei Bauscher seine eigenen Ideen mit in das Unternehmen einbringen, die zu einer Verbesserung des Arbeitsalltags beitragen. Für jede gute Idee, die auch umsetzbar ist, bekommt der jeweilige Mitarbeiter einen finanziellen „Bonus“. Herzlichen Dank an Herrn Kleylein für diesen informativen Besuch!

Christoph Prechtl, FW11a

 

BMW, Mini, Rolls-Royce

Zu Besuch bei BMW in Regensburg

Am 16.02.2017 besuchten die Klassen FW11a und FW11c die Bayerischen Motoren Werke - BMW- in Regensburg bei laufender Produktion.

BMW ist ein weltweit operierender Automobil- und Motorradhersteller mit Hauptsitz in München. Die Produktionspalette der BMW AG umfasst auch Automarken wie Mini und Rolls-Royce. Das Werk in Regensburg wurde 1986 gegründet und hat eine Fläche von rund 1,4 Millionen Quadratmetern. BMW beschäftigt in Regensburg circa 9.000 Mitarbeiter, von denen rund 300 in der Ausbildung sind.

Im Werk Regensburg werden die BMW-Modelle BMW 1er, BMW 2er Gran Tourer, BMW 3er Limousine, BMW 4er Cabrio sowie der BMW X1 produziert. Ebenso werden die leistungsstärkeren M-Modelle, also der BMW M3 sowie der BMW M4 Cabrio ausschließlich im Werk Regensburg hergestellt. Alle Fahrzeuge sind für die Kunden individuell anpassbar. In Regensburg laufen pro Tag rund 1.400 der vorher genannten Fahrzeuge vom Band, was jährlich ungefähr 340.000 Fahrzeuge ausmacht.

Im BMW Werk in Regensburg gibt es vier verschiedene Produktionsabteilungen: Die erste ist das Presswerk. Hier gibt es vier Großpressen, die jeden Tag rund 1.000 Tonnen Aluminium verarbeiten. Aus diesem Aluminium werden Fahrzeug-Karosserieteile, wie zum Beispiel Seitenrahmen, Türen, Klappen sowie viele andere wichtige Komponenten gepresst und anschließend weiter verarbeitet.

Die zweite große Abteilung des Werks ist der Karosseriebau. Hier werden die im Presswerk gefertigten Einzelteile zu einer fertigen Karosserie zusammengefügt. Je nach Fahrzeugtyp sind hierfür ungefähr 550 Teile notwendig. Dieser Bereich ist nahezu vollständig automatisiert. Die Mitarbeiter kümmern sich nur um die Instandhaltung der Roboter, die bis zu 5.500 Schweißpunkte an einer Karosserie ausführen.

Die vorletzte Abteilung ist die Lackiererei. Hier erhält ein BMW Farbe, Schutz und Glanz. Bevor die Karosserie ihre eigentliche Lackschicht bekommt, wird sie in Reinigungs- und Entfettungsbädern vorgereinigt und erhält anschließend eine Phosphatschicht.

Abschließend kommt die größte Abteilung, die Montage. Hier wird die Arbeit von 4.000 Mitarbeitern erledigt. Diese benötigen für die endgültige Zusammenstellung der Autos rund 23.000 Einzelteile pro Wagen. In der Montage werden alle individuellen Kundenwünsche berücksichtigt und so ist jeder BMW ein Unikat.

Die Produktion bei BMW ist sehr modern und so erfolgt die Anlieferung der Teile „just in time“, was bedeutet, dass jedes Teil zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Ebenso greift BMW auf das „just in sequence“ Verfahren zurück. Das heißt, dass alle Teile genau in der gleichen Reihenfolge angeliefert werden, in der die Fahrzeuge am Band zusammengebaut werden. Dies ermöglicht BMW eine reibungslose Produktion und mindert die Ausgaben an Lagerkosten. 

Der Besuch bei BMW wird uns lange in Erinnerung bleiben. Herzlichen Dank an unsere beiden Begleiter, Herrn Kleylein und Herrn Fischer!   

Christoph Prechtl, FW11a

 

OTH Weiden und FOS/BOS Amberg

Campus-Luft: Tag der Schulen an der OTH Amberg-Weiden

Die OTH (Ostbayerische Technische Hochschule) Amberg-Weiden ist eine staatliche Fachhochschule, die 1994 gegründet wurde. Die Fachhochschule hat jeweils einen Standort in Amberg und in Weiden. Präsidentin der OTH Amberg-Weiden ist Prof. Dr. Andrea Klug. An der OTH in Weiden zählen Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen sowie Handels- und Dienstleistungsmanagement zu den gefragtesten Studiengängen, in Amberg hingegen Maschinenbau sowie Medienproduktion und -technik.

An der OTH Amberg-Weiden studieren rund 3.500 Studenten, die von 84 Professoren und Professorinnen unterrichtet werden. Es gibt 14 Bachelor- und 10 Master-Studiengänge. Des Weiteren bietet die OTH Amberg-Weiden das duale Studium an (OTH Professional), das Beruf und Studium miteinander verbindet.

Die OTH Amberg-Weiden steht in Rankings auf den vordersten Plätzen. Beispielsweise haben mehrere Professoren den Preis für herausragende Lehre an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften erhalten. Außerdem gehört die OTH Weiden seit 2008 im CHE-Ranking zu den Spitzengruppen in den Bereichen Betriebswirtschaft sowie Handels- und Dienstleistungsmanagement. Das gilt auch für die Elektro- und Informationstechnik, den Maschinenbau und die Umwelttechnik.

Am Tag der Schulen hatten wir die Möglichkeit, uns über die einzelnen Studiengänge zu informieren und mit den Professorinnen bzw. Professoren zu sprechen. Außerdem konnten wir uns den Campus und die Vorlesungssäle näher anschauen.

Ein Studium an der Fakultät Betriebswirtschaft dauert sieben Semester. Pro Semester hat der Student sechs Prüfungen abzulegen. Nach dem Studium kann man den Bachelor in Betriebswirtschaft, Handels- und Dienstleistungsmanagement sowie im Wirtschaftsingenieurwesen machen. Nach dem Bachelor folgt der Master in Human Resource Management, Marketing Management, Wirtschaft und Recht.

Laut Prof. Krämer ist an der Fachhochschule der Kontakt zwischen dem Lehrpersonal und den Studenten enger als an der Universität. So sitzen in einem Vorlesungssaal an einer Uni in Betriebswirtschaft beispielsweise 300 oder mehr Studenten. Dabei könnte man laut Prof. Krämer „untergehen“ bzw. nicht wahrgenommen werden. Dies geschieht nicht an einer Fachhochschule, da meistens maximal 100 Studenten an einer Vorlesung teilnehmen und dadurch jeder, der Fragen hat, auch zu Wort kommen kann.

Des Weiteren ist der Praxisbezug einer Fachhochschule höher als an einer Universität. An einer Universität lernen die Studenten meistens nur die Theorie im Bereich Betriebswirtschaft. Anders ist es an Fachhochschulen, wo die Studenten Praktika in einem Unternehmen absolvieren müssen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die begleitenden Lehrkräfte, die es uns ermöglichten, einen Blick hinter die Kulissen einer Fachhochschule zu werfen und Campus-Luft zu schnuppern!

Marina Norkin, FW11a

 

OTH Amberg und FOS/BOS Amberg

Besuch der OTH Amberg - Praxis der Thermodynamik

Im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung mit dem Lehrstuhl für Verbrennungsmotoren an der OTH-Amberg erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klasse BT12b der FOS/BOS Amberg einen ersten Eindruck in die Praxis der Thermodynamik.

Anhand mehrerer Versuche konnten die Schülerinnen und Schüler selbst erleben, was sie bei einem technischen Studium an der OTH erwartet, denn die von ihnen durchgeführten Versuche absolvieren auch – natürlich in einer etwas komplexerer Form - die OTH-Studenten im Grundstudium.

So wurden zum Beispiel Wärmekapazitäten ermittelt und mit Literaturwerten verglichen. Zudem erfassten die Schülerinnen und Schüler die Daten einer Wärmepumpe und erstellten daraus ein Diagramm. Auch ein Versuchsaufbau mit einem Stirling-Motor wurde genauer betrachtet, wobei der Wirkungsgrad des Motors ermittelt wurde.

Die Praxistests wurden von Herr Professor Marco Taschek und seinen Mitarbeitern - darunter auch Studierende – geleitet. Durch die gemeinsame Durchführung der Tests wurden viele praktische Anwendungsmöglichkeiten der Thermodynamik vermittelt, wobei auch Zeit für allgemeine Fragen zum Studium an der OTH blieb. Im Anschluss an die Versuche stand Herr Stiegler für Fragen zum Studium an der OTH, aber auch zum Studium an einer Fachhochschule ganz allgemein zur Verfügung.

Nach der Gesprächsrunde wurden alle Beteiligten zu einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa eingeladen. So konnten alle gut gestärkt zum letzten Programmpunkt übergehen. Herr Professor Taschek führte die Besuchertruppe durch die Versuchslabore mit mehreren Verbrennungsmotoren.

Ein wirklich gelungener und sehr abwechslungsreicher Kooperationstag an der OTH-Amberg, der hoffentlich im nächsten Schuljahr wiederholt wird.

Simone Schäfer

"Nichts ist so, wie es scheint!"

Besuch des "Turms der Sinne" in Nürnberg

Im Rahmen unserer fachpraktischen Ausbildung in der 11. Klasse besuchten wir den „Turm der Sinne“ in Nürnberg. Dort nahmen wir an einer „Gedächtnisführung“ teil.

Das Programm beinhaltete hauptsächlich Erfahrungen mit Sinnestäuschungen und vieles Mehr zum Thema "Gedächtnis". Als wir ankamen wurden wir als Erstes in zwei gleich große Gruppen aufgeteilt. Danach betraten wir den ersten Raum des Turms. Das Besondere an ihm war, dass er einfach komplett schief war. Sowohl der Boden, als auch die Decke und die aufgemalten Fenster an den Wänden wichen von der Vorstellung eines gewöhnlichen Raumes ab. Die eine Seite des Zimmers war einfach viel höher, als die andere. Das Verblüffende daran war, dass dieser schiefe Raum durch eine Kamera betrachtet komplett gerade aussah. Die Kamera war nicht manipuliert, sondern wohl eher unser Gehirn. Der Tour-Führer erklärte uns, dass wir den Raum durch die Kamera betrachtet "normal" wahrnehmen würden, da unser Gehirn sich automatisch an bisher gemachte Erfahrungen mit "geraden Böden" orientiere. Außerdem erzählte er uns, dass solche Räume für einen gewissen Effekt in vielen Filmen, wie beispielsweise "Harry Potter" benutzt werden. Mittels einer Schräge im Raum kann man Menschen nämlich viel größer beziehungsweise kleiner wirken lassen, als sie in Wirklichkeit sind. Die acht zu Beginn genannten Begriffe wusste mittlerweile keiner mehr vollständig, als wir danach gefragt wurden.

Daraufhin führte eine schmale Treppe nach oben und wir gelangten zum nächsten Bereich. In dieser Etage ging es um den Geruchssinn. Jeder von uns bekam ein Stück Traubenzucker. Wir wurden gebeten, diesen zu essen. Allerdings sollten wir währenddessen unsere Nase zuhalten. Wir stellten fest, dass wir kaum einen Geschmack wahrnehmen konnten, erst als wir wieder durch die Nase atmen konnten, kam die Süße des Traubenzuckers zur Geltung. Der Geruchssinn spielt beim Schmecken also eine entscheidende Rolle. Dann erklärte er uns, dass der Geruchssinn der einzige unserer Sinne sei, der direkt mit dem Gedächtnis gekoppelt ist. So können bestimmte Gerüche bei uns unweigerlich gewisse Erinnerungen und auch Gefühle auslösen. Beispielsweise denken viele Leute beim Geruch von Zimt sofort an Weihnachten oder ekeln sich nach einer schlechten Erfahrung vor dem Geruch einer speziellen Alkoholsorte. Anschließend wies er auf einige Döschen hinter sich hin, die alle verschiedene Düfte beinhalteten. Unsere Aufgabe war es nun, diese zu erkennen.

In den nächsten Stockwerken kamen viele weitere Sinnestäuschungen auf uns zu. Des Weiteren erlernten wir eine Technik zur Verbesserung des Kurzzeitgedächt-nisses. Mit dieser Methode kann man sich viel mehr Dinge, beispielsweise die Zutaten einer Einkaufsliste, merken. Dafür sollten wir uns einen Raum vorstellen, den wir gut kennen. Dann zählte er acht verschiedene Begriffe auf und bat uns diese in unserer Vorstellung nach der Reihe im Uhrzeigersinn in diesem Raum abzulegen. Durch die bildliche Verknüpfung der Begriffe mit den Orten war es tatsächlich leichter, sich diese zu merken.

Alles in allem war der Ausflug eine interessante Erfahrung und gut für unsere Klassengemeinschaft.

Alisa Hodzic, FS11c

 

Besuch der KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg

Für mehr als 100.000 Menschen die Hölle auf Erden

Als wir in Flossenbürg aus unseren Bussen ausstiegen, ließ sich nur ansatzweise erahnen, welch beispiellose Verbrechen hier einst an unschuldigen Menschen verübt wurden.

Von den damals unzähligen Häftlingsbaracken und SS-Unterkünften stehen heute nur noch die Häftlingsküche, die Wäscherei, die Kommandantur, sowie das SS-Casino, welches unsere erste Station war. Dort zeigte eine Schultheatergruppe aus Düsseldorf - "Die Gruppe aus 6" - mit ihrem Stück "Der Schlaf des Vergessens gebiert Ungeheuer", dass man gerade in der heutigen Zeit die schrecklichen Ereignisse von damals nicht vergessen darf.

Nach der Aufführung ging es vom Casino-Gebäude direkt zur ehemaligen Kommandantur, wo die eigentliche Führung durch das Gelände begann. War das kleine Dorf bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten für seine zahlreichen Steinbrüche und die mittelalterlichen Burgruine bekannt, diente es während der NS-Zeit nur noch der Profitgier der Nationalsozialisten. So verfolgten diese mit der Entstehung des Konzentrationslagers und der eigens dafür gegründeten "Deutschen Erd- und Steinwerke" neben der "Vernichtung durch Arbeit“ auch wirtschaftliche Ziele.

Während wir durch das mit Schnee überhäufte Gelände marschierten, wurde uns der Tagesablauf eines Häftlings näher gebracht. So begann der Tag bereits um 4:00 Uhr am Morgen, gefolgt vom Zählappell eine Stunde später. Danach arbeiteten die Inhaftierten 12 Stunden am Steinbruch. Unterbrochen wurde die Schicht durch eine einstündige Pause für das spärliche Mittagessen. Daraufhin mussten die Häftlinge wieder zum Zählappell antreten, was für gewöhnlich ca. eine Stunde dauerte. Sollte jedoch ein Häftling aufgrund eines Fluchtversuches nicht anwesend sein, konnte sich dieser Appell auch mal bis zu mehrere Stunden oder gar Tage hinziehen. So mussten in diesem speziellen Fall alle anderen Häftlinge bis zur Gefangennahme des Flüchtlings draußen in der Kälte stehen.

Wir betraten nach dem Gang durch das große Gelände, welches von Hügelketten mit zahlreichen verschneiten Bäumen umringt ist, die damalige Wäscherei. Das Gebäude wurde zum Museum umfunktioniert, welches die Chronik des Konzentrationslagers sowie die zahlreichen Schicksale der Insassen aufzeigt. Anfangs waren nur politisch Verfolgte zur Zwangsarbeit inhaftiert, mit der Zeit kamen Menschen aus den Ostblockstaaten (hauptsächlich Polen) sowie Franzosen und Italiener, aber auch andere Europäer hinzu. Das Konzentrationslager wurde von 1938 bis zur Befreiung durch die US-Soldaten 1945 für mehr als 100.000 Gefangene die Hölle auf Erden.

Zum Schluss führte man uns durch den Ehrenfriedhof Richtung Kapelle. 146 KZ-Häftlinge liegen dort begraben, was dementsprechend auch eine Rücksichtnahme auf die Totenruhe erfordert. Der Rundgang endete dort und hinterließ bei uns Schülern einen nachhaltigen Eindruck. Spätestens hier wurde klar, dass es wichtig ist, auch heute noch in den Köpfen der jungen Menschen ein Bewusstsein für diese schrecklichen Taten zu schaffen.

Stephan Geiselberger, BW13

ueTheater Regensburg: "Hier stinkt`s!"

Besuch des "ueTheaters Regensburg"

„Hier stinkt´s!“ - so heißt das mobile Theaterstück des „ueTheaters Regensburg“ zum Thema „Mobbing“, welches die vier 11. Sozialklassen der FOS/BOS Amberg im Jugendzentrum Klärwerk Amberg besuchten.

Zum Inhalt: Der Jugendliche Marko wird in seiner Klasse gemobbt - und das schon seit einiger Zeit. Anführerin der Mobbinggruppe ist die Mitschülerin Tine, die die Klasse immer wieder gegen Marko aufbringt und keine Gelegenheit auslässt, ihn vor den anderen dumm dastehen zu lassen. Marko hat deswegen Selbstmordgedanken und versucht diese auch wahr werden zu lassen, hat aber schlussendlich nicht den Mut dazu bzw. möchte nicht zulassen, dass er wegen Tine und den anderen sich selbst umbringen muss. Niemand scheint ihm helfen zu können, seine Peiniger abzuwiegeln. Weder sein Lehrer, welcher Angst vor der Klasse hat noch der Direktor, der bei einem Gespräch mit Marko`s Mutter so tut, als würde es an seiner Schule so etwas wie „Mobbing“ nicht geben. Er verschließt die Augen vor den Tatsachen. Auch Marko`s eigene Versuche, sich den Schikanen seiner Mitschüler - vor allem  denen von Tine -  zu entziehen, scheitern. Er bleibt weiterhin das Klassenopfer. Als letzten Ausweg sieht seine Mutter den Wechsel auf eine andere Schule nach dem Ende des gerade laufenden Schuljahres. Zwischenzeitlich erfährt man, dass auch Tine eine Opferrolle innehat und ebenso wie Marko mit Selbstmordgedanken spielt. Am Ende des Schuljahres, bei der Abschlussfahrt in ein Schloss, versucht Tine sich von einem Turm in den Tod zu stürzen, wird jedoch von Marko in letzter Sekunde aufgehalten. Das Stück endet versöhnlich, jedoch wird deutlich dargestellt, welche psychischen Schäden  jahrelanges Mobbing verursachen kann.

Das Theaterstück, welches mit nur zwei Personen besetzt ist und als Requisiten lediglich zwei Stühle benötigt, zeigt, was Mobbing wirklich ist und wie schwierig es ist, Hilfe zu bekommen bzw. seiner Opferrolle zu entfliehen. Mobbing geht alle etwas an und sollte nicht leichtfertig abgetan werden, da es für viele Mobbingopfer dann schon zu spät ist. Am Ende der Vorstellung durften die Schülerinnen und Schüler an die beiden Darsteller noch Fragen stellen, das Angebot wurde von diesen auch gut angenommen.

Weitere Informationen zum Stück und über das „ueTheater Regensburg“ gibt es auf www.uetheater.de.

Michael Ebner, FS 11d

 

"Die Quelle alles Guten liegt im Spiel!" (Friedrich Fröbel)

Besuch des Spielzeugmuseums und des Turms der Sinne in Nürnberg

Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung machten sich vor kurzem die beiden Klassen FS11a und FS11c auf den Weg nach Nürnberg - ins Spielzeugmuseum und zum Turm der Sinne.

Im Spielzeugmuseum erfuhren wir, mit welchen Spielzeugen die Kinder früher spielten, bevor die Technik den Spielwarenmarkt eroberte. So zeigt die Ausstellung die Entwicklung der Puppen vom Mittelalter bis heute, zu den allseits bekannten Playmobilfiguren. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass viele Spielzeuge, die früher schon im Trend waren, sich auch heute noch durchsetzen. Allerdings mit der Ausnahme, dass man - im Gegensatz zu früher - heute nicht mehr in der Gender-Frage unterscheidet. Nachdem wir alle drei Stockwerke voller Spielzeuge begutachtet hatten, bekamen wir knapp zwei Stunden Freizeit, die wir dann in der Nürnberger City verbrachten.
 
Anschließend ging es zum Turm der Sinne, der nicht weit von der Stadtmitte entfernt liegt. Auch wenn jede der rund fünf Etagen gerade mal so groß wie ein handelsübliches Wohnzimmer ist, bieten sie alle eine Menge zum Erleben und Staunen.

An verschiedenen Experimentierstationen hat man die Möglichkeit, seine Sinne und die eigene Wahrnehmung herauszufordern. Jede Station hilft, bestimmte Wahrnehmungs- und Sinnestäuschungen besser zu verstehen.

Aylin Güvendik, FS11a

Vortrag des EU-Abgeordneten I. Ertug

Politik zum Anfassen: Der EU-Abgeordnete berichtet vom Arbeitsleben eines EU-Politikers

Wie ist der Tagesablauf eines Europa-Abgeordneten? Wie wirkt sich europäische Politik auf Bayern und die Oberpfalz aus? Und „wie viel Trump“ verträgt Deutschland?

Im Zuge seines jährlichen Besuchs stellte sich Ismail Ertug, als Mitglied des Europäischen Parlaments und Abgeordneter für die Oberpfalz und Niederbayern, den vielseitigen Fragen der Schülerinnen und Schüler des BSZAM.

Herr Ertug, der tags zuvor noch im Europäischen Parlament in Brüssel arbeitete, berichtete darüber, wie Politik zwischen den 28 Mitgliedsstaaten und den europäischen Interessen funktioniert und welche Aufgaben die europäischen Gremien, wie der Rat, die Kommission und das Parlament haben. Zudem ließ er die Schülerinnen und Schüler hinter die Kulissen schauen und gab ihnen einen Einblick in seine Tätigkeit als Politiker.

In den Augen der Schülerinnen und Schüler echt beneidenswert, beginnt Herr Ertug seine Woche mit einer „idyllischen“ Fahrt nach München, um dann den Flieger nach Brüssel oder Straßburg zu nehmen, wo er sich in der Regel bis Donnerstag aufhält, um pünktlich am Freitag zurückzukehren und in sein Wochenende zu starten. In den zwischenzeitlichen Ausschuss- und Fraktionssitzungen bespricht er sich mit seinen Amtskollegen und zum Mittagessen geht er meist in ein Lokal.

In der Realität gestaltet es sich leider etwas anders. So unterliegt seine wöchentliche Reise über München nach Brüssel einem sehr straffen Zeitplan. Kaum angekommen, werden in diversen Fachsitzungen oft bis in die Abendstunden hinein Arbeitspapiere vor­bereitet und mit den Vertretern der Europäi­schen Länder Kompromisslösungen verhandelt. Selbst das „ausgiebige Mittag­essen“ entpuppt sich meist nur als ein Imbiss mit Ar­beitsgesprächen. Doch spätestens mit dem Hinweis auf seine regionalen Verpflichtungen am Freitag und am Wochenende - mit Vorträgen an Universitäten und dem Besuch diverser politischer Veranstaltungen von Tirschenreuth bis nach Passau - war es bei den Schülerinnen und Schülern mit der Vorstellung des Traumberufs „Europa-Abgeordneter“ vorbei.

Ein Grund mehr für Ismail Ertug, seine Zuhörerschaft von der Wichtigkeit und der Mitgestaltungsmöglichkeit in der Europäischen Union zu überzeugen. Neben Themen wie dem Ent­gegenwirken von rechtspoli­tischen Bewegungen, einem wertschätzenden Umgang mit schwierigen Verhand­lungspartnern wie den USA, der Türkei oder auch Russland sowie die Fort­führung der Beziehung­en zu Großbritannien - trotz ihres geplanten Austritts aus der Europäischen Union - stand Herr Ertug den Schülerinnen und Schülern bezüglich ihrer kritischen Fragen zur Wahl des Bundeskanzlers Rede und Antwort.

Niels John

Besuch der OTH Regensburg

Einblick in die Welt des Studiums - Einblick in die Welt des Maschinenbaus

Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung besuchten wir, die Klasse FT11d, die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Regensburg.

Nach einer einstündigen Zugfahrt und einem kurzem Fußmarsch kam die Gruppe an der OTH an. Zu Beginn wurden wir von Frau S. Schwarz, einer Studienberaterin, begrüßt. Anschließend entführten uns Herr Professor Dr. Björn Lorenz und sein ehemaliger Student, Dominik Groer, welcher ebenfalls an der FOS Amberg im technischen Zweig war, zu einem Koordinationsspiel. Hier mussten wir unsere Geschicklichkeit und Teamfähigkeit als Klasse unter Beweis stellen.

Danach wurden wir in das Produktions- und Automatisierungslabor gebracht, wo wir einen ausführlichen Einblick in die Ablaufoptimierung einer Produktion erhielten. Der Referent ging noch genauer auf den Studiengang ein und zeigte uns u.a. einen 3D-Drucker. Darüber hinaus erzählte Herr Groer von seiner bisherigen schulischen Laufbahn und Berufskarriere.

Nach sehr interessanten 60 Minuten wurden wir in das Robotiklabor geführt, wo uns die Laboringenieure empfingen. In der anschließenden Führung brachten sie uns die verschiedenen Teilbereiche des Robotiklabors näher und berichteten von ihrer aktuellen Forschungsarbeit. So programmieren sie ihren eigenen Roboter für die Zusammenarbeit mit dem Menschen.

Abschließend wurden wir von Frau Schwarz in einem großen Hörsaal über die aktuellen Studiengänge der OTH Regensburg informiert.

Insgesamt ein spannender Tag, der uns darauf aufmerksam machte, etwas über unsere Zukunft nachzudenken!

A. Lösl, J. Ott, L. Opl, M. Rupp, FT11d

 

Besuch der Polizei Amberg

Die Ausbildung zum Polizisten - mit Sicherheit anders!

Ende Januar machten wir uns auf zur Amberger Polizeistation. Nachdem uns ein Polizist empfangen hatte, führte er uns in einen Seminarraum, in dem er uns mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation alle möglichen Ausbildungswege bei der bayerischen Polizei aufzeigte.

Daraufhin ging er auf die sportlichen Prüfungen ein. Diese fließen zwar nicht in die Endnote mit ein, müssen aber dennoch bestanden werden um in der Ausbildung weiter voran zu kommen. Es wurde auch noch auf die Abschlussprüfung eingegangen. Hier zählen nicht nur die schriftlichen Prüfungen, sondern auch die Praktikumsbewertungen. Zudem hat man in diesem Beruf viele Möglichkeiten, sich weiterzubilden und finanziell aufzusteigen.

Polizisten haben einen menschennahen Beruf. Dies machten die Beispiele aus dem Arbeitsalltag unseres Referenten deutlich. Obwohl dieser Beruf aus unserer Sicht viele positive Aspekte mit sich bringt, hat er auch seine Schattenseiten. Hierzu zählen das Überbringen von Todesnachrichten, die unregelmäßigen Arbeitszeiten, die Gefahr für Leib und Leben sowie das steigende Gewaltpotenzial gegenüber Polizeibeamten. Unser Fazit: Der Beruf des Polizisten hat viele Seiten und er ist es definitiv wert, als ein möglicher Lebensweg beschritten zu werden; auch wenn der Weg dorthin kein einfacher ist.

Zum Abschluss der wirklich interessanten Veranstaltung schossen wir noch vor einem Streifenwagen ein Gruppenfoto und wurden dann vom Polizeibeamten frei gelassen.

S. Sarinuman, J. Wiedemann und L. Radolf, FT11d

 

Englisch-Unterricht via Skype

"California Calling"

To improve your language skills, there is no better way than having a real conversation with a native speaker. This is exactly what we did in class FW12a one dark and dreary November morning. Our guest from sunny California arrived in our classroom via Skype. From a distance of about 10.000 km, Mr. Scott Apostolou delivered an English lesson which we’ll all certainly remember for a long time to come. To introduce himself, he first told us a few things about him as a person and his background. One surprising fact was that as a young student he had nearly died during a German lesson  - the reason being that his German teacher believed he was only faking symptoms of appendicitis. He went on to answer our questions which we’d sent in advance by e-mail. Unsurprisingly, one of the main topics was the American presidential campaign and the election result, but he also gave us an insight into life in Silicon Valley. From a Bavarian point of view, that seems to be an expensive but extraordinarily interesting place to live. We were delighted to learn he had taken acting classes with James Franco’s mother, and his daughter had once played with Steve Jobs’s daughter in her backyard.  Mr. A. - as he likes to be called (to spare people the challenge of pronouncing his last name) – was kind and funny and answered all of our questions with great patience. We were thrilled to discover that we could understand him without any problems, and we particularly appreciated the fact that he took the time to speak with us and that he had stayed up late despite the time difference. Before we knew it our time was over and we thanked Mr. A. with a huge round of applause for an English lesson none of us will forget in a hurry.

FW12a

 

Vortrag Nahtoderfahrungen

Bericht aus „erster Hand“

Die Religionsklassen der 12. Jahrgangsstufe an der FOS/BOS Amberg hatten am 18.01.2017 die besondere Gelegenheit, einen persönlichen Erfahrungsbericht und viel Hintergrundwissen zum Thema „Nahtoderfahrungen“ zu erhalten.

Herr Dieter Becker hatte sich auf Anfrage von Herrn Andreas Fischer bereit erklärt, sein eigenes Erlebnis einer NTE in einem Vortrag an die Schüler weiterzugeben. Dabei hat sich insbesondere gezeigt, wie gravierend und nachhaltig eine solche Er­fahrung das Leben und die Einstellung des Betroffenen verändert.

Untermauert durch eine Vielzahl an wissenschaftlichen Erkenntnissen und Studien konnte der Referent den Schülern diesen Lehrplaninhalt auf besondere Weise nä­her­bringen und zeigen, dass Nahtoderfahrungen keineswegs als „Phantasiegeschichten“ abgetan werden können.

Im Anschluss an den Vortrag wurde im Unterricht dann die Frage nach der Aus­sa­ge­kraft der NTE in Bezug auf den Glauben an ein Leben nach dem Tod reflektiert und geklärt.

Andreas Fischer

 

Ausstellung Religion

„Gott liebt die Fremden“

Flüchtlinge haben oft Dramatisches erlebt. Ihre Gastgeber hingegen stehen vor ge­sell­schaftlichen Umwälzungen. In diesem Spannungsfeld zeigt die Fachschaft Religion eine sehenswerte Ausstellung in der Aula des BSZAM.

Die Aufnahme von Flüchtlingen ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforde­run­gen für uns, die Heimat haben und in Sicherheit leben dürfen. Die Flüchtlinge selbst erlebten eine dramatische Grenzsituation, für sie stand ihr Leben auf dem Spiel, sie brauchen jetzt Begleitung.

Auch die Bibel weiß um die Schicksale von Menschen auf der Flucht. Sie erzählt da­von, dass Gott den Flüchtlingen in besonderer Weise nahe ist. Sowohl in der Ge­schich­te Israels als auch in den Anfängen der christlichen Gemeinden waren Men­schen gezwungen, ihre Heimat wegen politischer, ethnischer und religiöser Verhält­nisse zu verlassen.

Die Ausstellung "Gott liebt die Fremden" erinnert auf zwölf Tafeln an prominente bib­lische Fremde: von Abraham und Sara bis hin zu Maria, Josef und Jesus als Flücht­lingsfamilie. Sie stellt die biblischen Schutzgebote für Ausländer zusammen und schlägt die Brücke zu konkreten Handlungsorientierungen heute. Gastfreundschaft bringt Segen: Das gilt für den barmherzigen Samariter genauso wie für die Menschen heute in der Begegnung mit Asylsuchenden.

Fachbetreuer Georg Hirmer lobte die Flüchtlingsarbeit, die am BSZAM geleistet wird und hofft, dass auch die Ausstellung "Gott liebt die Fremden" zur Bewältigung der Flüchtlingskrise beitragen kann: "Die Ausstellung widmet sich natürlich in erster Linie der biblischen Botschaft, Identifikationsfiguren und Schutzgeboten. Aber sie bietet auch den Brückenschlag in unsere heutige politische Situation."

Für den Schulleiter Martin Wurdack ist es eine Freude, dass die KEB-Ausstellung in den Räumen des BSZAM stattfinden kann. Er selbst habe aufgrund der hohen Aktualität der Flüchtlingsdebatte sofort seine Bereitschaft erklärt, als Gastgeber für die Wanderausstellung zur Verfügung zu stehen: "Ich bin mir sicher, dass sich viele Menschen gerne Zeit nehmen, um das, was hier ausgestellt ist, auf sich wirken zu lassen."

Georg Hirmer

Besuch des DB Museums in Nürnberg

DB Museum - die ganze Welt der Eisenbahn

Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung besuchte die Klasse FT11d das Deut­sche Bahn Museum und das Museum für Kommunikation in Nürnberg.

Nach einer einstündigen Zugfahrt und einem kurzem Fußmarsch kam die Gruppe im ältesten Eisenbahnmuseum der Welt an. Zunächst betraten wir die Ausstellung im Erdgeschoss, in der die Gründung der Eisenbahn, die Länderbahnzeit und die Rolle der Bahn im Nationalsozialismus behandelt wurden. Besonders begeistert haben uns die Originalzüge.

Daraufhin gingen wir in den ersten Stock, um den Wiederaufbau der Bahn nach dem zweiten Weltkrieg und die weitere Geschichte der Deutschen Bahn besser kennen­zulernen. Zahlreiche Grafiken verdeutlichten den Wiederaufbau, die Logistik und die europäischen Netze. In einem dunkel beleuchteten Raum erfuhren wir mehr über die Zukunftsstrategien der Bahn.

Daraufhin gelangen wir in das große Modellarium mit über 10.000 Eisenbahnmodel­len. Sie stellten die Originale in einem Maßstab von 1:5 bis 1:700 da. Uns fiel vor allem die 80m² große Modeleisenbahn ins Auge.

Im Anschluss daran begaben wir uns in das Kommunikationsmuseum. Dort waren viele Experimente zum Thema Töne, Bilder und Schriften zu sehen. Im ersten der vier Räume konnten wir verschiedenen Geräuschen wie Tierlauten und Dialekten lau­schen. Danach betraten wir den Raum zum Thema bildliche Darstellung, Gestik und Mimik. In der Mitte befand sich ein nachgebautes Fernsehstudio, welches die Besucher selbst ausprobieren konnten.

Der Bereich der Schrift wurde im nächsten Raum behandelt. So konnten die Schüle­rin­nen und Schüler in der Schreibwerkstatt ihr Geschick mit Schreibfeder, Tinte und Füller unter Beweis stellen. Erwähnenswert ist außerdem die quer an der Decke verlaufende Rohrpost, die wir unter Anleitung einer Museumsmitarbeiterin testen konnten. Das letzte Zimmer umfasste die Vereinigung all dieser Bereiche im Internet.

Zum Ende unseres Besuchs erkundeten wir das Kinderbahnland, dass die Welt der Züge sehr kindgerecht und zum Miterleben darstellte. So bestand die Möglichkeit, auf einem Rundkurs mit einer 5 Zoll-Bahn durch das gesamte KIBALA zu fahren.

Es war ein wirklich toller Tag! Das Museum ist sehr sehenswert, da man durch viel Experimentieren schnell und mit Spaß Wissen erlangt.

FT11d

 

Vortrag MDL, Dr. H. Schwartz

"Demokratie lässt Platz für viele Meinungen!"

Vor Kurzem besuchte der Landtagsdirektabgeordnete Dr. Harald Schwartz das BSZAM, um mit den Schülerinnen und Schülern der Berufsschule sowie der FOS/BOS über aktuelle Themen der Landespolitik zu diskutieren.

„Demokratie lebt von der Beteiligung des Einzelnen. Sie lässt dabei viele Meinungen zu. Wichtig ist, dass ihr Fragen stellt und eine informierte Meinung habt!“, so der Abgeordnete gleich zu Beginn der Veranstaltung.

Kernelemente des Vortrags von Herrn Dr. Schwartz waren das politische System sowie die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Ebenen – beginnend bei den Gemeinden über das Land, den Bund bis hin zur Europäischen Union. „Bildung und innere Sicherheit sind zwei der wesentlichen Kernkompetenzen auf Landesebene. Hierfür liegt die Zuständigkeit im Wesentlichen beim Freistaat“, so der Parlamentarier weiter.

Darüber hinaus verdeutlichte Dr. Schwartz wie Politik in der Praxis aussieht und wie man als Politiker für Amberg-Sulzbach Positives bewirken könne. „Wie in vielen Bereichen ist auch hier oft Wille und langer Atem gefragt. Gute Argumente zu haben, aber auch die Ausdauer, sie immer wieder anzubringen, sind gefragt“ – so seine Antwort auf die Nachfrage einer Schülerin.

In der Diskussion wurde oftmals die Flüchtlingsthematik an den Abgeordneten heran­getragen. Dr. Schwartz unterstrich hierzu, dass Extreme und Verallge­meine­rungen immer falsch sind. „Aber die Tatsachen zu verschweigen oder zu beschönigen ist auch falsch. Ich bin für Ehrlichkeit aller Seiten in der Diskussion und für klare Regeln in der Anwendung“, so Dr. Schwartz abschließend.

Daniel Hagn

 

Besuch der Jurawerkstätten e.V. Amberg

Was ihr für einen meiner gerings­ten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. (Mt 25,40)

Unter dem Zeichen des oben stehenden Zitats Jesu stand die Besichtigung der Jura-Werkstätten in Amberg: Im Zuge des katholischen Religionsunterrichtes konnten die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe an der FOS/BOS Amberg unter Leitung von Herrn Fischer und Herrn Irl einen Eindruck gewinnen, was diese Einrich­tung alles leistet.

Zunächst wurde den Jugendlichen das Gebäude gezeigt. Dabei stellte man ihnen nicht nur die verschiedenen Tätigkeitsbereiche und Aufgaben der Behinderten vor, sondern auch die besonderen Zusatzangebote für Menschen mit Handicap wurden aufgeführt.

Jeder Behinderte wird individuell nach seinen Fertig- und Fähigkeiten, Begabungen und Neigungen gefördert. Abgesehen davon, dass man eine Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung sowie einen Lohn bekommt, werden zusätzlich weitere Dienste angeboten. Diese betreffen u.a. die Betreuung in den Bereichen der sozialen, natürlichen und kulturellen Umwelt sowie das körperliche Wohlsein.

Das Beschäftigungsfeld liegt größtenteils im industriellen und handwerklichen Bereich, wodurch z.B. Großunternehmen wie Siemens beliefert werden können.

Letztlich verließen die Schülerinnen und Schüler das Gebäude mit vielen wichtigen Informationen hinsichtlich der Arbeit mit körperlichen und/oder geistig Behinderten und hatten dabei die Erfahrung gemacht, dass die Jura-Werkstätten wesentlich dazu beitragen, den behinderten Menschen durch ihre Arbeit einen wichtigen Lebensinhalt zu geben.

Somit ist diese Einrichtung ein treffendes Beispiel, wie man auch im nahen Umfeld dem eingangs erwähnten Ausspruch Jesu gerecht werden kann.     

Emily Federer, FS12c

 

Besuch des Bleistiftproduzenten Faber-Castell in Stein

Wie kommt die Graphitmine in den Bleistift? Warum heißt ein Bleistift Bleistift?

Dieser und noch weiteren Fragen gingen die Klassen FW11b und FW11d gemeinsam mit den Lehrkräften – Frau Heinritz, Frau Selch-Witt und Herrn Kleylein – auf einer Exkursion im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung nach.

Faber-Castell, das 1761 in Stein bei Nürnberg gegründete Unternehmen, produziert weltweit mit ca. 8.000 Mitarbeitern über 2 Milliarden holzgefasste Stifte pro Jahr. Etwa 800 Mitarbeiter sind vor Ort beschäftigt. Im historischen Firmengebäude des Unternehmens werden auf drei Etagen Kosmetik-, Blei- und Holzfarbstifte hergestellt. Qualität und Tradition vereint mit Innovation und Kreativität, sowie soziale und ökolo­gische Verantwortung gehören zum Leitbild eines der ältesten Familienunterneh­men Deutschlands.

Unsere Führung durch die Produktionsstätten begann mit einem kurzen Imagefilm der Aktiengesellschaft. Da Gäste aus hygienischen Gründen die Kosmetikstift-Produk­tions­stätten nicht betreten dürfen, gingen wir – begleitet von einer sachkundigen Führerin – sofort ins erste Stockwerk, in der die Warenlagerung und Rohstiftproduk­tion untergebracht sind. Da das Unternehmen im Just-In-Time-Verfahren arbeitet, beinhaltet die Warenlagerung nur das gerade benötigte Material. In der Fertigung nebenan wurde dann bereits die erste wichtige Frage geklärt. Die Bleistiftmine – welche nicht, wie irrtümlich oft angenommen, größtenteils aus Blei, sondern aus Graphit besteht – wird im „Sandwich-Prinzip“ zwischen zwei vorbereitete Holzplatten geleimt und anschließend in Form gefräst. Die Sägespäne werden abgesaugt und zu Pellets verarbeitet, um sie zur Wärmegewinnung zu nutzen. Zusammen mit der werkseigenen Wasserkraftanlage im Fluss Rednitz kann so unmittelbar vor Ort ein Drittel des gesamten Energiebedarfs der Firma gedeckt werden.

Die „rohen“ Stifte werden im zweiten Stock mit insgesamt bis zu 8 Schichten lackiert. Die Wasserlacktechnologie stellt zwar für Angestellte und Kunden - im Gegensatz zu anderen Lacken - keine gesundheitliche Gefährdung dar, bringt aber den Nachteil mit sich, dass diese öfter aufgetragen werden müssen, um eine hohe Farbqualität aufwei­sen zu können. Daher werden nach zwei Grundlackierungen bis zu vier Farblackierungen und zwei weitere Glanzlackierungen aufgetragen.

Im dritten Stock werden die verschiedenen Farben gemischt sowie die „Grip“-Stifte mit den Noppen - welche in Form eines speziellen dickflüssigen Lackes aufgetragen werden - versehen. An diesen Stiften wird auch das Unternehmensziel, die Vereini­gung von Tradition und Innovation, sehr deutlich. So werden die Bleistifte nach wie vor aus Holz hergestellt, während das Unternehmen permanent an Technologien zur Verbesserung des Herstellungsprozesses sowie an der Weiterentwicklung der Produktqualität forscht.

Anschließend ging es wieder zurück in den zweiten Stock. Hier werden die Stifte mit dem Logo, dem Härtegrad und dem Produktnamen bedruckt und die „Sparkle“-Stifte mit dem Glitzer-Design versehen. Im nächsten Fertigungsschritt wird der Kopf rund gefräst und ebenfalls lackiert. Nachdem die Stifte fertig getrocknet sind, werden sie je nach Absatzmarkt gespitzt, mit einem Radiergummi bestückt und dann für den Versand verpackt.

Zum Schluss besichtigten wir die Abteilung, in der in Handarbeit der „pen of the year“ hergestellt wird. Dieser nimmt dieses Jahr Bezug auf Schloss Schönbrunn in Wien und ist auf 500 Exemplare limitiert. Hier endete dann auch unsere Führung. Sie war sehr informativ und kurzweilig, da jeder für sich das eine oder andere wissenswerte Detail mitnehmen konnte. Besonders, den gesamten Produktionsablauf in einem Stück zu sehen, war für alle sicher eine sehr interessante Erfahrung. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Faber-Castell.

Tamara Scholle, FW11b

 

Besuch der SPS IPC Drives in Nürnberg

Technischer Fortschritt und Industrie 4.0

Im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung besuchte die Klasse FT11c der FOS/BOS Amberg am 22.11.2016 die Messe für speicherprogammierbare Steuerun­gen (IPC Drives) in Nürnberg.

Um 08.20 Uhr verließ die Klasse den Amberger Hauptbahnhof in Richtung Franken. Kurz darauf waren wir auch schon an der SPS (IPC Drives). Etwa zwei Stunden standen uns zur Verfügung um das komplett belegte Messegelände zu besichtigen.

Jenes bestand aus insgesamt elf Hallen, welche von internationalen und nationalen Unternehmen partiell angemietet wurden. Diese Unternehmen stellten zahlreiche Informationsstände zur Verfügung, die von den Fachkräften der jeweiligen Firmen repräsentiert wurden.

Das große Thema der Messe war der technische Fortschritt. Genau genommen die Industrialisierung 4.0.

Viele Firmen boten interessante technische Spielereien an: beispielsweise eine Virtual Reality-Brille, welche man ausprobieren durfte. Diese Spielereien waren an manchen Ständen jedoch nur ein kleiner Zeitvertreib. Den meisten Firmen ging es um die Industrialisierung 4.0.

Vor Ort waren insbesondere Firmen wie Siemens, Bosch oder Festo. Einige dieser Unternehmen bieten zum Beispiel das Vernetzen und Managen von Produktionsfirmen an und verkaufen teils auch auf die Industrialisierung zugeschnittene Anlagen und Kom­ponenten an, welche für diesen Zweck optimal sind.

Andere Themenbereiche der Messe waren Steuerungstechnik, IPCs, Elektrische Antriebstechnik, Bedienen und Beobachten, industrielle Software und Kommunikation, Interfacetechnik, mechanische Infrastruktur und Sensorik.

Der Tag hat sich auf jeden Fall gelohnt, er war sehr informativ. Außerdem freuten sich die Schüler über diverse Werbegeschenke.

M. Haberl, S. Dell, D. Bscheidl, A. Kusnezov und R. Sacharjuk, FT11c

 

Wilde Shamrock Touring Theatre

Irischer Humor und professionelle Schauspielkunst

Professionelle Schauspielkunst, irischer Humor und hochkarätige Musika­li­tät bestimmen seit jeher die Aufführungen der irischen Theatergruppe aus Dublin, die auf ihren jährlichen Europa-Tourneen regelmäßig an der FOS/­BOS Amberg gastiert.

Im Mittelpunkt der neuen Show stand in diesem Jahr die Globalisierung.

Im ersten Teil der Aufführung inszenierten Vincent Moran und seine drei Ensemblemitglieder das sehr kritische und polarisierende Werk „Globali­sa­tion“, geschrieben von Carlton Bunce. Das Stück zeigte das Bild einer Welt, in der rücksichtslose Gewinnorientierung und Expansion global ope­rierender Großkonzerne soziale und ökologische Mechanismen immer tiefgreifender gefährden.

Im zweiten Teil „Talking Globish“ wurde den 350 Schülerinnen und Schü­lern das weltumspannende Thema der Globalisierung einmal ganz anders präsentiert. In einer mitreißenden Mischung voller Gags und mit viel Irish Folk Musik spannten sie den Bogen von Bill Clinton bis William Shakes­peare, vom Turmbau zu Babel bis zum Anstupsen auf Facebook, und schafften es quasi nebenbei, den Zuhörern zu erläutern, warum nur die englische Sprache die globale Sprache Nummer eins sein und bleiben kann. Der Irrglaube von der Schlichtheit und Einfachheit der englischen Sprache wurde jedoch durch die Demonstration einiger Varietäten wie Schottisch, Irisch und Australisch schnell widerlegt. Verschiedene Auszüge aus Werken der größten englischsprachigen Dichter wie William Shakes­peare und Oscar Wilde sowie Romanbeispiele von Dracula bis Harry Potter machten dem begeisterten Publikum die Schönheit aber auch die Komplexität der Weltsprache Englisch deutlich.

Vor allem aber trugen die Spielfreude der irischen Gäste und ihr offen­sicht­li­cher Spaß an der eigenen Show dazu bei, dass es am Ende die Zuschauer nach einem globalisierten bayerisch-irischen Schuhplattler beim Applaus nicht mehr auf ihren Sitzen hielt.

Bernd Geiger

Projektwoche "Schwanger­schaft und Alkohol"

In der Woche vom 17. bis 21. Oktober 2016 gastierte die Ausstellung „Zero!“ am BSZAM.

260 Schülerinnen und Schüler (auch FOS/BOS) hatten dabei die Möglichkeit, sich umfas­send über Schwangerschaft, Alkohol und FASD (Fetal Alcohol Spec­trum Disorders) – also alle Schädigungen, die ausschließlich durch mütterli­chen Alkohol­konsum während der Schwangerschaft entstehen – zu informieren.

Allein in Deutschlang werden pro Jahr über 10.000 Kinder mit FASD gebo­ren. Dennoch ist das Wissen darüber, welche Folgen Alkohol auf das un­geborene Kind haben kann, noch immer gering. Ziel der Projektwoche war es daher, die Schülerinnen und Schüler des BSZAM aufzuklären, sie zu informieren und für das Thema zu sensibilisieren.

In Zusammenarbeit mit der Staatlich anerkannten Beratungsstelle für Schwan­gerschaftsfragen des Gesundheitsamtes Amberg-Sulzbach star­te­te die Projektwoche am Montag mit einer Auftaktveranstaltung. Fr. Dr. Bolbecher, erste Vorsitzende des FASD-Netzwerks Nordbayern, gab dabei einen umfassenden Einblick in die Thematik:

„FASD ist die HÄUFIGSTE nicht genetisch bedingte Ursache für angebo­re­ne Fehlbildungen, geistige Behinderungen, Wachstums- und Ent­wick­lungsstörungen sowie für extreme Verhaltensauffälligkei­ten. Menschen mit FASD sind für ihr gesamtes Leben geschädigt, wobei die größten Probleme oft in der Bewältigung des Alltags liegen. Ein normales Leben in der Gesellschaft ist nur den wenigsten Jugendlichen und Erwachse­nen mit FASD möglich.“ (vgl. www.wenn-schwanger-dann-zero.de)

Im Verlauf der Woche besuchten 15 Klassen der FOS/BOS sowie der Berufsschule die Ausstellung. Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamts sowie die Jugendsozialarbeiterin des BSZAM begleiteten durch die Stationen und standen für Fragen zur Verfügung.

Im Zentrum der mobilen Ausstellung steht ein begehbares Kuppelzelt, das symbolisch die Gebärmutter darstellt. Im Innenraum werden die 40 Schwan­gerschaftswochen aus der Perspektive des Kindes veranschau­licht.

An der zweiten Station konnten die Schülerinnen und Schüler mittels Bild-, Ton- und Filmaufnahmen tiefer in viele Themen rund um Schwangerschaft, Alkohol und Gesundheit einsteigen.

FASD-Betroffene kommen an einer weiteren Station mit Berichten aus ihrem Alltag selbst zu Wort. Dadurch erhalten die Schülerinnen und Schüler authentische Einblicke in das Leben mit FASD. Sie erfahren, welche vielfältigen Probleme und Hindernisse den Alltag der Betroffenen und ihrer Familien bestimmen.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler des BSZAM die Ausstellung be­sucht hatten, wurden sie gebeten, einen Fragebogen zu dem Thema aus­zufüllen. Ergebnis: Rund drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie „sehr viele“ oder „viele“ neue Informationen erhalten haben.

Weitere Kommentare waren: „Das Thema ist sehr wichtig, die Ausstellung hat mir viele Informationen gegeben.“; „moderne Ausstellungstechnik“; „War sinnvoll!“; „Spannend gestaltet, gut aufgezeigt!“; „Die Krankheit FASD kannte ich bisher nicht; fand die Ausstellung sehr gut!“

Melanie Fromm, Jugendsozialarbeit