Von Graham Bells Telefonapparat bis zu Steve Jobs iPhone

Die Klasse ESY12 der Berufsschule und die Klasse FSMT1 der Staatl. Technikerschule besichtigen zusammen mit ihren Lehrkräften - Walter Häusler und Florian Koller - das Museum für Kommunikation in Nürnberg.

Dieses befindet sich mit dem Eisenbahnmuseum in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs. Im ersten der vier Ausstellungsräume erfuhren wir von den Museumsmitarbeitern viele interessante Details über die Entwicklung von Graham Bells Telefonapparat (1876) bis zu Steve Jobs erstem iPhone (2007). Der technische Fortschritt hat natürlich immer die Arbeitswelt beeinflusst: das Fräulein vom Amt wurde durch die Einführung der modernen Vermittlungsstellen (leider?) überflüssig.

In den anderen Räumen konnten wir die Entwicklung der Schrift, Methoden und Geräte zur Verschlüsselung von Nachrichten und ein vom Besucher bedienbares Rohrpostsystem bewundern.

Auch die Geschichte des Internets wurde uns anhand der vielen Exponate näher gebracht. Die ersten transatlantischen Telegraphenverbindungen bestehen bis heute in Form moderner Glasfaserkabel weiter, deren Ummantelungen stehen jedoch auf der Speisekarte gefräßiger Fische und müssen deshalb durch ein Drahtgeflecht geschützt werden.

Nach dem Museumsbesuch verbrachten alle ihre Mittagspause in Nürnbergs Innenstadt und nutzten die restliche Zeit für einen kleinen Stadtbummel.

Florian Koller

 

Besuch der SPS/IPC/Drives-Messe

Die angehenden staatlich geprüften Techniker der Klassen FSMT1 und FSET1 besichtigen mit Herrn Prölß und Herrn Koller auch in diesem Jahr wieder die SPS/IPC/Drives Messe in Nürnberg - die größte Messe für Automatisierungstechnik in Europa.

Insgesamt erstreckte sich die Messe über 136.000 qm, verteilt auf 11 Hallen. Die 1.630 Aussteller - davon 1.131 Aussteller (69,4 %) aus Deutschland und 499 Aussteller (30,6 %) aus dem Ausland - stellten ihre Produkte auf teilweise sehr ausgefallenen Messeständen zur Show.

Die Besucherzahl lag bei 65.700 - davon 47.546 Besucher (72,4 %) aus Deutschland und 18.154 Besucher (27,6 %) aus dem Ausland). Dies entspricht ca. 4.500 Besuchern weniger als im Jahr zuvor. (Quellen: www.messago.de)

Die SPS ist das Highlight der Automatisierungsbranche. Sie fungiert als Ideengeber und Innovationsplattform. Die Aussteller vor Ort präsentierten ihre Produkte in folgenden Themenbereichen:

  • Steuerungstechnik
  • IPCs
  • Elektrische Antriebstechnik
  • Bedienen und Beobachten
  • Industrielle Kommunikation
  • Software & IT in der Fertigung
  • Interfacetechnik
  • Mechanische Infrastruktur
  • Sensorik

Insgesamt war es ein sehr interessanter und informativer Ausflug, bei dem es, trotz der zahlreichen Hersteller, immer wieder etwas Einzigartiges zu entdecken gab.

Im nächsten Jahr bekommt die SPS/IPC/Drives-Messe dann übrigens einen neuen Namen, aber wir sind bestimmt wieder dort, wenn sie dann einfach SPS – Smart Production Solutions heißen wird.

Christian Schulz

 

Geodätisches Observatorium in Wettzell

Die Schüler der Klasse FSET1 der Staatl. Technikerschule Amberg besichtigten vor kurzem gemeinsam mit ihren Lehrern, Herrn Eckl und Herrn Häusler, das Geodätische Observatorium in Wettzell.

Zunächst sprach Dr. Thomas Kugel ein paar grundsätzliche Dinge über das Gelände und die verbaute Technik an.

Im dortigen geodätischen Observatorium werden Messungen zu Satelliten und Radiosternen durchgeführt, um Positionen von Punkten auf der Erde sowie die Lage und Orientierung der Erde im Weltraum permanent zu beobachten. Diese Einrichtung wird mit der Zusammenarbeit des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG) und der Technischen Universität München (TUM) betrieben.

Anschließend wurde der Leitstand für die 13 Meter Twin-Radioteleskope besichtigt, wo mit dem Verfahren der VLBI (Very Long Baseline Interferometry) Entfernungen zwischen weltweit verteilten Radioteleskopen mit etwa einem Zentimeter Genauigkeit gemessen werden können.

Auch das Gebäude mit dem 75 cm WLRS (Wettzell Laser Rating System) wurde der FSET1 ausführlich erklärt und gezeigt. Dort lernte die Klasse, dass bei diesem System auf höchste Sicherheit mit dem Laser gesetzt wird. Die große Herausforderung bei dieser Messart ist, dass ein Reflektorpunkt im Weltall mit 60 cm Genauigkeit getroffen werden muss.

Darüber hinaus bekamen die Technikerschüler u.a. noch sehr informative Einblicke in Entwicklung und Instandhaltung von Verstärkern, Dämpfern, Supraleitungen und jede Menge Messtechniken. Auch bislang unbekannte Techniken wurden der Klasse vermittelt.

Dominik Meixensberger