Führung durch das Logistik-Center von Conrad SE

Führung durch das Logistik Center von Conrad SE

Am 28.06.16 besuchte die Klasse WGH10 das Logistikzentrum Conrad in Wernberg. Vor der Besichtigung bekamen wir Aufgabenblätter die wir während der Führung bearbeiten sollten. Am Eingang erhielten wir eine Sicherheitsunterweisung und wurden danach in 2 Gruppen zugeordnet. Das LOC umfasst 100.000 m², dies entspricht etwa 15 Fußballfelder. Täglich gelangen zwischen 45.000-50.000 Pakete in den Warenausgang. Ende 2014 wurde das neue Shuttlelager eröffnet.

Allgemeiner Prozess

 
Wareneingang
Die Waren werden auf Paletten oder als einzelne Pakete angeliefert und im Wareneingangsbüro durch den Lieferanten angemeldet. Anschließend wird die Ware entladen und auf die äußere Beschaffenheit, Qualität und Quantität anhand des Lieferscheins geprüft. Danach durchlaufen die Waren eine Lichtschranke auf einem Förderband, welche alle Daten in das SAP (Warenwirtschaftssystem) aufnimmt. Das Programm selbst gibt automatisch nach der Datenaufnahme vor, auf welchem Lagerplatz die Ware eingelagert werden soll.
 
Kartonaufrichter-Anlage
Die Kartonagen werden plano (mit Falz, nicht aufgerichtet) angeliefert und von Mitarbeitern bei Bedarf wieder aufgefüllt. Startet eine Belieferungsse­rie, berechnet das System anhand der Artikelstammdaten die Kartongröße und leitet die Kartons an die Fördertechnik weiter.
 
Warenausgang
Sortieranlage sortiert automatisch die Kartons und schleust diese beim richtigen Paketdienstleister aus. Conrad-Mitarbeiter schlichten die Kartons in die LKWs ein und bessern nicht optimal verschlossene Kartons nach. ESD-Lager: Die elektrostatische Entladung (engl. electrostatic discharge, Abkürzung: ESD) wirft ein großes Problem beim Umgang mit elektro­ni­schen Bauteilen auf. Für die empfindlichen Microbauteile wurde das spezielle ESD-Lager errichtet. Mit einem Testgerät (Fußplatte) wird man statisch entladen und kann den Bereich betreten. Nur geschultes und freigegebene Mitarbeiter dürfen die ESD-Zone betreten. Diese Zone ist sogar TÜV zertifiziert.
 
Shuttle Lager
Das Shuttle Lager war das letzte große Projekt von Conrad Electronic. Das Hochregallager wurde 2014 für über 50 Millionen Euros in Betrieb genommen wurde. Es vereint vollautomatisiert picken und putten. Momentan ist es das größte seiner Art. Stingrays (Kommissionier-Maschinen) holen Ware von ihren Lagerplätzen und bringen sie auto­matisch zum richtigen Putter.
 
Hochregallager
Eines der speziellen Lager ist das Hochregallager, welches aus 2 Bauab­schnitten besteht. Dort werden die Warenstücke auf Paletten gelagert und in 18m hohe Regale eingelagert. Die Transportmaschinen können immer zwei Paletten aus und einlagern. Jede Regalgasse ist über 100 Meter lang und insgesamt lagern 44.500 Paletten ein. Die Anlagen
 
Kabellager
Die Kabelzone von Conrad Electronic ist im Moment einzigartig in Europa. Insgesamt lagern dort 4.500 verschiedene Kabel ein und kommen auf eine Länge von ca. 1 Million Meter. Alle Kabel können meterweise bestellt werden.
 
Besonderheiten
Eine weitere Besonderheit des Logistik Centers ist die Integration der Jura Werkstätten in den täglichen Arbeitsablauf. Hierbei sind immer 8-10 Per­sonen beschäftigt, die unter Aufsicht von einem Betreuer einfache Arbeiten ausführen, wie z. B. EAN-Codes aufkleben, Rechnungen falten, Sets zusammenstellen, usw.

Des Weiteren setzt Conrad SE viel Wert auf den Schutz der Umwelt. Beispielsweise werden moderne Verpackungstechniken angewandt, bei denen so wenig Verpackungsmaterial wie möglich verwendet bzw. auf ökologisches Füllmaterial (Maismehlchips) zurückgegriffen wird. Die Einhaltung gesetzlicher Richtlinien für Elektrogeräte, sowie die fachge­rechte Entsorgung von Chemikalien und Giftstoffen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Zudem dienen als Sicherheitsvorkehrungen das Tragen von Warnwesten, sämtliche Wegmarkierungen, Feuerlöscher und Alarmanlagen. Ferner soll die Verwendung von speziellen Taschen, die durchsichtig sind, und Ein­lass­kontrollen Diebstähle unterbinden.

Wir bedanken uns für die interessante Führung, die uns die Inhalte des Unterrichts in der Praxis zeigten. (Bericht erstellt von WGH10)

Julia Reng und Tobias Krafczyk

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