Zu Besuch im bayerischen Zentrum der Politik

Zu Besuch im bayerischen Zentrum der Politik

Kaum im politischen Zentrum Bayerns angekommen, fanden die Schülerinnen und Schüler - neben einer kleiner Stärkung - einen "Organisationsplan des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat" sowie mehrere unterschiedlich dicke Broschüren über die Staatsregierung vor. Hiermit konnten sie sich zunächst selbstständig einen ersten Überblick über das Ministerium und die aktuelle Staatsregierung verschaffen.

Im Anschluss erfolgte eine arbeitsteilige Gruppenarbeit, bei der sich die Klassen mit aktuellen Nachrichtenmeldungen aus der Tagespresse befassten und diese anhand des bereits erwähnten Organisationsplanes des Ministeriums, dem entsprechenden Referat zuordneten. So wurde das Kennenlernen der Aufgabenbereiche des Staatsministeriums zu einer spannenden Angelegenheit – und eben kein trockener Vortrag.

Während des Rundgangs durften die Schülerinnen und Schüler im Büro von Staatsminister Albert Füracker Platz nehmen und wurden sogar persönlich von ihm begrüßt: per Video-live-Übertragung aus dem zweiten Sitz des Ministeriums in Nürnberg.

Durch eine „geheime“ Tür im Schrank ging die Führung weiter in den grünen und blauen Salon, der sonst nur besonderen Staatsgästen vorbehalten ist. Die Schülerinnen und Schüler erhielten während des Rundgangs nicht nur viele interessante Details zum Gebäude, sondern erfuhren auch, dass ein Staatsminister nicht unbedingt über Vorkenntnisse im Bereich des von ihm übernommenen Ressorts verfügen muss: so ist es auch im Fall von Herrn Füracker, der beruflich eigentlich Landwirt ist. Vielmehr bekommt der Minister die - für den jeweiligen von ihm wahrgenommen Termin - benötigten Vorabinformationen durch die Mitarbeiter des Ministeriums. Dies erfolgt aufgrund des Zeitdrucks in der Regel auf dem Weg von einem Termin zum nächsten, wodurch der Minister einer steten Arbeitsbelastung ausgesetzt ist.

Nach dem Mittagessen ging es mit einem Fachvortrag zum Thema Länderfinanzausgleich weiter, der die Komplexität des Themas deutlich machte. Der letzte Tagesordnungspunkt im Ministerium war ein politisches Wissensquiz, bei dem zwei Gruppen gegeneinander antraten und ihr Wissen unter Beweis stellten. Die Sieger wurden mit einem Webcamcover belohnt.

In der fußläufig entfernten Bayerischen Staatskanzlei erwartete die Schülerinnen und Schüler zunächst eine strenge Sicherheitskontrolle. In der Orangerie der Staatskanzlei brachte der Beauftragte der Landeszentrale für politische Bildung, Herr Baar, den Jugendlichen das aktuelle Kabinett näher. Er gab auch einen Einblick in die Geschichte und Architektur des Gebäudes – wie dem gläsernen Aufzug, welcher nicht nur die Nähe zum Bürger und einen Einblick in das politische Geschehen für den Bürger vermitteln, sondern auch das geschäftige Treiben der Politiker sichtbar werden lassen soll.

Alles in allem war es für jeden ein sehr schöner, spannender und interessanter Tag, der allen neue Einsichten in die Arbeit der bayerischen Politiker sowie einen Zuwachs an Wissen zu historischen Fakten brachte und bei dem einen oder anderen vielleicht auch ein größeres Interesse an Politik.

Marion Weiß

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