Geodätisches Observatorium in Wettzell

Geodätisches Observatorium in Wettzell

Die Schüler der Klasse FSET1 der Staatl. Technikerschule Amberg besichtigten vor kurzem gemeinsam mit ihren Lehrern, Herrn Eckl und Herrn Häusler, das Geodätische Observatorium in Wettzell.

Zunächst sprach Dr. Thomas Kugel ein paar grundsätzliche Dinge über das Gelände und die verbaute Technik an.

Im dortigen geodätischen Observatorium werden Messungen zu Satelliten und Radiosternen durchgeführt, um Positionen von Punkten auf der Erde sowie die Lage und Orientierung der Erde im Weltraum permanent zu beobachten. Diese Einrichtung wird mit der Zusammenarbeit des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG) und der Technischen Universität München (TUM) betrieben.

Anschließend wurde der Leitstand für die 13 Meter Twin-Radioteleskope besichtigt, wo mit dem Verfahren der VLBI (Very Long Baseline Interferometry) Entfernungen zwischen weltweit verteilten Radioteleskopen mit etwa einem Zentimeter Genauigkeit gemessen werden können.

Auch das Gebäude mit dem 75 cm WLRS (Wettzell Laser Rating System) wurde der FSET1 ausführlich erklärt und gezeigt. Dort lernte die Klasse, dass bei diesem System auf höchste Sicherheit mit dem Laser gesetzt wird. Die große Herausforderung bei dieser Messart ist, dass ein Reflektorpunkt im Weltall mit 60 cm Genauigkeit getroffen werden muss.

Darüber hinaus bekamen die Technikerschüler u.a. noch sehr informative Einblicke in Entwicklung und Instandhaltung von Verstärkern, Dämpfern, Supraleitungen und jede Menge Messtechniken. Auch bislang unbekannte Techniken wurden der Klasse vermittelt.

Dominik Meixensberger

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