„Alles ganz normal?“

„Alles ganz normal?“

Gemäß dem Motto „Trau dich! Trau dich!“ fanden kurz nach Schuljahresbeginn zehn theaterbegeisterte Schüler den Weg in die Turnhalle des Schulzentrums, um wie in den zurückliegenden Jahren auch das Theaterwesen ein wenig kennen zu lernen und ein neues Stück einzuproben. Da in diesem Jahr die „alten Hasen“ nicht mehr zur Verfügung standen und die Gruppe aus gänzlich unerfahrenen Schülern bestand, mussten in den ersten Wochen theatralische Elemente wie Körpersprache, Sprechübungen etc. eingeübt und trainiert werden. Auch ein geeignetes Stück war bald gefunden: eine gesellschaftskritische Satire mit dem Titel „Alles ganz normal?“, das schon einem geübten Darsteller vieles abverlangt, erst recht unseren Schülern, die mit dem Theater erstmals direkt konfrontiert waren. Das Stück selbst handelt von einem ganz normalen Fabrikarbeiter namens Kuno, der in der Verpackungsabteilung tätig ist und von seiner sehr dominanten Chefin Renata immer wieder zu Höchstleistungen angetrieben wird, so dass er völlig überarbeitet aufgrund des Stresses Anfälle bekommt und schließlich zusammenbricht. Kurzerhand wird er in eine Heilanstalt (Haus zur „Normalität“) überstellt, in der Dr. Witzig, Schwester Kunigunde und Pfleger Billi sich um ihn „kümmern“. Kuno bemerkt aber recht schnell, dass das Personal noch verrückter als er und die anderen Patienten ist und plant daher mit Hilfe von drei Gespenstern und seiner neuen Liebe Sybille, eine Patientin, die sich für die Kaiserin Sissi hält, aus der Anstalt zu entfliehen.

Schon bald zeigte sich in den Proben, die jeden Dienstag von 15:00 bis 17:30 Uhr abgehalten wurden, dass in dem einen oder anderen Schüler kreative Talente schlummern, die durch Übung freigelegt und zur Entfaltung kamen. Nachdem alle Szenen Ende Januar einstudiert waren und sogar noch in den Faschingsferien zwei Probetage eingelegt wurden, sprangen zwei Mitglieder der Theatergruppe unvermittelt ab, so dass an die Theaterpremiere und an die geplanten Schulaufführungen leider nicht mehr zu denken war. Trotz dieser Widrigkeiten begeisterte die Rumpftruppe an den Amberger Schultheatertagen, die am 23.02.2018 im schmucken Stadttheater stattfanden, neben anderen Schultheatergruppen mit einer Collage des einstudierten Stücks und erntete aufgrund der überzeugenden Leistung verdientermaßen sehr viel Applaus. Auch an den Bayerischen Schultheatertagen, die dieses Jahr in Schwandorf vom 16. bis 17.03.2018 stattfanden, wusste die Gruppe neben anderen herausragenden Theatergruppen vollstens zu überzeugen.

Danke an die Theatergruppe, bestehend aus: Justine Singer, Elena Kummer, Leon Foderreuther, Jahn Christopher, Lars Gruber, Emily Federer, und Lilena Mohler, für ihren unermüdlichen Einsatz für das Schultheater und die Zeit, die sie geopfert haben.

Winfried Sima

 

 

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