Christian Hausmann erhält Stipendium des Max Weber-Programms

FOSBOS Amberg: Tor zur Bildung – Tor zur Zukunft

Christian Hausmann, ein aufgeschlossener und zielstrebiger junger Mann, war im vergangenen Schuljahr noch Schüler (BW12) an der BOS Amberg und studiert aktuell an der Technischen Hochschule in Nürnberg BWL.

Soweit so gut, wäre da nicht die Tatsache, dass er an der BOS Amberg im Rahmen der Abiturprüfungen einen Notenschnitt von bewundernswerten 1,0 schaffte und bei den darauffolgenden Eliteprüfungen der Bayerischen Eliteakademie so gut abschnitt, dass er nun ein Stipendium des Max Weber-Programms erhält. Mitte November war nun das „Neulingstreffen“ der Stipendiaten.

Das Max Weber Programm richtet sich an hochbegabte Schüler der Schulen und Institutionen in Bayern, die eine Hochschulzugangsberechtigung vermitteln. Die Prüfung ist mündlich, wird benotet und hat neben dem Wissensstand der Prüflinge deren Hochbegabung und umfassende Allgemeinbildung aufzuzeigen.

Insgesamt nahmen 60 Schülerinnen und Schüler aller bayerischen Fach- und Berufsoberschulen teil um einen der 20 begehrten Stipendiumsplätze zu erhalten. Christian Hausmann gehört zu den 20 glücklichen Stipendiaten. „Wenn man schon die Ehre genießt, eingeladen zu werden, dann muss man sein Bestes geben und beweisen, dass man dazu gehört“ so der ehemalige BOS-Schüler.

Auch wenn die Lehrer im Vorfeld angeben mussten, was im Unterricht behandelt wurde, konnte er sich auf nichts wirklich Konkretes vorbereiten. „Im Vorfeld habe ich vorsichtshalber noch einmal meine Deutsch-Lektüre durchgelesen, aber eigentlich war es so, wie wenn man ins kalte Wasser geschmissen wird.“ Vor allem Transfer- und Interpretationsleistungen waren in den Fächern BWR, Deutsch, Englisch und Sozialkunde gefragt. „Es war schon happig“ so Hausmann. Besonders dankbar ist er seinen ehemaligen Lehrern an der BOS, die stets auf die Schüler eingingen, alles gut erklärten und somit die Basis für seinen Erfolg schufen.

 Christian Hausmann machte nach dem erfolgreichen Besuch der Realschule eine Ausbildung zum Finanzwirt im mittleren Dienst. Nach seiner Lehre arbeitete er ein Jahr lang in München, stellte aber sehr bald fest, dass es das nicht gewesen sein kann, er fühlte sich unterfordert. „Ich fragte mich ständig, will ich das noch die nächsten 40 Jahre machen?“ Schlussendlich entschied sich Christian Hausmann dazu, an die BOS zu gehen um die allg. Fachhochschulreife zu erlangen. Er entschied sich nicht für München oder Straubing, sondern für Amberg. „Das moderne Gebäude und die Ausstattung in den Lehrsälen haben mich letztlich überzeugt.“

Die Entscheidung für die BOS Amberg war die richtige, wie sich mittlerweile herausstellte. So berichtet der stolze Stipendiat, dass ihm drei Professoren aus München, Nürnberg und Erlangen als Mentoren zur Seite gestellt werden, er ein besonderes wissenschaftliches Zusatzangebot zur fachlichen Vertiefung erhält, an Netzwerktreffen aller bayerischen Stipendiaten teilnimmt (z.B. Sommerakademie), zwei Sprachen belegen wird, Auslandsvorhaben finanziell gefördert werden und er künftig jedes Semester eine Bildungspauschale von 1.290 € erhält.   

Eines der Mottos von Christian Hausmann, der aktuell – wegen des hohen Praxisbezugs - an der Technischen Hochschule in Nürnberg BWL studiert, ist „Man muss immer höher planen“. So hat er vor, nach dem Master an die Universität zu wechseln und dort letztlich in Wirtschaftsrecht zu promovieren. In 20 Jahren möchte er glücklich im Beruf und im Privatleben sein und beispielsweise in einer Wirtschaftsprüfungskanzlei arbeiten.

Heidi Selch-Witt

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