Die Ausbildung absolviert und nun? Karrierechancen im Handel

Karrierechancen im Handel

Die Ausbildung absolviert und nun? Im Beruf bleiben und arbeiten, Wechsel an die BOS, Weiterbildung und Karriere? Den Auszubildenden der Abschlussklassen im Berufsfeld Groß- und Einzelhandel am BSZAM wurden Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen nähergebracht. Dr. Robert Rolle von der Akademie Handel informierte aus erster Hand über die Möglichkeiten und Förderungen.

Schulleiter Martin Wurdack begrüßte den Referenten und freute sich über die Kooperation. Als Weiterbildungsinstitut der Bayerischen Arbeitgeberverbände des Handels ist die Akademie deutschlandweit einer der bedeutendsten Weiterbildungsanbieter im Handel. Dr. Rolle übernahm dann das Plenum und stieg in seinen sehr schülerorientierten Vortrag ein. Rolle verglich die verschiedenen Möglichkeiten, insb. den Handelsfachwirt und den Wirtschaftsfachwirt, und zeigte, dass sie von der Konzeption her unterschiedliche Zielgruppen haben. Die Kurse beginnen jeweils im Herbst und im Frühjahr.

Zuerst erläuterte Dr. Rolle die grundsätzliche Weiterbildungsstruktur im kaufmännischen Bereich mit der Unterteilung in die Fachwirte - Handelsfachwirt oder Bankfachwirt - und die Fachkaufleute - z.B. der Marketingfachkaufmann. Möglich ist dann auch noch eine Aufbauweiterbildung zum Betriebswirt (IHK). Anschließend beschrieb der Referent die Weiterbildung zum Handelsfachwirt, welche derzeit in Weiden, Regensburg und Amberg angeboten wird. Mit Hilfe von Präsentations- und Informationsmaterialien wurde der in vier Ausbildungsabschnitte gegliederte Bildungsgang, welcher in ca. 17 Monaten absolviert werden kann, ausführlich dargestellt. „Natürlich müssten die Teilnehmer auch ein entsprechendes Engagement mitbringen“, so Dr. Rolle, da sie entweder an zwei Abenden in der Woche oder an einem Samstag die Weiterbildungsinhalte vermittelt bekämen. Neben grundlegenden Themen im Bereich des Handels im ersten Semester werden in den folgenden Abschnitten die spezielle Handelsbetriebslehre sowie fachfremde Inhalte wie etwa das Steuerrecht gelehrt. Dr. Rolle zeigte auch die weitergehenden Studienberechtigungen auf, die durch das bayerische Hochschulrahmengesetz eröffnet werden.

Da „Weiterbildung Geld kostet“, so der Referent, waren ein weiterer Schwerpunkt die Förder­möglichkeiten. Neben der Vorfinanzierung über das Bafög, erläuterte Herr Rolle auch die Zuschüsse und den Meisterbonus. In einer Beispielrechnung zeigte er auf, dass bei einem erfolgreichen Abschluss des Fachwirts kaum Kosten für die Studierenden anfallen.

Die Fragen der Schüler in der abschließenden Diskussionsrunde zeigten, dass der Referent das Interesse der Schüler geweckt hatte. Ein Schwerpunkt war dabei die Rolle der Betriebe. Braucht es für die Anmeldung und Förderung die Zustimmung der Betriebe? Die Diskussionsbeiträge der Schülerinnen und Schüler zeigten dabei ganz unterschiedliche Haltungen der Arbeitgeber, die laut Herrn Rolle aber keinen Einfluss auf die Teilnehme und staatliche Förderung haben.

Im Vortrag wurde deutlich, dass nicht nur ein guter Ausbildungsabschluss, sondern auch die Weiterbildung im Beruf für eine qualifizierte Tätigkeit in den Betrieben mit Verantwortung und Entscheidungskompetenz entscheidend ist.

Tobias Krafczyk

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