Ein Turm der Täuschungen und Sinne

Ein Turm der Täuschungen und Sinne

Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung fuhren die Klassen FS11d und FS11c nach Nürnberg zum „Turm der Sinne“.

Dort angekommen betraten wir als Erstes einen Raum mit einem schiefen Boden, der ansonsten eigentlich ganz normal aussah. Wir folgten den Anweisungen unserer Führerin und stellten uns an die Wände des Raumes. Weil der Boden schief war, waren diejenigen, die unten standen, natürlich kleiner als diejenigen, die oben standen. Vorne im Raum war eine Kamera angebracht. Auf dem Bild der Kamera sah es jedoch aus, als wäre der Boden gerade und die einen Schüler extrem groß und die anderen unglaublich klein.

Das lag daran, dass die Kamera den normalen geraden Boden nicht erfasste und somit keinen Vergleichswert hatte, deswegen waren wir auf dem Bild alle größer oder kleiner als sonst. Diese optische Täuschung wird in zahlreichen Filmen verwendet, um Figuren größer oder kleiner wirken zu lassen (z.B. die Hobbits in „Herrn der Ringe“).

Im  Anschluss daran betraten wir einen Raum, in dem es ums Schmecken ging. Wir durften immer wieder kleine Papierstreifen mit Geschmack ablecken. So fanden wir heraus, welche Geschmacksrichtungen in welchem Teil der Zunge am besten zu schmecken waren. Zum Beispiel: Bitter ist ganz vorne und ganz hinten auf der Zunge sehr intensiv zu schmecken, was ein Abwehrmechanismus des Menschen ist, da bittere Dinge oft giftig sind. Deshalb soll man sie gar nicht in den Mund nehmen. Deswegen hinten noch einmal für den Fall, dass man etwas Bitteres schlucken möchte. Man wird noch einmal „gewarnt“.

Auf der nächsten Etage waren weitere optische Täuschungen wie zum Beispiel eine Scheibe mit Loch, die man drehen konnte, darunter war das Alphabet abgebildet. Wenn man die Scheibe schnell genug drehte, konnte man das ganze Alphabet sehen.

Es waren noch viele weitere interessante Experimente zu unserer Sinneswahrnehmung aufgebaut, die uns zum Staunen brachten. Unser Fazit am Ende der Führung lautete, dass man nicht unbedingt immer seinen Sinnen trauen kann und manchmal eine zusätzliche „Überprüfung“ notwendig ist um nicht getäuscht zu werden.

Paul Wolfsteiner, FS 11d

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