Exkursion zum Waldkindergarten: stark und selbstbewusst wie Pippi

Exkursion zum Waldkindergarten: Stark und selbstbewusst wie Pippi

Ende Juni besuchte die Klasse FS11a gemeinsam mit ihrer Praktikumsbetreuerin Isolde Trepesch einen Waldkindergarten bei Lengenfeld.

Nachdem einige Schüler Orientierungsschwierigkeiten hatten, da es im Wald keine wirkliche Adresse gibt, erreichten sie nach und nach doch noch ihr Ziel und eine spannende Führung durch das Reich der mutigen Kinder ging los. Mutig sind die Kinder deshalb, weil sie bei jedem Wetter immer draußen in der freien Natur zu finden sind. Dies demonstrierten uns die Kinder zwischen drei und sechs Jahren an diesem Tag besonders gut, da es ohne Unterbrechung regnete.

Im Morgenkreis zeigten die Kinder zunächst ihre regelmäßigen Rituale. Sie gaben Kommentare zum Wetter ab und schätzten anschließend die Temperatur mit Hilfe einer Holzskala. Durch Ablesen eines Thermometers konnten sie sich anschließend selbst kontrollieren und bewerteten die Einschätzungen. Um Sprechen zu dürfen, meldeten sich alle Kinder brav und gaben ihre Antwort erst, als sie aufgerufen wurden. Dies erstaunte, da sie in ihrer Freispielzeit viel laut herumtobten und alles andere als still saßen. Doch im Morgenkreis herrschte absolute Disziplin. Das Morgenlied der Kinder war direkt auf den Wald abgestimmt und erzählt von den vielen Tieren, welche im Wald leben.

In ihrer Freispielzeit blieben die Kinder auch bei Dauerregen nicht unter der Überdachung, welche für Notfälle vorhanden ist. Zurzeit spielen sie am liebsten Fußball oder andere Fangspiele, Schaukeln oder machen Rollenspiele – alles im Freien.

Das Gelände fühlte sich sehr weitläufig an. Ein Tipi, eine Handwerkstätte für Kinderschnitzereien, ein großer Kletterbaum, Hoch- und Kräuterbeete, Holzstämme für den Sitzkreis und eine Außenbühne für Aufführungen geben dem Leben im Wald ein besonderes Flair. Rote Smileys an den Bäumen zeigen den Kindern an, bis wohin sie laufen dürfen.

In der Pause, welche durch rhythmisches Trommeln eingeleitet wurde, aßen die Kinder ihre selbst mitgebrachte Brotzeit, welche sich meist aus Gemüse, Obst und Wurstbrot zusammensetzte. Die Kinder saßen dazu auf schönen Brotzeitbänken die im Kreis auf dem zentralen Platz des Waldkindergartens aufgebaut waren.

Zu guter Letzt zeigten uns die Kinder ihre Theateraufführung von „Robin Hood“, welche sie am Sonntag, am Tag des offenen Waldkindergartens, aufführen werden. Dies war für uns ein besonderes Highlight und sicherlich hatten auch die Kinder ihren Spaß eine Generalprobe mit Publikum zu haben.

Absolut nass (aber schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung) und voller interessanter Eindrücke verabschiedeten wir uns schließlich von den Kindern und den Erzieherinnen.

Isolde Trepesch

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