Gigantische Aussichten

Gigantische Aussichten

Oberstudiendirektor Martin Wurdack (vorne rechts) freute sich über die sehr guten Ergebnisse, die (von links) Vitalis Gorbatschow, Sebastian Kindzorra, Felix Steinkohl und Markus Werner erreichten. Dahinter von links die besten Absolventen aus der Fachrichtung Elektrotechnik: Christoph Kolodzeij, Carina Dorn, Martin Högner und Frederic Kajewski. Zu den guten Ergebnissen gratulierten (hinten von links) auch Klassenleiter Florian Koller, Fachschulbetreuer Bernhard Mikuta und OB Michael Cerny

Nach wie vor attraktiv ist die Fachschule für Mechatronik- und Elektrotechnik. Heuer haben dort 26 Studenten ihren Abschluss als Techniker erworben - darunter zwei Frauen.

Die Zahl der Abschlusszeugnisse, die die Fachschule für Mechatronik- und Elektrotechnik vergeben kann, und die Zahl der Anmeldungen sind stabil. Oberstudiendirektor Martin Wurdack wertete dies bei der Abschlussfeier in Paulsdorf als erfreuliche Tatsache, und das trotz des allgemeinen Trends sinkender Schülerzahlen und trotz der anderen Technikerschulen, die in der Umgebung gegründet worden sind.

Wurdack stellte die Absolventen darauf ein, dass auch das Scheitern zum Leben gehöre, zum Erfolg auch der Misserfolg. Die Absolventen hätten sich für die nächsten Jahre sicher Ziele gesetzt. "Glauben Sie mir, Sie werden beim ein oder anderen Ziel scheitern. Die Art, wie Sie mit diesem Scheitern umgehen, wird ein weiteres Indiz dafür sein, ob unsere Ausbildung und Ihr bisheriger Werdegang erfolgreich waren", gab Wurdack den jungen Leute mit auf den Lebensweg.

Jedes Scheitern sei eine Chance, seine Ziele und den eingeschlagenen Weg zu überdenken und, wo erforderlich, zu korrigieren. Die Flexibilität, wie man mit solchen Problemen umgehe, sei ein wesentlicher Erfolgsfaktor. "Ich bin mir sicher, Sie gehören nicht zu denen, die nur nach Geld streben. Ich bin mir auch sicher, Sie haben genügend Flexibilität, um mit Misserfolgen und Scheitern umzugehen", so die Einschätzung des Schulleiters. Sein Rat: "Setzen Sie sich für Ihre Zukunft gute und engagierte Ziele. Verfolgen Sie diese Ziele mit Hartnäckigkeit, Sachverstand und den Kompetenzen, die Sie von Ihren Eltern und von uns erworben haben. Seien Sie flexibel, wenn es erforderlich ist." In der Fachrichtung Mechatroniktechnik haben vier Absolventen einen Notendurchschnitt besser als 1,5: Vitalis Gorbatschow (1,18), Sebastian Kindzorra (1,31), Felix Steinkohl (1,36) und Markus Werner (1,45). Gorbatschow und Kindzorra wurden überdies mit dem Meisterpreis der Staatsregierung geehrt. Diese Auszeichnung gab es in der Fachrichtung Elektrotechnik auch für Christoph Kolodzeij (1,65), Carina Dorn (1,95), Martin Högner (1,95) und Frederic Kajewski (1,95).

Als Informatiker hat Oberbürgermeister natürlich eine besondere Affinität zur Technik, wie er in seinem Grußwort anklingen ließ. Dass auch zwei junge Frauen den Abschluss schafften, imponierte ihm sehr. Die erarbeiteten Chancen seien für Techniker derzeit "gigantisch groß", versicherte Cerny. Jeder der Absolventen könne viel Verantwortung übernehmen. "Sie haben einen dynamischen Beruf mit Zukunft gewählt", sagte Cerny. "Bleiben Sie bei einer lebenslangen Begeisterung für die Technik", appellierte er an die Absolventen.

Amberger Zeitung vom 24.07.2017

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