10.000 Deckel für 20 Leben ohne Kinderlähmung

10.000 Deckel gegen Polio

Das BSZAM beteiligte sich an der Aktion des Rotaract Clubs Auerbach/Oberpfalz „Deckel gegen Polio – 500 Deckel für ein 1 Leben ohne Kinderlähmung“ und sammelte innerhalb kürzester Zeit rund 10.000 Plastikdeckel.

Die Schülerinnen und Schüler des BSZAM helfen somit 20 Kinderleben zu retten, denn bereits 500 Deckel reichen aus um die Kosten für eine Schluckimpfung zu finanzieren. Durch die Melinda und Bill Gates Stiftung, die mit Rotary zusammenarbeitet, wird diese Zahl noch verdreifacht.

Kinderlähmung oder Poliomyelitis ist eine hoch ansteckende Krankheit, deren Erreger vornehmlich Kleinkinder unter fünf Jahren befällt. Doch auch Erwachsene können sich infizieren. Das Virus verursacht dauerhafte Lähmungen. Die Infektion verläuft im schwersten Fall tödlich, vor allem dann, wenn die Atemmuskulatur befallen wird. Es gibt keine Heilung gegen Polio. Allerdings kann man vorbeugen: mit einer Schluckimpfung, die gegen Kinderlähmung immunisiert.

Seit 1988 nahm dank massiver Impfkampagnen die Zahl der Erkrankungen von 350.000 pro Jahr auf weniger als 700 Fälle 2011 ab. Nord- und Südamerika wurden 1994 als von Polio befreit erklärt, die Westpazifikregion 2000, Europa 2002.

Nur noch in drei Ländern der Erde - Nigeria, Afghanistan und Pakistan - kommt das Virus frei vor und infiziert nach wie vor Kinder. Doch um alle Kinder auf der Welt dauerhaft schützen zu können, müssen die Impfmaßnahmen zu Ende geführt werden. Derzeit klafft eine Finanzierungslücke von über einer Milliarde Dollar. Eine Rückkehr des Virus wäre katastrophal – für alle Kinder dieser Welt.

Bei der Übergabe der Deckel beschloss die Schulleitung - OStD Martin Wurdack und StD Josef Eckert - gemeinsam mit der SMV und den verantwortlichen Lehrkräften eine dauerhafte Sammelstelle in der Aula des BSZAM einzurichten. Die Rotaracter um Diana Abele, Franziska Streich - beide sind ehemalige Schülerinnen der FOSBOS Amberg - und Lukas Stollner waren über die Idee der nachhaltigen Entwicklung sehr erfreut und sehen diese Aktion als Schritt in eine neuen Partnerschaft bei kommenden Projekten.

Grundsätzlich können die Deckel aus Kunststoff von Getränkeflaschen, Getränkekartons (Milch, Saft usw.), Quetschgetränken und auch das gelbe Überraschungsei (Ü-Ei) ohne weitere Prüfung gesammelt werden. Die maximale Deckelgröße sollte nicht mehr als 4 cm (ca. 1/4 Handfläche) haben. Hintergrund für diese Begrenzung ist, dass die Maschinen für die Granulierung ein passendes Mahlwerk benötigen und bei erhöhten Größenunterschieden das Material nicht mehr verarbeitet werden kann.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit der Kontaktaufnahme finden Sie auf der Facebook-Seite des Rotaract Auerbach/Oberpfalz oder auf der Seite des Vereins „Deckel drauf e.V.“, der diese Aktion ursprünglich ins Leben gerufen hat.

Diana Abele, ehemalige BOS-Schülerin

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