Förderverein organisiert Reise nach Armenien: Natur und Kultur für Entdecker!

Förderverein organisiert Reise nach Armenien: Natur und Kultur für Entdecker!

Der Förderverein BSZAM e.V. organisierte unter der Federführung von Herrn Hagn in den Pfingstferien eine Studienreise nach Armenien.

Kurz nach der Ankunft in Yerewan, der Hauptstadt Armeniens, wurden wir von unserem armenischen Reiseleiter Sipan herzlichst begrüßt und mit einem für die Besuchswoche gecharterten Kleinbus in unser Hotel gebracht.

Frei nach dem Motto „Nur der frühe Vogel fängt den Wurm“ startete die zehnköpfige Gruppe jeden Tag am frühen Morgen um die touristischen Attraktionen vor den anderen Besuchergruppen besichtigen zu können.

Der erste Tag galt der Erkundung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Yerewan. Dabei erfuhren wir auf der Fahrt zum Mesrop-Maschtoz-Institut für alte Manuskripte von unserem Reiseleiter Sipan, dass die Stadt Yerewan auf einer Höhe von 900 bis 1.300 Metern über NN liegt und das armenische Volk auf eine über 5.000jährige, traditionsreiche Geschichte zurückblicken kann. Die Bevölkerungszahl Armeniens beträgt knapp 3 Millionen Einwohner, wobei etwa ein Drittel dieser Bevölkerung in der Hauptstadt Jerewan wohnt. Die Größe des Staatsgebietes umfasst ca. 29.800 km2, was etwa drei Mal der Größe der Oberpfalz entspricht. Ein wichtiges Datum in der Geschichte Armeniens liegt im Jahre 301 n. Chr. In diesem Jahr führte König Trdat III das Christentum ein. Damit wurde Armenien der erste christliche Staat der Welt. Dies führte in den folgenden Jahrhunderten dazu, dass trotz Besetzungen und Teilungen Armenien seinen Nationalcharakter behielt.

Nachdem unsere Reisegruppe eine interessante deutschsprachige Führung durch das Mesrop-Maschtoz-Institut erhalten hatte, fuhren wir zum Denkmalkomplex Zizernakeberd. Dieser wurde zum Gedenken an den Völkermord (1915) der Osmanen an den Armeniern errichtet. Der Besuch eines armenischen Marktes rundete den Tag ab.

An den weiteren Tagen der Studienreise wurden Sehenswürdigkeiten außerhalb der Hauptstadt angefahren. Hierbei hat sich herausgestellt, dass die Straßen außerhalb von Yerewan nicht unseren Verhältnissen entsprechen. Zum Beispiel benötigten wir für die 250 km lange Fahrt nach Chdsoresk, einem Dorf mit Höhlenwohnungen, welche teilweise noch bis 1980 bewohnt wurden, vier Stunden, eine gute Teilstrecke war sogar Autobahn. Aber nicht nur Höhlenwohnungen gab es zu bestaunen, auch mehrere historische Klosteranlagen sowie das Etschmiadsin, das religiöse Zentrum Armeniens.

Der Besuch des bronzezeitlichen Gräberfeldes Zorakarer (2000 -1600 v. Chr.), welches als prähistorisches Observatorium gedeutet war ebenfalls sehr beeinduckend. Dieser Ort, der etwa 7500 Jahre alt ist, wird auch als das Stonehenge von Armenien bezeichnet. Eine weitere Sehenswürdigkeit auf unserer Besuchertour war die Höhle von Areni, in der der älteste - der heutigen Zivilisation bekannte - Lederschuh (Größe 37) gefunden wurde, datiert auf 3000 v. Chr. Dieser Schuh wird im historischen Museum von Yerewan ausgestellt, das wir am letzten Tag unserer Reise besichtigten. Bei den Ausgrabungen in der Höhle fand man auch eine Weinpresse, deren Alter mit Hilfe der Radiocarbonmethode auf ca. 6000 Jahre festgelegt wurde.

Neben den Sehenswürdigkeiten hatten wir zahlreiche Möglichkeiten, die kulinarischen Köstlichkeiten der armenischen Küche zu verkosten. Sogar bei der Zubereitung verschiedener Speisen konnten wir einen Blick in den „Küchenofen“ werfen und bei der Zubereitung der Speisen zusehen.

Die Rückreise verlief wieder problemlos, und als Resümee kann ich feststellen, dass die Reise sehr gut organisiert und hervorragend durchgeführt wurde. Ein gelungener Kurztripp in eine interessante, abwechslungsreiche, aber touristisch noch nicht vollständig erschlossene Gegend. Dafür ein herzliches Dankeschön an den Organisator Daniel Hagn.

Bernhard Mikuta

Zurück