Kultusminister Bernd Sibler informiert sich über das Pilotprojekt "Industrie 4.0"

Industrie 4.0 - Unter realen Bedingungen lernen

Kultusminister Bernd Sibler (links) lässt sich von Kristina Martel zeigen, wie ein Projektionsscanner ein Bauteil vermisst. Innerhalb von Sekunden landen die Daten auf dem Rechner.

Die Amberger Zeitung berichtet: "Vor etwa einem Jahr hat das Kultusministerium bekannt gegeben, dass das BSZ Amberg eine von 17 Modelleinrichtungen ist, die das Pilotprojekt "Industrie 4.0" testen darf. Seither hat sich einiges getan - von den Fortschritten hat sich Ministeriumschef Bernd Sibler ein Bild gemacht.

"Industrie 4.0" dieser Begriff ist in aller Munde. Große wie kleine Firmen müssen sich den Herausforderungen stellen. Umso wichtiger ist es, dass vor allem der Nachwuchs fit ist. Das Berufliche Schulzentrum in Amberg ist neben Cham, die einzige Einrichtung in der Oberpfalz, die zunächst mithilfe des Pilotprojekts ihren Unterricht umgestalten kann. Zwei Millionen Euro stellte das Kultusministerium für die insgesamt 17 Schulen zur Verfügung. "Es ist wichtig, dass in den Berufsschulen nichts unterrichtet wird, was nicht mehr zeitgemäß ist", stellte Sibler bei seinem Besuch fest.

Derzeit sei die Schule damit beschäftigt, Geräte und Produkte einzukaufen, erklärte deren Leiter Martin Wurdack. Nichts weniger als reale Produkte will die Schule in einer sogenannte Smart-Factory herstellen. Inklusive allem, was dazu gehört: von der Anfrage, über die Fertigung bis hin zum kaufmännischen Teil. "Sämtliche Abläufe sind digital verknüpft, damit jeder Schüler nachvollziehen kann, wie weit ein Prozess ist", erklärte Fachoberlehrer Thomas Fink dem Minister.

Angeschafft hat sich die Schule dank der Förderung unter anderem einen Projektionsscanner. Damit lässt sich ein Bauteil, das auf einem Drehteller abgelegt wird, von allen Seiten genauestens vermessen. Auf dem PC erscheint innerhalb weniger Sekunden ein Abbild des Bauteils. Jene Daten können nun für den 3-D-Drucker verwendet werden. Er kann komplizierte Bauteile aus einem sehr widerstandsfähigen Kunststoff herstellen. Auf diese Weise haben Finks Schüler eine Sortiermaschine gefertigt.

Sibler zeigte sich begeistert: "Das ist ein großartiges Projekt." Er sieht darin auch die Stärke der bayerischen Berufsschulen. "Die graue Theorie wird hier sofort in die Praxis umgesetzt. Damit haben wir optimalen Lernerfolg bei den Schüler", war er überzeugt."

Stephanie Wilke, Amberger Zeitung vom 13.09.2018

 

BSZAM gestaltet den digitalen Wandel aktiv mit

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus berichtet auf seiner Homepage über den Besuch des Staatsministers Bernd Sibler am BSZ Amberg, an dem zeitgemäße Lerninhalte und innovative Technik Hand in Hand gehen.

So plant die Schule - unterstützt durch das Förderprogramm "Industrie 4.0" aus dem Bayerischen Bildungspaket - die berüfsübergreifende Vernetzung moderner Lerninhalte und Techniken am Beispiel eines Schallpegelmessers, der bereits in mehreren Amberger Grundschulen und Kindergärten eingesetzt wird.

 

Großes Lob für Pilotprojekt "Industrie 4.0"

Die Mittelbayerische Zeitung berichtet: "Am Beruflichen Schulzentrum Amberg wird dem Kultusminister präsentiert, was getan werden kann, wenn man Geld in Bildung steckt.

Hoher Besuch in Amberg. Bei seiner „Wahlkampftour“ durch die Oberpfalz schaute Bayerns Kultusminister Bernd Sibler auch am Beruflichen Schulzentrum vorbei, um sich über das Förderprogramm „Industrie 4.0“ an dem Schulzentrum zu informieren.

Bei der Begrüßung am Berufsschulzentrum staunte der Minister nicht schlecht. Die Hände von gleich drei Oberbürgermeistern hatte er zu schütteln. Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny brachte nämlich seine beiden Amtskollegen aus Würzburg und Kempten, Christian Schuchardt und Thomas Kiechle mit, die zu einem Arbeitsbesuch in der Stadt weilten.

Die Digitalisierung und die E-Mobilität sind längst Schlüsseltechnologien. Sie bringen einen Wandel bei den gefragten Qualifikationen mit, dem sich auch die Bildungseinrichtungen zu stellen haben. Um dieser Aufgabe Rechnung zu tragen, hat die bayerische Staatsregierung Förderprogramme auf den Weg gebracht. 150 Millionen Euro noch im Jahr 2018 stehen den Schulen zur Verfügung, um digitale Klassenzimmer einzurichten. Erst vor wenigen Wochen hat daher der Amberger Stadtrat beschlossen, als erste Fördermaßnahme für jede Schulart an einer Schule ein Musterklassenzimmer digital auszustatten.

135 Millionen Euro, informierte der Minister jetzt beim Besuch in Amberg, stellt die Staatsregierung zudem für die Berufsschulen zur Verfügung, um die Fachräume entsprechend auszustatten. In der Pressemitteilung des Staatsministeriums heißt es außerdem, dass weitere fünf Millionen Euro die Zukunftsinitiative „Berufliche Bildung“ aus dem Bayerischen Bildungspaket für Exzellenzzentren im Bereich „Digitale Transformation“ an Berufsschulen zur Verfügung stellt. Als eine von 17 Modellschulen ist das Amberger Berufsschulzentrum beim Pilotprojekt „Industrie 4.0“ mit dabei.

Dass die Fördergelder im Amberger Berufsschulzentrum gut umgesetzt werden, davon konnte sich der Minister überzeugen. Gemeinsam mit externen Partnern aus der Industrie wie Siemens, Deprag, Grammer, aber auch aus der Wissenschaft und Forschung wie die OTH, setzt das Berufliche Schulzentrum theoretische Konzepte in die Praxis um. „Wir entwickeln reale Produkte“, informierte Martin Wurdack, der Leiter des Amberger Beruflichen Schulzentrums. Als Beispiel stellt er einen Schallpegelmesser in der Form eines großen Ohrs vor. Dieser zeigt die digital gemessene Schallstärke in Räumen an. „Das Wichtigste dabei ist die Vernetzung aller Komponenten, von der technischen Seite über die kaufmännische bis hin zum Vertrieb“, erklärte Wurdack. Diese Vernetzung mache ja gerade Industrie 4.0 aus.

Um die Schüler an maschineller Produktion in Industrie 4.0 optimal aus- und weiterzubilden zu können, ist die Schule derzeit auch damit beschäftigt, entsprechende Geräte einzukaufen. Mit diesen Industrieprodukten könne dann eine Produktionslinie aufgebaut werden, an der den Schülern die einzelnen Prozessschritte erklärt werden können, informierte Wurdack.

Ein Beispiel ist das selbstfahrende Fahrzeug der Firma WFT. Das mittelständige Unternehmen für Fertigungstechnik hat seinen Sitz in Sulzbach-Rosenberg, baut Sondermaschinen.

Andreas Wagemann, Elektrotechniker bei WFT, stellte dem Minister einen Fahrroboter vor, der zu Schulungszwecken am Berufsschulzentrum zum Einsatz kommt. Ein 3D-Scanner für industrielle Anwendung, von der Firma „algona IC“ aus Stuttgart ist ein anderes Beispiel. Er erfasst die Objekte auf einem Drehteller optisch und digitalisiert die Daten in hoher Auflösung. Mit Hilfe eines 3D-Druckers lassen sich dann die Objekte schnell z. B.im Rahmen einer Qualitätskontrolle überprüfen. „Technik ist das eine, die Pädagogik das andere“, stellte der Minister im Gespräch mit Vertretern des Schulzentrums fest. Und hier gelte es, mit Hilfe der Digitalisierung die Unterrichtsqualität zu verbessern. Der Minister sieht die Mittel gut eingesetzt.

Auch der Landtagsabgeordnete Dr. Harald Schwartz lobte die Arbeit am Amberger Beruflichen Schulzentrum: „Hier wird konkret in die Praxis umgesetzt, was in München in der Theorie entwickelt wurde.“

Gerd Spies, Mittelbayerische Zeitung vom 13.09.2018

 

BSZAM ein Vorbild für digitales Lernen!

Auch OTV berichtet in einem Filmbeitrag über den Besuch von Bernd Sibler, der sich am BSZ Amberg über das Projekt "Industrie 4.0" informieren möchte.

 

Zurück