Zu Besuch am Istituto Bazoli e Polo in Desenzano - unserer Partnerschule!

Zu Besuch am Istituto Bazoli e Polo

Desenzano am Gardasee war das Ziel der 24 Schülerinnen und Schüler und ihrer drei Begleitlehrkräfte, Frau Trepesch, Herr Süß und Fr. Wittmann, als sie sich an einem verregneten Montag im Mai auf den Weg machten.

Voller Vorfreude trat die Gruppe den einwöchigen Rückbesuch an der Partnerschule an, nicht nur, um dem ungemütlichen Wetter in Deutschland zu entkommen, sondern auch, um die neu gewonnenen Freunde wiederzusehen. Nach einem kurzen, herzlichen Empfang mit selbstgemachten Köstlichkeiten durften sich die Schüler sogleich bei ihren Gastfamilien von der langen Busfahrt erholen. Das deutsche Wetter schien an den Gardasee gefolgt zu sein, denn am ersten Tag schüttete es wie aus Eimern. Früh morgens blieb man jedoch noch trocken, denn die deutschen Schülerinnen und Schüler besichtigten zunächst die Schule ihrer Austauschpartner und stellten fest, dass das „Istituto Bazoli e Polo“, ähnlich wie die Fachoberschule, in verschiedene Zweige, z.B. Grafik, Tourismus und Wirtschaft, aufgegliedert ist.

Gleich im Anschluss fand ein Empfang bei der Bürgermeisterin statt. Vom Rathaus aus ging es dann zur Villa Romana, die beeindruckend gut erhaltenen Überreste eines weit über 1.000 Jahre alten römischen Gutshofs. Die Mittagspause nutzten die Wenigen, die für schlechtes Wetter gepackt hatten, um sich auf dem Wochenmarkt die Zeit zu vertreiben, ehe dann am Nachmittag Verona auf dem Programm stand. Dort sahen wir uns – leider nur von außen – die Arena an, gingen dann weiter zum Haus mit dem berühmten Balkon der Julia - aus William Shakespeares Romeo und Julia - und von dort aus zum Torre Lamberti, dem größten Turm Veronas. Das Erklimmen der über 238 Treppen (wahlweise die etwas längere Fahrt mit dem Aufzug) wurde mit einem großartigen Ausblick über die gesamte Stadt belohnt, der auch durch das anhaltend schlechte Wetter nicht getrübt werden konnte.

Am endlich sonnigen Mittwoch nahmen wir gemeinsam mit unseren Austauschpartnern am Unterricht teil und der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Gastfamilien. Bei strahlendem Sonnenschein brach die Gruppe dann am Donnerstagnachmittag in Richtung Venedig auf. Dort wurden wir vom Busparkplatz aus mit einer Fähre schnell und direkt ins Stadtzentrum befördert. So konnte man vom Wasser aus einen ersten Blick auf die Stadt werfen, bevor wir sie fußläufig erkundeten. Die Freizeit nach der gemeinsamen Betrachtung des Markusplatzes und des Doms konnten die Jugendlichen selbst gestalten. Einige folgten den Lehrkräften für das ein oder andere Selfie auf die Dachterrasse eines Kaufhauses. Sichtlich beeindruckt machte sich die Gruppe gegen Abend wieder auf den Weg nach Desenzano.

Der Freitag, der letzte Tag im Rahmen des Austauschs, begann für die Schüler erneut im Unterricht. Am Nachmittag nahm die deutsche Gruppe eine Fähre nach Sirmione. Einige waren dort in ihren Gastfamilien untergebracht und hatten bereits von der kleinen Stadt geschwärmt. Nun wollten sich alle anderen von der Schönheit des Örtchens überzeugen und sie wurden nicht enttäuscht. Schon der Anlegehafen der Fähre bot eine filmreife Kulisse mit zahlreichen kleinen Cafés und Restaurants. Vorbei an der Burg und einer schwefelhaltigen Thermalquelle, versetzte uns auch der von Olivenbäumen gesäumte Weg entlang des Seeufers zum Hügel mit den „Grotten des Catull“ sofort in Urlaubsstimmung. Doch leider neigte sich auch dieser Tag dem Ende zu und so nahmen wir die Fähre zurück nach Desenzano, um dort alle gemeinsam den Austausch mit einem Abschiedsessen ausklingen zu lassen.

Die Fahrt endete am Samstag, als alle Schülerinnen und Schüler wohlbehalten zu Hause in Amberg von ihren Familien in die Arme geschlossen wurden – mit im Gepäck hoffentlich nicht nur die Erinnerung an eine tolle, erfahrungsreiche Woche, sondern auch die ein oder andere überdauernde deutsch-italienische Freundschaft.

Andrea Wittmann

 

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