Job Shadowing in Lohja, Finnland

Job Shadowing in Lohja, Finnland

Im März ging es für uns - zwei Lehrkräfte der FOSBOS Amberg - im Rahmen von Erasmus+ vom Flughafen München mit Finnair nach Helsinki in Finnland. Von da aus führte der Weg in die ca. 60 Kilometer entfernte Stadt Lohja.

Lohja ist eine sehr weitläufige Stadt mit ca. 33.000 Einwohnern und liegt am See Lohjanjärvi. Lohja ist in Finnland vor allem durch seine mittelalterliche Steinkirche und seinen Kalkabbau bekannt.

Zunächst hatten wir die Möglichkeit, in einem ausführlichen Gespräch mit dem Direktor der Harju Schule den generellen Aufbau des finnischen Schulsystems sowie seine Schule näher kennenzulernen. Die Harju Schule ist eine von drei Gesamtschulen mit den Jahrgangsstufen 7 bis 9 in Lohja und wird bald in ein neues Schulgebäude umziehen.

Die Ausstattung der Klassenzimmer entspricht in etwa unserer in Amberg, nur dass das Inventar schon etwas älter ist. Der Unterricht findet meistens in kleinen Klassen und eher als Frontalunterricht statt. Wir konnten dabei erkennen, dass das finnische Gesamtschulsystem besondere pädagogische Anforderungen an die Lehrkräfte stellt.

Am darauffolgenden Tag hatte Jaana, unsere Betreuerin vor Ort, einen Besuch des örtlichen Gymnasiums für uns organisiert. In Finnland besuchen ca. 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler das Gymnasium, der Rest besucht die Vollzeit-Berufsschulen. Was einem beim Betreten einer finnischen Schule sofort auffällt, ist der große Eingangsbereich mit Schuhregalen und Garderoben. Alle bewegen sich in Socken oder mit Hausschuhen durch das Schulhaus.  

Auch an dieser Schule fand wieder Frontalunterricht statt und die Schülerinnen und Schüler mussten eine hohe Eigenverantwortung zum Lernen mitbringen. Die Ausstattung der Schule war sehr modern. In jedem Klassenzimmer befanden sich zwei große Bildschirme auf denen die Inhalte präsentiert wurden.

Die Jugendlichen in Finnland müssen für Schulbücher und Laptops einen nicht unbeträchtlichen Betrag selbst aufbringen und sogar für die Abiturprüfungen bezahlen.

Vor dem Rückflug konnten wir dann noch eine Klimademonstration vor dem Parlament in Helsinki verfolgen, an der tausende Schülerinnen und Schüler teilnahmen.

Clemens Braun und Christian Prüfling

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