Projektwoche "Schwanger­schaft und Alko­hol"

Projektwoche "Schwanger­schaft und Alkohol" am BSZAM

In der Woche vom 17. bis 21. Oktober 2016 gastierte die Ausstellung „Zero!“ am BSZAM.

260 Schülerinnen und Schüler hatten dabei die Möglichkeit, sich umfas­send über Schwangerschaft, Alkohol und FASD (Fetal Alcohol Spec­trum Disorders) – also alle Schädigungen, die ausschließlich durch mütterli­chen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft entstehen – zu informieren.

Allein in Deutschlang werden pro Jahr über 10.000 Kinder mit FASD gebo­ren. Dennoch ist das Wissen darüber, welche Folgen Alkohol auf das un­geborene Kind haben kann, noch immer gering. Ziel der Projektwoche war es daher, die Schülerinnen und Schüler des BSZAM aufzuklären, sie zu informieren und für das Thema zu sensibilisieren.

In Zusammenarbeit mit der Staatlich anerkannten Beratungsstelle für Schwan­gerschaftsfragen des Gesundheitsamtes Amberg-Sulzbach star­te­te die Projektwoche am Montag mit einer Auftaktveranstaltung. Fr. Dr. Bolbecher, erste Vorsitzende des FASD-Netzwerks Nordbayern, gab dabei einen umfassenden Einblick in die Thematik:

„FASD ist die HÄUFIGSTE nicht genetisch bedingte Ursache für angebo­re­ne Fehlbildungen, geistige Behinderungen, Wachstums- und Ent­wick­lungsstörungen sowie für extreme Verhaltensauffälligkei­ten. Menschen mit FASD sind für ihr gesamtes Leben geschädigt, wobei die größten Probleme oft in der Bewältigung des Alltags liegen. Ein normales Leben in der Gesellschaft ist nur den wenigsten Jugendlichen und Erwachse­nen mit FASD möglich.“ (vgl. www.wenn-schwanger-dann-zero.de)

Im Verlauf der Woche besuchten 15 Klassen der FOS/BOS sowie der Berufsschule die Ausstellung. Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamts sowie die Jugendsozialarbeiterin des BSZAM begleiteten durch die Stationen und standen für Fragen zur Verfügung.

Im Zentrum der mobilen Ausstellung steht ein begehbares Kuppelzelt, das symbolisch die Gebärmutter darstellt. Im Innenraum werden die 40 Schwan­gerschaftswochen aus der Perspektive des Kindes veranschau­licht.

An der zweiten Station konnten die Schülerinnen und Schüler mittels Bild-, Ton- und Filmaufnahmen tiefer in viele Themen rund um Schwangerschaft, Alkohol und Gesundheit einsteigen.

FASD-Betroffene kommen an einer weiteren Station mit Berichten aus ihrem Alltag selbst zu Wort. Dadurch erhalten die Schülerinnen und Schüler authentische Einblicke in das Leben mit FASD. Sie erfahren, welche vielfältigen Probleme und Hindernisse den Alltag der Betroffenen und ihrer Familien bestimmen.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler des BSZAM die Ausstellung be­sucht hatten, wurden sie gebeten, einen Fragebogen zu dem Thema aus­zufüllen. Ergebnis: Rund drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie „sehr viele“ oder „viele“ neue Informationen erhalten haben.

Weitere Kommentare waren: „Das Thema ist sehr wichtig, die Ausstellung hat mir viele Informationen gegeben.“; „moderne Ausstellungstechnik“; „War sinnvoll!“; „Spannend gestaltet, gut aufgezeigt!“; „Die Krankheit FASD kannte ich bisher nicht; fand die Ausstellung sehr gut!“

Melanie Fromm, Jugendsozialarbeit

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