Weil wir MINT-Mädchen sind!

Weil wir MINT-Mädchen sind!

Jeder von uns hat Stärken und ist leicht für etwas zu begeistern. Wir, Jennifer Suchan und Sarah Stachnowski (Klasse FT12b), sind zwei begeisterte Schülerinnen des Technikzweiges und setzen uns gerne mit den MINT-Fächern auseinander.

Insofern lag der Entschluss, uns - aufgrund der Info durch Frau Selch-Witt - Mitte der 11. Klasse für das MINT–Mädchen-Projekt der OTH Amberg-Weiden zu bewerben, nicht allzu fern. Zum Glück konnten wir mit unserem Bewerbungsschreiben überzeugen und gehören daher zu den MINT-Mädchen.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt hilft MINT-talentierten Schülerinnen in der Oberstufe bei der beruflichen Orientierung und fördert zugleich ihr Talent im MINT-Bereich (z.B. Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik). Das sogenannte MINT-Coaching besteht aus Unternehmensbe-sichtigungen, Museumsbesuchen, Forschungsworkshops, einer Summer School zu den Soft Skills sowie Tutorien in den technischen Fächern und Veranstaltungen rund um Berufe im MINT–Bereich.

Das Projekt hat uns gestärkt und gezeigt, dass Frauen die gleichen Möglichkeiten im naturwissenschaftlichen Bereich haben wie Männer. Außerdem lernt man die verschiedenen Ansichten der anderen Teilnehmerinnen bezüglich des MINT-Bereiches kennen und es entstehen neue Freundschaften sowie Kontakte zu vielen regionalen Firmen.

Bei den Forschungsworkshops haben wir verschiedene Themen, wie Frauen und Männer in der Werbung, angesprochen und behandelt. Es wurde uns gezeigt, dass die Frau in der Werbung anders dargestellt wird als der Mann. Anschließend wurden Lösungsvorschläge vorgestellt, wie man mit diesem Thema umgehen und Dinge dadurch verändern kann. Beispielsweise könnte man Frauen in Prospekten natürlicher und gleichgesetzt mit den Männern darstellen.

Einer der Exkursionen führte uns zu BHS in Weiherhammer. Hier werden Riffelwalzen für Wellpappe hergestellt. Das neugebaute Firmengebäude hat uns alle sehr beeindruckt. Nach einer ausführlichen Führung durch das Firmengelände - es gab auch ein firmeneigenes Fitnessstudio für die Mitarbeiter - haben wir uns an drei kleine Projekte gewagt. Im Rahmen des ersten Projektes feilten und gestalteten wir eine Handyhalterung mit unserem Namen. Beim zweiten Projekt programmierten wir die Arbeitsfolge einer CNC–Fräsmaschine, wie wir es bereits im FpA-Praktikum bei Herrn Süß erfolgreich gelernt hatten. Das letzte und dritte Projekt war, dass wir mit Hilfe einer Stanzmaschine einen Schmetterling ausstanzten.

Das Tutorium war ein weiterer hilfreicher Bestandteil des MINT-Mädchen-Projekts. So half uns ein Student aus dem Bereich Maschinenbau bei unseren Wissenslücken und erklärte uns manchen Unterrichtsstoff, den wir so noch nicht ganz verstanden hatten. Dies war vor allem vor die Schulaufgaben und Kurzarbeiten sehr hilfreich. Das Besondere war, dass es immer nur kleine Gruppen waren und einem so intensiver geholfen werden konnte.

Bei diesem Projekt mitgemacht zu haben, bereuen wir nicht, weil es sehr abwechslungsreich war, wir viel wahnsinnig dazu gelernt haben und die Welt nun mit anderen Augen betrachten.

Außerdem hat es uns bei unserem zukünftigen Werdegang geholfen, da wir nun einen klaren Plan haben, was uns im technischen Bereich begeistert. Auch hat Stefanie Schönfeld, die Betreuerin des MINT-Mädchen-Projekts, uns immer geholfen und unterstützt wofür wir ihr sehr dankbar sind. Wir sind froh, MINT-Mädchen zu sein!

Jennifer Suchan und Sarah Stachnowski, FT12b

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