Zivilcourage zeigen gegen Mobbing: Mobbing-Prävention

Zivilcourage zeigen gegen Mobbing: Mobbing-Prävention

Traditionell fanden auch heuer im Juli wieder die „Stopp-Mobbing-Projektwochen“ des BSZ Amberg statt. In diesem Jahr bereits zum sechsten Mal. Vom 03. bis 17. Juli 2018 nahmen insgesamt 34 Klassen an diesem Projekt zur Mobbing-Prävention teil – bis auf wenige Ausnahmen also alle Eingangsklassen der Berufsschule und der FOSBOS. So konnten knapp 650 Schülerinnen und Schüler für dieses wichtige Thema sensibilisiert werden.

Im Mittelpunkt des Projekts steht immer eine interaktive Ausstellung, die vom schulinternen Arbeitskreis Mobbing entwickelt wurde. Mehrere Lehrkräfte, die Beratungslehrerin, der Schulpsychologe und die Jugendsozialarbeiterin , die dieses Team bilden, führten und begleiteten die teilnehmenden Klassen durch das Projekt.

Im Schulalltag, im Praktikums- oder Ausbildungsbetrieb werden Schülerinnen und Schüler mit Mobbing-Handlungen konfrontiert, sind etwa Zeugen, Betroffene oder (Mit-)Täter.

Mit dem Projekt wird vor allem darauf gezielt, dass den Schülerinnen und Schülern adäquate Handlungsstrategien zum Umgang mit Mobbing vermittelt werden. Sie sollen die Ansprechpartner am BSZ kennen, falls sie Mobbing beobachten oder gar selbst betroffen sind. Durch die emotionale Auseinandersetzung mit der Thematik sollen sie darin bestärkt werden, Zivilcourage zu zeigen und aktiv gegen Mobbing-Tendenzen anzugehen; etwa durch die Einschaltung und Information einer Lehrkraft oder der Beratungsdienste der Schule.

Entsprechend dem Peer-to-Peer-Ansatz wurden FOS-Schülerinnen und -Schüler aus dem Bereich Sozialwesen als Multiplikatoren eingesetzt. Diese wurden im Vorfeld eingewiesen und begleiteten die Klassen durch die Ausstellung.

Insgesamt setzte sich die Teilnahme für die Klassen aus drei Bestandteilen zusammen:

Nach einer allgemeinen Einführung erfolgte der Einstieg in die Thematik „Mobbing“ über einen Kurzfilm. Im zweiten Teil konnten sich die Klassen in Kleingruppen an den insgesamt sieben Stationen noch vertieft mit dem Thema auseinandersetzen. Die einzelnen Stationen beschäftigten sich etwa mit den „Tatorten“ von Mobbing: Arbeitsplatz und Schule, mit Cyber-Mobbing, mit den rechtlichen Folgen für Täter und den Folgen für Betroffene und Betriebe. An weiteren Stationen versuchten sich die Schüler mit Übungen dem Thema von der emotionalen Seite her zu nähern.

An jeder Station verblieben die Schüler einige Minuten und bearbeiteten einen Arbeitsauftrag, wobei sie von den Moderatoren angeleitet und unterstützt wurden.

Im dritten Teil waren die Schülerinnen und Schüler aufgerufen, die gemachten Erfahrungen, Informationen und Eindrücke kreativ zu verarbeiten.

Der ausgeschriebene Wettbewerb stand unter dem Motto: „Anti-Mobbing-Kampagne!“ Die Sieger werden zu Beginn des neuen Schuljahres bekannt gegeben.

Wie eine Befragung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ergab, halten es fast 90 % von ihnen für sehr wichtig bzw. eher wichtig, Mobbing weiterhin zu thematisieren. Auf die Frage, was ihnen besonders gefallen habe, gab es beispielsweise folgende Antworten: „… dass das Thema Mobbing in der Schule behandelt wird und dem ein oder anderem Hilfestellung bietet..“, „Ich fand es gut, dass viel mit unserer eigenen Meinung gearbeitet wurde“, „… dass das Thema Mobbing nicht in Vergessenheit geraten ist. Gut informiert.“, „Ich findes es wichtig, das Thema anzusprechen und untereinander die Diskussion zu eröffnen!“

Melanie Fromm, Jugendsozialarbeit

Zurück