10 Jahre Zusammenarbeit mit Fiessler Elektronik

Mittlerweile ist es schon gute Tradition, dass Eberhard Weida und Alexander Berchtold am BSZAM über die Sicherheitstechnik der mittelständischen Firma „Fiessler Elektronik“ referieren. Die mittlerweile über 10-jährige Zusammenarbeit mit dem Familienunternehmen aus Esslingen in Baden-Württemberg stellt für beide Seiten eine "Win-win-Situation" dar.

Die Berufsschülerinnen und -schüler der beiden 12. Klassen der Mechatronik sowie die Schüler der Klasse FSMT1 der Staatl. Technikerschule hatten in den letzten Wochen einen Lernzirkel zum Thema Sicherheitstechnik bearbeitet. Bei den meisten Stationen des Lernzirkels kommen auch Sicherheitsgeräte wie Sicherheitstrittmatte mit Schaltgerät, Sicherheitslichtvorhänge mit Blanking- bzw. Mutingfunktion, Sicherheitslaserscanner oder eine Sicherheitssteuerung aus dem Hause Fiessler zum Einsatz. Deshalb konnten die beiden Referenten auf eine fachkundige Zuhörerschaft bei ihren kurzweiligen Vorträgen bauen.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Herr Berchtold das Traditionsunternehmen „Fiessler Elektronik“ vor. Das Familienunternehmen kann auf eine über 60-jährige Erfahrung im Bereich der optoelektronischen Geräte zurückblicken und hat sich zu einem weltweiten Technologieführer im Bereich der Sicherheitslichtschranken entwickelt. Nach einem Exkurs in die Maschinenrichtline 2006/42/EG erläuterte Herr Weida sehr lebensnah, was bei deren Umsetzung im beruflichen Alltag zu beachten ist. Das Hauptaugenmerk wurde aber nach der Vormittagspause auf die neue modulare Sicherheitssteuerung FMSC gelegt. Weil sich nach einer Livedemonstration der dazugehörigen Programmiersoftware kein Schüler traute, selbst Hand an Maus und Tastatur zu legen, musste ein Lehrer ran. So zeigte Herr Prölß, der die Veranstaltung mitinitiierte, noch einmal, wie intuitiv und einfach die Programmiersoftware „FMSC Studio“ mit Drag and Drop zu bedienen ist. Abschließend erläuterte Herr Berchtold anhand von interessanten Referenzbildern, was beim Einsatz von Sicherheitstechnik noch zu beachten ist.

Fazit am Ende der Veranstaltung: Die für alle Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit muss auf jeden Fall weitergeführt werden.

Hermann Prölß

 

"Heute bin ich mal der Lehrer!"

Schüler der Staatl. Technikerschule führen mit Schülern der Berufsschule einen Lernzirkel durch

Auch in diesem Jahr erhielten drei besonders motivierte Techniker der Klasse FSMT2 der Staatlichen Technikerschule wieder die Gelegenheit, das Klassenzimmer von „der anderen Seite“ kennenzulernen und für zwei Stunden selbst die Rolle des Lehrers bzw. Ausbilders zu übernehmen.

Valentin Hüttl, Simon List und Thomas Munker erklärten sich bereit, einen Lernzirkel zum Thema „Automatische Optische Inspektion in der Elektronikfertigung“ mit drei Stationen in einer Klasse der Berufsschule zu betreuen.

Die 16 Schüler der Klasse ESY12b an der Berufsschule - sie lernen den Ausbildungsberuf des Elektronikers für Geräte und Systeme - durften an den aufgebauten Stationen netzwerkfähige Kameras einrichten, auf dem iPad mit der LensSensorApp (Stemmer Imaging) grundlegende optische Berechnungen durchführen und mit dem Softwaretool Vision Builder (National Instruments) arbeiten. Der Vision Builder wurde in unseren Fall zur Ermittlung der Augenzahl von Würfeln (Objekterkennung) und zum Auslesen von QR-Codes auf Platinen eingesetzt.

Bildverarbeitungssysteme sind die Augen in Industrie-4.0-Anlagen und sind aus vielen Produktionslinien der Elektronikfertigung nicht mehr wegzudenken. Unsere Berufsschüler erhielten durch den Lernzirkel einen kleinen Einblick in ein Teilgebiet von Industrie-4.0, mit dem sich die Technikerschüler der Klasse FSMT2 im Rahmen ihrer Ausbildung ein Schuljahr lang intensiv auseinandersetzen dürfen.

An dieser Stelle wieder ein herzliches Dankeschön an unsere drei Absolventen der Fachschule, welche diese Aufgabe souverän gemeistert haben!

Florian Koller

 

Verzahnung von Theorie und Praxis

Schüler der Staatl. Technikerschule präsentieren ihre Projektarbeiten

Auch in diesem Jahr durften die Schüler der Staatlichen Technikerschule wieder in einer öffentlichen Veranstaltung ihre Projektarbeiten präsentieren. Sechs von 25 Projektarbeiten wurden dabei dem Publikum vorgestellt.

Diese werden in den Sommerferien bei unterschiedlichen Betrieben erstellt und fördern bei den Absolventen die Verzahnung von Theorie und Praxis. Insgesamt zwölf Mitarbeiter aus Firmen der Region wurden zu Beginn der Veranstaltung vom Leiter der Fachschule, StD Bernhard Mikuta, begrüßt.

Im Anschluss daran führte Florian Koller als Verantwortlicher für das Fach Projektarbeit durch die Veranstaltung. Dabei zeigte sich auch dieses Jahr wieder die technische Bandbreite, innerhalb der unsere Absolventen als zukünftige Techniker einsetzbar sind. Die 15-minütigen Vorträge behandelten u.a. die Entwicklung einer Statusanzeige für die Ladesäule von Elektrofahrzeugen, die Konzeption und den Aufbau von automatisierten Prüfständen für Ausbildungszwecke oder die Planung und Nachrüstung von Sicherheitseinrichtungen für eine komplette Fertigungslinie.

Während der Pause und auch nach der Veranstaltung wurde die noch zur Verfügung stehende Zeit von den Teilnehmern für regen Informationsaustausch genutzt.

Florian Koller

 

Techforum Bildverarbeitung

Bildverarbeitung im Kontext von Industrie 4.0

Bildverarbeitung beinhaltet die Erfassung und Auswertung von Bilddaten in industriellen Fertigungsprozessen und gehört im Kontext der Digitalisierung (Industrie 4.0) zu den technologisch anspruchsvollsten Aufgaben der Automatisierung und Robotik.

Die Firma Stemmer Imaging aus Puchheim bei München ist einer der führenden Anbieter von Hard- und Softwarekomponenten für die Bildverarbeitung und unterstützt seit mehreren Jahren unsere Fachschule, wo das Fach Industrielle Bildverarbeitung inzwischen ein fester Bestandteil der Abschlussprüfungen für die angehenden Techniker für Elektro- und Mechatroniktechnik ist.

Diese Jahr hat uns Frau Strencioch, Personalreferentin bei Stemmer Imaging, die Teilnahme am Technologieforum Bildverarbeitung ermöglicht. Sieben besonders interessierte Schüler der Klassen FSMT1 und FSMT2 besuchten zusammen mit den Lehrkräften Hermann Pröls und Florian Koller die Veranstaltung in einem Kongresszentrum in Unterschleißheim bei München.

Nach einer Begrüßung durch Frau Strencioch hatten wir die Gelegenheit, uns über den Tag verteilt mehrere Fachvorträge zu den Trends in der Bildverarbeitung, Kameratechnik, Beleuchtung, Robotik und Industrie 4.0 anzuhören. Zwischen den Vorträgen konnte an den Ständen der Hersteller anhand von Demonstrationsanlagen die ganze Vielfalt an Anwendungen bestaunt werden, die bei der Bildverarbeitungstechnik zum Einsatz kommt. Dazu gehören neben der Qualitätssicherung in Fertigungsprozessen natürlich auch der Einsatz von Kameras und leistungsfähigen Rechnern in der Medizin, für kollaborierende Roboter und in selbstfahrenden Fahrzeugen.

Trotz der mehrstündigen Anreise mit eigenen PKWs verbrachten wir einen sehr informativen und abwechslungsreichen Tag. Für unser leibliches Wohl war bei einem Mittagsbuffet bestens gesorgt. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals herzlich bei der Firma Stemmer Imaging für die Einladung und bei Frau Strencioch für die Führung durch das Technologieforum.

Florian Koller