Sind wir eigentlich noch zu retten?

In einer Welt, in der alle auf ihr Smartphone starren, quasi sehnsüchtig auf Likes warten und eigentlich nur noch richtig mit Alexa sprechen, stellt man sich immer häufiger die Frage: Sind wir eigentlich noch zu retten?

Das Wilde Shamrock Touring Theatre lieferte den Schülerinnen und Schülern der 12. und 13. Klassen der FOSBOS Amberg darauf eine vermeintlich simple Antwort: Ja! Und zwar mit der neuesten technologischen Innovation – der SQ-Ware. Dabei handelt es sich nicht einfach nur um einen Rahmen aus Pappe, wie man vielleicht auf den ersten Blick vermuten mag. Nein! Das ist nichts weniger als das Heilmittel gegen die allgegenwärtige Abhängigkeit junger Menschen von ihren Smartphones.

Der „Inventor“ stellte dieses technische Meisterwerk mit all seinen Funktionen, umrahmt von musikalischen Einlagen, vor und ließ das Publikum seine ganz eigenen Erfahrungen damit machen. So durfte eine Schülerin live erleben, dass der Filter alles besser macht, sofern man sich das entsprechende „Square“ einfach um den Hals hängt und lügt – frei nach dem Motto „lies give you likes“.

SQ-Ware ist sogar eine Lösung für ein weiteres Problem: die Suche nach dem Partner für’s Leben. Das beschwerliche und oft deprimierende Dating und Kennenlernen kann durch eine praktische Applikation, ein Papp-Rahmen in anderer Farbe, erleichtert werden. Schülerinnen und Schüler konnten so durch eine simple Wisch-Geste entscheiden, ob der Gegenüber in Frage kommt oder nicht. Doch auch die negativen Seiten der in Social Media angelegten Anwendungen wurden deutlich. Weil sie nichts von dem technischen Tool hielt, wurde eine der Figuren vom gesamten Publikum beschimpft und ausgebuht und musste einen sogenannten „Shitstorm“ ausstehen.

Zur Erleichterung aller wurde zum Ende hin noch einmal verdeutlicht, dass es durchaus möglich ist, sich von den technologischen Fesseln zu befreien, ohne ernsthafte Folgen fürchten zu müssen. Insgesamt führte die satirische Darstellung dem Publikum den eigenen exzessiven Umgang mit Social Media eindrucksvoll vor Augen. Beendet wurde die kurzweilige Show mit einer humorvollen Vorstellung der Schauspieler und einem kleinen Einblick in die irische Kultur durch Gesang und Tanz.

Andrea Wittmann, Ann-Kathrin Brands und Tanja Stiegler

 

Besuch des "schönsten Basaltkegels Europas"

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse FS12a an der FOSBOS Amberg verbrachten im Rahmen einer Klassenfahrt einige Tage im Herbert-Kießling-Wanderheim in Ödpielmannsberg, das zwischen Amberg und der Max-Reger-Stadt Weiden liegt.

Während der mehrtägigen Klassenfahrt standen an den Abenden Gemeinschaftsspiele auf dem Stundenplan. Dabei gab es jeden Tag leckeres, selbstgekochtes Essen: u.a. Spaghetti Bolognese sowie ein veganes Gericht aus Gemüse und Reis.

Tagsüber war die Gruppe immer unterwegs. Am ersten Tag machte sie sich auf den Weg nach Weiden. Dort angekommen, wurden die Schülerinnen und Schüler bereits von einer Dame erwartet, die ihnen die Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten Weidens vorstellte und einige interessante Geschichten aus dem Mittelalter und der Zeit des Nationalsozialismus erzählte.

Da der berühmte Komponist Max Reger in der Stadt aufwuchs und somit diese auch prägte, besuchten die Fachoberschüler anschließend das Stadtmuseum Weiden. Dieses Museum lieferte intensive Einblicke in längst vergangene Zeiten. So konnte man das damalige Klavierzimmer von Max Reger besichtigen und jede Menge alte Zeitungsartikel, Bilder und Sammlungen des Komponisten betrachten.

Am darauffolgenden und auch schon letzten Tag, besuchte die Klasse - laut Alexander von Humboldt - „den schönsten Basaltkegel Europas“ in Parkstein. Nachdem alle den 595 Meter hohen Vulkan bestiegen hatten, erkundeten sie die Felsenkeller innerhalb des Basaltkegels sowie den Geo-Pfad und das Vulkanmuseum.

Um genau zwölf Uhr fand das Highlight des Museums statt: Ein Vulkan, der sich über drei Stockwerke erstreckte, brach aus. Die Klasse konnte also einen künstlich erstellten Vulkanausbruch live und hautnah miterleben. Dieser Höhepunkt stellte dann auch den Abschluss einer eindrucksvollen und schönen Klassenfahrt dar, durch die der Zusammenhalt in der Klasse sehr gewachsen ist.

Louisa-Marie Kempf, FS12a

 

„Man wächst an der Herausforderung - zusammen!“

Unter dem Motto „Man wächst an der Herausforderung - zusammen!“ unternahm die Klasse FG12a der FOSBOS Amberg gemeinsam mit ihrem Klassenleiter, Herrn Schönberger, einen Ausflug zur Boulderhalle in Nürnberg.

Die Schülerinnen und Schüler standen dort neuen Herausforderungen gegenüber. Dabei konnten durch geeignete Strategien, Ehrgeiz und die Unterstützung der Klassengemeinschaft auch größere Schwierigkeiten gebouldert werden. Besondere Teamfähigkeit wurde beim „kooperativen“ Bouldern gezeigt, denn bestimmte Routen konnten nur gemeinsam gemeistert werden.

Nach der großen körperlichen Anstrengung wurden die Energiespeicher beim gemeinsamen Essen in der Nürnberger Innenstadt sowie einer Kulturzeit wieder aufgetankt.

 Johannes Schönberger

 

Ein actionreicher Tag in Nürnberg

Die Klasse BT12a machte sich mit ihrem Klassenleiter, Herrn Dr. Zimmermann, auf den Weg nach Nürnberg um einen gemeinsamen actionreichen, schönen Tag zu erleben.

Die Gruppe hatte sich für drei Runden Lasertag angemeldet. Diese moderne Variante des Räuber-und-Gendarm-Spiels wird mit Laser“waffen“ und Westen gespielt, die mittels Sensoren alle Treffer registrieren. Es gibt dazu weitere Optionen und Aufgaben wie das Zerstören einer gegnerischen Basis.

Nach jeder Runde bekamen alle Spieler eine detaillierte Auswertung, die Gegenstand angeregter Diskussionen waren. Auffallend war, wie alle von Runde zu Runde mehr Punkte erzielten, also schnell dazulernten.

Nach diesem schweißtreibenden Spiel, das allen sehr viel Spaß bereitete, zog es die Klasse in die Nürnberger Altstadt, um sich dort zu stärken und die Nürnberger Kultur kennenzulernen.

Leif Zimmermann

 

Über den Dächern von Amberg

Nach einer informationsreichen ersten Schulwoche an der FOSBOS ging es für die Schülerinnen und Schüler der Klassen FG11a und FG11b im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung in das Klinikum Amberg, wo sie einen Einblick in das Klinikum Amberg erhielten.

Zunächst berichteten der Klinikumvorstand und die stellvertretende Pflegedirektorin, Manfred Wendl und Ulrike Dropco, über die Institution, ihre organisatorische Struktur und die vielfältigen Bereiche, die diesen Arbeitgeber im Bereich der Pflege und Medizin auszeichnen.

Vor allem für unsere Schülerinnen und Schüler des Gesundheitszweiges waren jene Informationen interessant, da dieses Jahr fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler ihr erstes FOS-Praktikum am Klinikum Amberg und den angrenzenden MVZ absolviert.

Highlight der Exkursion war die Besichtigung des Hubschrauberlandeplatzes. Tobias Meindl, Leiter des CCOTs, führte die beiden Klassen über die Plattform, erläuterte den Ablauf eines Hubschraubereinsatzes und die technischen Gegebenheiten der Plattform. Parallel dazu konnten die Schülerinnen und Schüler den tollen Ausblick über Amberg genießen.

Den Vormittag - organisiert von Frau Solka - rundete dann das gemeinsame Mittagessen im Klinikum ab.

Elisa-Marie Peil

 

„Mir ist die gefährliche Freiheit lieber als eine ruhige Knechtschaft“

Einer Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung folgend, kam Thomas Lukow aus Berlin, um vor den Schülerinnen und Schülern der Berufsschule und FOSBOS zum Thema „MfS – Untersuchungsanstalt Hohenschönhausen“ zu referieren.

Obwohl im 30. Jubiläumsjahr des Mauerfalls die Schülerinnen und Schüler die Deutsche Teilung nicht mehr selbst erlebten, hatten sie durch die lebendigen Schilderungen von Thomas Lukow die Möglichkeit, in die Begebenheiten der Deutschen Demokratischen Republik - einem Unrechtsstaat - einzutauchen. Die Hasserziehung auf „den Westen“ begann bereits in der Kinderkrippe und sollte jeden DDR-Bürger entindividualisieren und vom Sozialismus überzeugen.

Thomas Lukow, 1959 geboren, wuchs zunächst systemkonform auf, durchlief die jungen Pioniere und trat der FDJ bei. Dort eckte er jedoch später an, als er in der alternativen Musikszene aktiv wurde.

Sein Wunsch nach Freiheit verstärkte sich und der starre Sozialismus passte nicht zu seinem jugendlichen Drang nach Selbstverwirklichung. Daher wollte er „ohne Plan“ aus der DDR über die damalige Tschechoslowakei, Ungarn und Österreich flüchten. Nichtsahnend, dass ihn das Ministerium für Staatssicherheit wegen seiner Westkontakte bereits im Visier hatte. Seine Republikflucht endete zunächst im Gefängnis von Bratislava und führte ihn über ein Prager Gefängnis nach Ost-Berlin, in die Hände der Staatssicherheit und in die Untersuchungsanstalt Hohenschönhausen. Dort wurden die Häftlinge und auch Lukow durch „operativ-psychologische Beeinflussung“ zu Geständnissen oder zur Mitarbeit als Inoffizielle Mitarbeiter (IM) angeregt. Ziel war es, die Persönlichkeit zu zersetzen und zu zerstören.

Das Rechtsstaatsprinzip war in der DDR im Vergleich zur BRD umgekehrt. Die Angeklagten mussten ihre Unschuld beweisen, nicht der Staat die Schuld des mutmaßlichen Täters. Das System der Deutschen Demokratischen Republik, in dem weder das Parlament entschied (alle politischen Entscheidungen wurden in Moskau getroffen), noch demokratische Wahlen stattfanden, verurteilte ihn wegen versuchter Republikflucht. Er saß zwanzig Monate im Gefängnis in Bautzen II ab.

Von den 16 Millionen DDR-Bürgern existierten zur Wende von fünf Millionen eine eigene Stasi-Akte mit durchschnittlich 2000 Seiten über das gesamte Privatleben. Die Akte von Thomas Lukow enthielt 600 Seiten persönliche Informationen. Die Mehrheit, die nicht bespitzelt wurde, „hatte sich eingerichtet“. Viele Menschen leben auch heute noch gerne in Diktaturen, da es bequem ist und sie keine Verantwortung tragen müssen, da der Staat die Dinge regelt, so Lukow. Der Referent schloss mit dem Appell an die Jugendlichen, dass „Demokratie eben nicht immer einfach ist, aber es sich lohnt, dafür einzutreten“.

Johannes Mehringer

 

BMW-Werk Regensburg - der Herzschlag ist 57 Sekunden

Als die neuen Schülerinnen und Schüler gleich in der ersten Schulwoche im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung an der FOSBOS Amberg ins BMW-Werk nach Regensburg fuhren, ahnten viele von ihnen noch nicht, wie spannend und beeindruckend die Produktion eines Autos ist und dass der Herzschlag der BMW-Produktion in Regensburg tatsächlich 57 Sekunden beträgt. Allerdings stellt sich einem gleich die Frage, ein Werk kann doch gar keinen Herzschlag haben?

Ja, das stimmt. Vielmehr ist damit die Taktzeit gemeint. Genau genommen verlässt alle 57 Sekunden ein fertiges Auto – welches übrigens aus 27.000 Teilen besteht - das Fließband bzw. alle 57 Sekunden wird ein neues gefertigt.

Durch die Betriebsbesichtigung erhielten die Schülerinnen und Schüler in erster Linie einen Einblick in die Welt der Wirtschaft, genau genommen der Wirtschaftlichkeit und Kosten. Ein Aspekt der im BWR-Unterricht immer wieder reflektiert wird.

Ein weiterer Punkt, der unmittelbar mit den Kosten und der Wirtschaftlichkeit zusammenhängt, ist die Digitalisierung. Auch BMW ist im Zeitalter von Industrie 4.0 angekommen. So liegt beispielsweise im Karosseriebau der Grad der Automation bei 98 Prozent. Ganz ohne Menschen geht es dann aber auch nicht. Denn in der Montage ist der Prozentsatz genau andersherum. Auch sonst spielt der Mensch eine große Rolle bei BMW. Die Produktion ist möglichst ergonomisch und mitarbeiterfreundlich. BMW handelt aber auch umweltfreundlich. Ein Großteil der Lieferungen erfolgt mittlerweile über das Schienennetz. Ganz im Sinne des aktuellen Zeitgeistes.

Heidi Selch-Witt

 

Auftreten wie ein Profi

Wie wirke ich? Was sage ich? Was ziehe ich an?

Auch in Zeiten der Digitalisierung sind gute Umgangsformen ein entscheidender Weichensteller, um beim Eintritt in die Arbeitswelt erfolgreich zu sein. "Gute Manieren sind immer in Mode."

Die sozialen „Spielregeln“ der Berufswelt zu kennen und zu beherrschen, war Ziel der eintägigen Kurse, die unter fachkundiger Anleitung von Frau Barth, einer professionellen Knigge-Trainerin, in diesem Schuljahr erstmalig für die künftigen Praktikantinnen und Praktikanten der FOSBOS Amberg angeboten wurden.

Ob Small Talk, Kleiderordnung oder Tischkultur – ein professioneller Auftritt will gelernt sein. Schließlich zählt Business-Etikette heute noch zu den entscheidenden Soft Skills. Durch souveränes Verhalten steigern junge Menschen ihr Selbstbewusstsein und verschaffen sich so mehr Akzeptanz bei Vorgesetzten, Kollegen und Kunden.

Neben fachlichem Input erhielten die angehenden Praktikantinnen und Praktikanten vielfach die Gelegenheit, das erworbene Wissen in praktischen Übungen und Rollenspielen anzuwenden und sich in Gruppendiskussion über ihre Erfahrungen austauschen. Dabei konnten sie unmittelbar erfahren und erleben, unter welchen Bedingungen Teamarbeit gut gelingt.

Im Anschluss an das Seminar kommentierte ein Schüler: „Mir war nicht bewusst, wie wichtig der erste Eindruck wirklich ist und was es im Umgang mit anderen so alles zu beachten gibt. In Zukunft werde ich ganz sicher stärker darauf schauen.“

Herzlichen Dank noch einmal an Frau Barth für die abwechslungsreichen und überaus gewinnbringenden Seminartage!

Weitere Bilder finden Sie hier.

Annette Heinritz

 

Ehrung unserer vier TOP-Praktikanten

Unter den etwa 180 Schülerinnen und Schülern der 11. Jahrgangsstufe der FOS Amberg gab es auch im vergangenen Schuljahr wieder viele, die ihr halbjähriges Praktikum mit sehr guten und guten Leistungen absolvierten.

Vier von ihnen konnten - aufgrund ihrer herausragenden Ergebnisse in der jeweiligen Ausbildungsrichtung - den diesjährigen Wettbewerb unter dem Motto „Mach dich zum TOP-Praktikanten der FOSBOS!“ für sich entscheiden.

Im Rahmen der Einführungsveranstaltung zur Fachpraktischen Ausbildung für unsere "neuen 11. Klässler" wurden sie nun durch unsere langjährigen Praktikumspartner und Sponsoren mit einem Geldbetrag in Höhe von 50 Euro sowie einer Ehrenurkunde geehrt.

Die Auszeichnung als beste Praktikanten ihrer Ausbildungsrichtung der FOSBOS erhielten: Magali Pitrasch (Sozialwesen), Sahra Schlüchtermann (Gesundheit), Linda Schwendner (Technik) und Laurenz Fischer (Wirtschaft)

Unser ausdrücklicher Dank geht an dieser Stelle nochmals an die Sponsoren des diesjährigen Wettbewerbs: das Klinikum Sankt Marien, die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach, die Sparkasse Amberg-Sulzbach und den Elternbeirat unserer Schule.

Annette Heinritz