Schüleraustausch Israel 2018

Anfang Februar, morgens um sechs Uhr, startete die Reise der 11. Klassen nach Israel: 20 Schülerinnen und Schüler der FOS sowie zwei Lehrer, Frau Gelke und Herr Güldenberg. Als wir mit dem Flugzeug gegen 15.15 Uhr gelandet waren und die strengen Sicherheitskontrollen passiert hatten, ging es mit dem Zug nach Kiryat Motzkin. Dort wurden wir auch schon von den israelischen Familien erwartet.

Am nächsten Tag trafen wir uns zunächst in der Schule. Die israelischen Lehrer hatten ein Programm mit Kennenlernspielen vorbereitet. Währenddessen wurde uns die Facebook Seite „Amberg – Kiryat Motzkin, closing the distance“, welche extra von der israelischen Englisch-Lehrerin für den Schüleraustausch angelegt wurde, gezeigt. Am Abend feierten wir gemeinsam mit den Familien den Sabbat.

Am darauffolgenden Tag, dem Samstag, der alleinig das Wochenende bildet, unternahmen wir etwas mit den Austauschfamilien. Uns wurden Plätze wie z. B. „Caesarea“, „En Afek Nationalpark“ oder „Banias Wasserfälle“ gezeigt. Am Abend waren wir sogar am Strand.

Ein Treffen bei dem stellvertretenden Bürgermeister von Kiryat Motzkin im Rathaus durfte natürlich bei unserem Austausch nicht fehlen. Nach einer herzlichen Begrüßung und einem kleinen Willkommensgeschenk ging es weiter zum Stadtmuseum, in welchem uns die Geschichte Kiryat Motzkins erläutert wurde. Anschließend besuchten wir die Gedenkstätte „Yad LaBanim“, welche zu Ehren der gefallenen Soldaten und Soldatinnen aus Kiryat Motzkin errichtet wurde. Um den Nachmittag abzurunden, besuchten wir den städtischen Zoo.

Mit der Frage, nach unserer eigenen Identität und mit was wir uns selbst identifizieren, setzten wir uns am Montag auseinander. Nachmittags unternahmen wir einen Ausflug nach Tel Aviv. Dort hatten wir die Gelegenheit, endlich auch einkaufen zu gehen.

Das Dienstags-Programm beinhaltete einen Ausflug nach Haifa zum Strand. Wir lernten durch ein Spiel das Land Israel und dessen Geographie besser kennen und besichtigten die Bahai-Gärten in der deutschen Kolonie. Anschließend fuhren wir in ein Drusendorf auf den Mount Carmel und aßen das traditionelle israelische Gericht: „Falafel“.

Nachdem wir am Mittwoch die Verkündigungsbasilika in Nazareth besichtigt hatten, machten wir uns weiter auf den Weg zur Grenze des Libanon. Auf dem Rückweg besichtigten wir Akko und hatten eine Verkostung mit Hummus.

Am Donnerstag machten wir uns auf den Weg zur Brotvermehrungskirche neben dem See Genezareth und zur Kirche auf dem Berg, auf welchem die Bergpredigt gehalten wurde. Wir besuchten auch die Golan Höhen, von welchen wir die Grenze nach Syrien sehen konnten. Dort hatten wir die Möglichkeit, einen alten Militärstützpunkt zu besichtigen. Für den Abend wurde eine kleine Abschiedsfeier in der Schule organisiert. Die Gasteltern hatten extra ein Buffet mit traditionell israelischem Essen vorbereitet. Eine der israelischen Schülerinnen hat sich die Mühe gemacht, eine Diashow über unseren Aufenthalt zu erstellen.

Der letzte Tag mit unseren israelischen Austauschpartnern begann mit einem Besuch in der Synagoge in Kiryat Motzkin. Um noch einen schönen, gemeinsamen letzten Tag zusammen zu haben, verbrachten wir den Nachmittag miteinander am Strand. Abends bereitete eine der Familien ein BBQ für die ganze Gruppe zu.

Samstags wurde es schließlich Zeit, sich von den Gastfamilien zu verabschieden. Vor der Abfahrt gab es viele Umarmungen und auch die eine oder andere Träne. Die Fahrt ans Tote Meer durch die Serpentinen konnte losgehen. Unser Aufenthalt am Toten Meer war leider kurz, aber dennoch haben wir die Zeit bestmöglich genutzt. In Jerusalem angekommen, bezogen wir unser Quartier, ein Pilger-Hostel und ließen den Abend noch gemütlich mit Pizza ausklingen.

An unserem letzten Tag in Israel besuchten wir die Stadt Jerusalem. Auf unserem Programm stand der Besuch der Klagemauer, bei der wir uns nicht die Gelegenheit nehmen ließen, selbst einen Zettel in der Klagemauer zu hinterlassen. Darüber hinaus konnten wir uns sowohl die Grabeskirche als auch den Felsendom anschauen. Um das Gefühl von Heimat zu erwecken gingen wir in einem österreichischen Hospiz Schnitzel und Spätzle essen.

Und schon war es wieder Montag, der Tag der Heimreise, nach einer dreistündigen Führung durch „Yad Vashem“, einer Holocaust-Gedenkstätte, welche an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert und diese wissenschaftlich dokumentiert, fuhren wir weiter zum Internationalen Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv wo unser Flugzeug um 17.15 Uhr startete.

Unser Israel-Aufenthalt war eine spannende und erfahrungsreiche Zeit, aus der wir sehr viel mitnehmen können – sei es für unser eigenes Leben oder dass wir neue Freundschaften gefunden haben.

Annelie Grünewald und Iulia Reif, FS11