Digitale Technologien - Chancen für das Bildungswesen

Digitale Technologien - Chancen für das Bildungssystem

Bereits am frühen Morgen machten sich ein paar nachtschlafende Gestalten auf den weiten Weg nach Hannover zur Didacta 2018. Nachdem die Themen digitale Bildung und Wirtschaft 4.0 momentan in aller Munde sind, sollten Ideen gesammelt, Geräte ausprobiert, Hersteller verglichen und Gespräche geführt werden.

Insgesamt konnten vor allem mit zwei Herstellern von Fertigungsstraßen für die Ausbildung intensive Gespräche geführt und die Möglichkeiten der angebotenen Anlagen verglichen werden. Sehr spannend war auch der Vergleich verschiedener Präsentationssysteme für die digitalen Klassen­zim­mer. Es erstaunte Alle, wie unterschiedlich der didaktische Wert von digitalen Tafeln sein kann. Aber auch die neueste Beamertechnologie, die eine Steuerung des Computers mit Gesten an der Wand ermöglicht, beeindruckte sehr.

Am Stand des Systemhauses „SBE networks“ hatten wir ein sehr aufschlussreiches Gespräch über die Weiterentwicklung von Logodidact, die Möglichkeiten mobile Endgeräte einzubinden und welche Geräte geeignet sind. Passend zum Gespräch konnte Alexander Ippisch uns dann im Gewinnspiel 15 Lizenzen für mobile Geräte im Wert von 300,00 Euro sichern. Einem Versuch mit verschiedenen mobilen Devices am BSZAM steht also nichts mehr entgegen. Da wir mit Logodidact sehr zufrieden sind, wäre es ein großer Schritt, wenn wir auch unser Mobile Device Management so abwickeln könnten.

Im Anschluss stand ein Besuch bei den Herstellern von Schulmöbeln auf dem Programm. Bei den modernen Lounge-Möbeln entstanden schnell Ideen zur Umgestaltung der Aula in eine gemütlichere Lobby sowie zur einladenden Gestaltung des Lehrerzimmers.

Aber es ging nicht nur um die Technik und Ausstattung. Lehrmittelangebote der Verlage digital und analog wurden ebenfalls ausführlich verglichen. Dabei zeigte sich, dass sich neben den klassischen Schulbuchverlagen auch die großen Softwarekonzerne zunehmend um die Bildung annehmen. Die Weiterentwicklung der Microsoft Office Suite setzt ganz stark auch auf den didaktischen Nutzen der Programme - angefangen von den interaktiven Möglichkeiten in PowerPoint, über Schülerhefte mit Onenote, bis hin zum vollen Funktionsumfang von Office 365 als Lernplattform.

Beeindruckend auch das Angebot von Google, die mit ihren 3D-Brillen „Googlecardboards“ und der Plattform „Expeditions“ dreidimensionale Darstellungsformen für den Unterricht ermöglichen. Eine Reise in das menschliche Herz, die Analyse von molekularen Strukturen, aber auch eine Reise in den Urwald und vieles andere mehr können mit einfachsten Mitteln im Unterricht simuliert werden.

Am Ende stand dann die große Frage im Raum, was notwendig ist, um in einer modernen Schule für Schüler und Lehrkräfte solche Möglichkeiten zu eröffnen und eine gute Arbeitsumgebung zu schaffen. Diese Diskussionen prägten die Zugfahrt bis spät in den Abend hinein. Bleibt als Fazit: „Ein langer Tag, der wie im Flug verging und viele neue Erkenntnisse brachte.“

Tobias Krafczyk

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