Göteborg - Amberg: Mit dem Zug einmal hin und zurück

Göteborg - Amberg: Mit dem Zug einmal hin und zurück

Am Montagabend, um kurz vor Mitternacht, trafen 24 europäische, sowie acht deut­sche Schülerinnen und Schüler mit insgesamt acht Lehrkräften am Bahnhof in Amberg ein. Sie wurden von den deutschen Gastgebern und deren Eltern – teilweise in Dirndl und Lederhosen – herzlich empfangen. Nach einer 18-stündigen Zugfahrt von Göte­borg nach Amberg mit Zwischenhalten in Kopenhagen, Hamburg und Nürnberg lernten unsere Gäste auch gleich die „Clubberer“ im Zug kennen. Das Spiel gegen die „‘60er“ stand an diesem Abend auf dem Spielplan und der Zug war voll von Fußballfans.

Trotz der anstrengenden langen Zugreise waren die Schülerinnen und Schüler für den geplanten Ausflug am nächsten Tag nach Hirschau zum Monte Kaolino fit (siehe weiterer Bericht). Dort wurden sie von Bürgermeister Hermann Falk und Werner Schulz, der als Dolmetscher ins Englische fungierte, empfangen geheißen. Herr Falk führte die Gruppe durch die vielen Schritte des Nutzungskonzeptes bis in den jetzigen Freizeitpark, den die Gäste danach selbst kennenlernen und ausprobieren konnten: Dünenbad, Monte Coaster und Hochseilgarten. Die Anlage eignet sich bestens als ein Beispiel für sanften, nachhaltigen Tourismus in der Region, der vor den Türen unse­res Schulzentrums liegt und somit für unser Erasmus+-Projekt prädestiniert ist.

Am Mittwoch und Donnerstag standen die Aufgaben des Projektes und die Zusam­men­arbeit der europäischen Gruppen im Vordergrund: das Reisetagebuch wurde weiter geschrieben, die Videos, deren Konzepte in Göteborg ausgearbeitet worden waren, wurden gedreht und geschnitten.

An einem der beiden Nachmittage stellten die Amberger Schülerinnen und Schüler den Gästen ihre Stadt Amberg in kleinen Gruppen vor. Ein weiterer Nachmittag stand zur freien Gestaltung.

Am Freitag fuhr dann die ganze Gruppe in den Nationalpark Bayerischer Wald, nach Neuschönau zum Baumwipfelpfad, um eine weitere Möglichkeit für eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus in der Region kennenzulernen. Die luftige Führung auf 1,3 km Rundweg in der Höhe hinterließ bleibende traumhafte Ausblicke und Eindrücke. Eine Begehung des Tierfreigeländes mit ortskundigen Führerinnen durfte nicht fehlen. Die Rückfahrt erfolgte über die Walhalla in Donaustauf und einem abendlichen dreistündigen Aufenthalt in Regensburg. Das Weinfest in Stadt am Hof hieß uns willkommen und erschwerte uns den Weg über die Steinerne Brücke.

Die Woche in Deutschland stand unter dem Motto Entschleunigung. Eingepackt zwischen der Woche in Göteborg davor und der Woche in Bergamo danach, wurde bewusst etwas mehr Luft zum Atmen gelassen. Am Samstag erwartete uns die Stadt Nürnberg.

Ein gemeinsamer kulinarischer Abschluss fand im Gasthaus zur Post in Kümmers­bruck statt. Viele Schülerinnen und Schüler zog es danach noch weiter, weiter in den Abend und am nächsten Tag weiter nach Bergamo. Mit dem Zug dreizehn Stunden lang.

Möchten Sie weitere Informationen nachlesen? Dann schauen Sie auf die Seite folgender Facebook-Gruppe: www.facebook.com/groups/1483007798669581/

Tanja Stiegler

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