MoRaBa hautnah

MoRaBa hautnah

Gemeinsam mit unseren FpA-Betreuern, Herrn Strobel, Herrn Süß und Herrn Kölbl besuchten wir vor kurzem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen. Wie der Name schon verrät, forschen die ca. 1.800 Angestellten hauptsächlich an Luft- und Raumfahrt, vor Ort sind jedoch auch andere Forschungsbereiche wie Energie, Verkehr, Digitalisierung und Sicherheit vertreten. Der Hauptsitz der DLR ist allerdings nicht in Oberpfaffenhofen – auch wenn dort mehr Arbeitnehmer beschäftigt sind - sondern in Köln.

Wir konnten an verschiedenen Experimenten teilnehmen, z.B. am MoRaBa. MoRaBa ist die Abkürzung für Mobile Raketenbasis. Diese Basis kann zu fast jedem Punkt der Erde befördert werden und von dort aus Raketentests ausführen. Vor allem kleinere Raketen werden damit in einem Parabelflug in die Atmosphäre geschossen, dabei wird eine kurzzeitige Schwerelosigkeit erzeugt, in welcher kleinere Experimente stattfinden.

Nach der theoretischen Einführung gingen wir zum Testgelände. Dort war schon eine kleine Testrakete vorgebereitet, die aus einer Plastikflasche und einem Schaumstoffdeckel bestand. In diese Rakete füllten wir immer unterschiedlich viel Wasser und pumpten 5 Bar Luft zusätzlich in die Flasche. Die Rakete wurde mit einem Fernzünder gestartet, so dass die komprimierte Luft und das Wasser entweichen konnten und die Rakete durch das Rückstoßprinzip fliegen konnte. Auf einem Whiteboard zeichneten wir in ein t-V-Diagramm mit den verschiedenen Zeitergebnissen, abhängig von der Volumenmenge. Die nun entstandene Funktion war eine Parabel, an der man ablesen konnte, welche Wassermenge zum längsten Flug führt. Die perfekte Wassermenge war ungefähr 0,33 Liter.

Im zweiten Experiment durften wir selber ein Auto programmieren, das Aufgrund bestimmter Befehle fahren und Lampen aufleuchten lassen kann. In kleinen Gruppen wurden die Aufgaben, die vom Experimentleiter gestellt wurden, ausgeführt. Einer dieser Aufgaben war, das Auto einer schwarzen Linie zu folgen zu lassen. Durch Trial and Error wurde sich langsam an den richtigen Code angenähert. 

Nach den Experimenten hat unser Führer uns das GSOC (German Space Operations Center) gezeigt und uns ein paar Informationen über die ISS erläutert. Des Weiteren durften wir in eine Weltraumkapsel hineingehen, welche einer der Lebensraume der Astronauten im Weltall ist. Neben der Kapsel befand sich der Flugsimulator, der Repariert wurde und somit nicht in Betrieb war.

Zum Schluss möchten wir noch unsere Meinung zur Exkursion äußern. Der Ausflug war insgesamt Interessant, da man viel Ansehen konnte und selber auch ein Experiment mit seiner Gruppe ausführen durfte. Schade jedoch war, dass wir den Flugsimulator nicht in Aktion sehen durften. Unserer Meinung hätten sie uns mehr selber im GSOC anschauen lassen sollen.

Paul Brandl und Fabian Heindl, FT11b

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