Netzwerktreffen: Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Netzwerktreffen: Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Fünf Jahre sind mittlerweile ins Land gegangen, seit das BSZAM Mitglied des größten Schulnetzwerks in Deutschland wurde. Gemeinsam mit mehr als 2400 anderen Schulen setzen wir uns als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ dafür ein, dass Gewalt und Angst in der Schulfamilie keine Chance haben, Vorurteile abgebaut und Minderheiten respektiert bzw. integriert werden.

Dieses unbestritten hehre Ziel erfordert von uns allen sicherlich einen tagtäglichen Einsatz im Kleinen. Daneben fanden am BSZAM aber immer auch größere Aktivitäten unter Federführung bzw. Mitwirkung der SMV statt, wie z.B. mehrere Aktionstage, Projekte mit den Flüchtlingsklassen der Berufsschule oder Fußballturniere.

Zum ersten Mal allerdings durften wir in diesem Schuljahr in die Rolle des Gastgebers für ein Netzwerktreffen schlüpfen. So fanden sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte als Vertreter ihrer Schulen zu einer Versammlung der Oberpfälzer „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ im BSZAM ein, welche in erster Linie dem gegenseitigen Kennenlernen dienen, sowie Möglichkeiten einer schul- und auch schulartübergreifenden Vernetzung auf regionaler Ebene schaffen sollte.

Das interessante und vielfältige Programm der „SOR-SMC“-Regionalkoordination Oberpfalz schuf hierfür den geeigneten Rahmen.

So bot der gesamte Vormittag mit dem „Markt der Möglichkeiten“ allen Teilnehmern Gelegenheit, ihre jeweiligen „SOR“-Projekte zu präsentieren und auf diese Weise auch voneinander zu lernen.

Im Anschluss an das gemeinsame Mittagessen stand der Nachmittag ganz im Zeichen diverser Workshops. Dabei befassten sich die anwesenden Lehrkräfte mit der Frage, wie Schülerprojekte am besten begleitet und unterstützt werden können, um „SOR-SMC“ als gelebte Praxis dauerhaft sowie sichtbar an der eigenen Schule zu verankern.

Demgegenüber bestand für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, „Courage-Postkarten“ zu gestalten oder Videoclips gegen Ausgrenzung zu drehen. Im Workshop „Mit Mut und Zivilcourage gegen Rechtsextremismus als Gefahr für Demokratie und Menschenrechte“ wurden die Kennzeichen des Rechtsextremismus, die Unterschiede zum Rechtspopulismus sowie die vom Rechtsextremismus für eine demokratische Gesellschaft ausgehenden Gefahren in den Blick genommen, um die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, an ihren Schulen Projekte gegen Rassismus und Diskriminierung anzustoßen. Ein mindestens ebenso wichtige Thematik beschäftigte den Arbeitskreis „Homophobie im Kontext Schule, Prävention und was dagegen unternommen werden kann – Beispiele aus der Praxis“. Die Auseinandersetzung mit homophoben Tendenzen an Schulen sowie mit der Frage, was in punkto Toleranz gegenüber Homosexuellen und transidenten Menschen getan werden kann, bildete die Basis für eine Erarbeitung von geeigneten Ideen bzw. Handlungsmöglichkeiten.

Am Ende dieses intensiven Tages blickten die Teilnehmer zufrieden auf ein gewinnbringendes und reibungslos verlaufenes Netzwerktreffen zurück. Auch das BSZAM erntete viel Lob, fühlten sich unsere Gäste doch sehr wohl und bestens versorgt.

In diesem Zusammenhang gebührt ein besonderes Wort des Dankes unserer Kantine für die perfekte Versorgung der Teilnehmer mit Speis und Trank, dem Hausmeisterteam für die Vorbereitung der Räumlichkeiten sowie Frau Lena Flor von der Regionalkoordination Oberpfalz „SOR-SMC“ für die unkomplizierte und professionelle Zusammenarbeit bei der Organisation der Veranstaltung.

Dr. Christoph Wagner

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