Präventionsvortrag der Polizei: Sicherheitsinfopaket für Schülerinnen

Präventionsvortrag der Polizei: Sicherheitsinfopaket für Schülerinnen

Im Rahmen eines Präventionsvortrages der Polizei erhielten die Schüle­rinnen der 12. Klassen der FOS/BOS Amberg wichtige Informationen über Zivilcourage und das richtige Verhalten in einer Gefahrensituation. Der informative Bericht wurde von der Amberger Polizistin Frau Badewitz vor­getragen. Anlass dazu waren die Vorfälle in Köln.

Folgende Oberpunkte wurden dabei angesprochen:
1. Prozentuale Häufigkeit unterschiedl. Gewaltdelikte in/um Regensburg
2. Rechtliche Grundlagen für Notwehr und Nothilfe
3. Täter wählen ihre Opfer gezielt aus
4. Verhaltenstipps für Helfer
5. Waffen/Gegenstände zur Verteidigung

Die Grundsätze lauten dabei wie folgt:
Hören - Hinsehen - Handeln - Zeigt Zivilcourage

1. Prozentuale Häufigkeit unterschiedlicher Gewaltdelikte im Raum Regensburg

2. Rechtliche Grundlagen für Notwehr und Nothilfe

Was viele nicht wissen, sobald man ein Gewaltverbrechen beobachtet, ist man dazu verpflichtet zu helfen und muss auch nicht mit Konsequenzen rechnen. Überschreiten Opfer oder Helfer eine Grenze - aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken, so wird er nicht bestraft.
Unterlassene Hilfeleistung: Jeder ist dazu verpflichtet zu helfen. Bei Un­ter­lassung kann es zu hohen Geldstrafen oder einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr kommen.

3. Die Täter suchen sich ihr Opfer gezielt aus!

Also: Trete als starke, selbstbewusste Frau auf! Der erste Eindruck hat immer eine Wirkung auf andere.

4. Verhaltenstipps für den Ersthelfer

- man sollte sich selbst nicht in Gefahr bringen
- andere Leute auf die Situation aufmerksam machen
- Mithelfer suchen (am besten gezielt Personen ansprechen)
- Täter fotografieren, wenn dies möglich ist
- Polizei verständigen (W-Fragen)

5. Pfefferspray, Waffen, Elektroschocker

- Pfefferspray, das freiverkäuflich ist, ist nur bei Tieren richtig einsetzbar; meistens ist es nicht griffbereit (z.B. in der Tasche) und verfehlt den richtigen Moment. Man sollte es nach dem Kauf gleich daheim (nicht in geschlossenen Räumen) ausprobieren, damit man die Stärke und die Weite für den Notfall richtig einschätzen kann.

- Waffen (Messer, Pistolen usw.): der Umgang mit Waffen muss richtig trainiert werden; sie können in Handgemengen entrissen und falsch verwendet werden.

- Elektroschocker kann nur bei direktem Hautkontakt verwendet werden; auch er hilft nur, wenn er griffbereit ist.

Durch den sehr interessanten und sehr aufschlussreichen Vortrag haben die Schülerinnen im Falle einer Gefahrensituation viel dazu gelernt und wissen jetzt besser Bescheid, wie sie sich in solchen Situationen verhalten können. Sie können sich nun sicherer fühlen, da sie über aktuelle Geschehnisse aufgeklärt worden sind und sehen konnten, dass in der nahen Umgebung weniger schwerwiegende Gewaltdelikte stattfinden als man erwarten würde. (Bericht erstellt von Laura Brunner, Sabrina Schwendner und Paulina Bauer)

Hildegund Domanits und Michaela Schmidbauer

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