Praktikum von zu Hause - wie soll das klappen?

Praktikum von zu Hause - wie soll das klappen?

Zu Beginn ein Crashkurs zum Thema Praktikum auf Distanz. Was ist das überhaupt?

Eine berechtigte Frage, als wir zum ersten Mal davon hörten, waren wir auch etwas irritiert. Wie soll das überhaupt funktionieren, wird man jetzt eine Woche lang mit trockener Theorie per Mail von der Praktikumsstelle auf Trab gehalten? Oder soll man per Videochat den Arbeitsalltag der Kollegen mitverfolgen? So urkomisch dieses Szenario auch wäre, die letztendliche Umsetzung des PaD (Praktikum auf Distanz) fällt etwas realitätsnaher aus.

Die Kurzantwort lautet: Während der PaD-Wochen wird man von der zuständigen Lehrkraft mit Arbeitsaufträgen verschiedenster Art betraut, welche innerhalb der selbigen Woche zu erledigen sind.

Die ausführlichere Antwortet ist wie folgt: In unserer ersten PaD-Woche sollten wir uns beispielsweise über Berufe aus dem Gesundheitswesen informieren und anschließend eine ganze Branche sowie einen expliziten Beruf, welcher dieser Branche angehört, in einem Online-Referat präsentieren. Auch wenn es sich dabei um einen relativ konventionellen Arbeitsauftrag handelt, war es dennoch eine noch neue Erfahrung per Videokonferenz ein Referat zu halten. Die Anweisungen an sich sind äußerst übersichtlich. Über die Teams-App teilt die Lehrkraft einen Ordner mit allen Teilnehmern der alternativen Praktikumswoche. In diesen sind Zuteilungslisten für die einzelnen Themen, Infomaterialien, ein Wochenplan sowie die Arbeitsaufträge selbst enthalten. Zusätzlich haben wir zweimal täglich eine kurze Videokonferenz, in welcher wir den Stand der Dinge besprechen oder einfach nur Fragen stellen können. Die Lehrkraft stellt sich zudem für Fragen außerhalb der terminierten ViKos den ganzen Tag zur Verfügung.

Auch die Physis kommt nicht zu kurz. Für diese "Fernpraktikumswochen" befassen wir uns mit verschiedensten Workout- Varianten. Diese Trainingseinheiten müssen wir täglich absolvieren und mit einem Partner in einer Präsentation erläutern, bewerten und reflektieren.

Insgesamt ist es ein gut strukturiertes Konzept, welches eigenständiges Arbeiten zweifellos fördert. Vor allem angesichts dessen, dass dieses Konzept recht kurzfristig entworfen wurde, funktioniert es ziemlich gut, auch wenn es keine dauerhafte Lösung für die praktischen Tätigkeiten in der eigentlichen Praktikumsstelle ist.

Im Folgenden finden all diejenigen, die noch mehr darüber erfahren möchten, ein paar Erfahrungsberichte von Schülerinnen und Schülern aus dem Gesundheitszweig an der FOSBOS Amberg.

Philip Eckl, FG11a

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